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Region im Blick
Ausgabe 18/2020
Seite 3
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Ausbleibende Frühjahrsniederschläge führen zu hoher Waldbrandgefahr - Forstamt Cochem ruft Bürgerinnen und Bürger zur besonderen Vorsicht auf

Aus einer achtlos weggeworfenen Zigarette kann sich rasch ein Waldbrand entwickeln (Foto: Landesforsten Rheinland-Pfalz/Jonathan Fieber).

Aufgrund des langanhaltenden Ausbleibens von Frühjahrniederschlägen ist es in den Wäldern rund um Kaisersesch schon wieder sehr trocken. Seit fast sechs Wochen ist kaum ein Tropfen Regen gefallen. Das trockene Laub und die dürren Äste aus dem Herbst und Winter, die noch nicht durch die Bodenlebewesen verarbeitet werden konnten, führen aktuell in Verbindung mit dem Wind zu einer sehr hohen Waldbrandgefahr. Kleinste Funken reichen bereits aus, einen verheerenden Waldbrand zu verursachen.

Natürlicher Waldbrandschutz durch naturnahe Wälder

Besonders brandgefährdet sind Nadelholzreinbestände mit trockenem Unterholz. Die Forstleute in Rheinland-Pfalz betreiben seit Jahrzehnten naturnahe Waldbewirtschaftung mit einem hohen Laubholzanteil, wodurch sie Zug um Zug einen natürlichen Waldbrandschutz geschaffen haben. Dabei wird vor allem auf die natürliche Ansamung von Bäumen gesetzt, die bei Bedarf durch die Pflanzung weiterer Mischbaumarten ergänzt wird. Als sogenannte „Vorausverjüngung“ sieht man daher bereits sehr häufig Buchen unter reinen Fichten wachsen. Mit diesem Vorgehen sind großflächige Brände wie in Schweden oder Südeuropa im Kreis Cochem-Zell nicht zu befürchten.

Nichtsdestotrotz ist das Forstamt im Besonderen auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Folgende Verhaltensregeln sollten daher dringend eingehalten werden:

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Rauchen im Wald ist strengstens verboten, machen Sie Raucherinnen und Raucher höflich auf die Gefahr aufmerksam. Das gilt auch für das Werfen von Zigarettenkippen aus dem Auto.

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Grillen und Anlegen eines offenen Feuers ist im Wald und in Waldesnähe verboten. Dies betrifft aufgrund der Extremsituation auch die zugelassenen Feuerstellen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

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Lassen Sie kein Glas zurück im Wald. Liegengelassene Flaschen oder Glasscherben können zu gefährlichem Brennglas werden. Sollten Sie Glas im Wald finden, nehmen Sie es bitte mit.

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Benutzen Sie nur die ausgewiesenen Parkflächen. Trockene Altgrasflächen können sich durch heiße Katalysatoren unter den Autos entzünden.

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Halten Sie alle Zufahrten zu den Wäldern und die Waldwege für die Rettungsfahrzeuge vollständig frei.

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Jede, auch kleinere Rauchentwicklungen außerhalb der Siedlungsgebiete, bitte unter Notruf 112 (Feuerwehr) oder 110 (Polizei) melden. Die Angabe der im Wald an Wegekreuzungen beschilderten Rettungspunkte (grüne Tafeln mit weißem Kreuz und einer Nummer) erleichtert die rasche Bekämpfung.

Das Forstamt bedankt sich herzlich für Ihre Mithilfe und wünscht Ihnen weiterhin einen schönen Aufenthalt in den Wäldern rund um Kaisersesch.