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Konzer Rundschau
Ausgabe 26/2026
Neues aus der Verbandsgemeinde Konz
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Die Zukunft aufgegebener Weinbergsflächen im Blick

Auf Einladung des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum (DLR) Mosel gemeinsam mit den Verbandsgemeinden Konz und Saarburg-Kell fand im Juni die erste Flächenbörse für das Saartal statt. Ziel der Veranstaltung war es, Akteure aus Weinbau, Landwirtschaft, Tourismus, Verbänden und Kommunalpolitik zusammenzubringen, um Lösungen für den Umgang mit aufgegebenen Weinbergsflächen zu erörtern.

Im Mittelpunkt standen die zunehmenden Herausforderungen durch brachfallende und sukzessive verbuschende Weinbergsparzellen sowie die damit verbundenen Risiken für das Landschaftsbild, den Tourismus und den Pflanzenschutz.

Die beiden VG-Bürgermeister Guido Wacht und Jürgen Dixius begrüßten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Sie betonten die Bedeutung eines gemeinsamen Vorgehens aller Akteure, um auf die aktuellen Entwicklungen im Weinbau angemessen reagieren zu können.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DLR Mosel stellten ihr Flächenbörsen-Konzept vor und erläuterten die Bedeutung einer frühzeitigen Meldung nicht mehr bewirtschafteter Flächen. Der Präsident des Weinbauverbandes Mosel, Walter Clüsserath, informierte über aktuelle weinbaupolitische Entwicklungen auf Landesebene.

Besonders thematisiert wurde die Gefahr durch die Amerikanische Rebzikade (Scaphoideus titanus), die als Überträgerin der Goldgelben Vergilbung (Flavescence dorée) gilt. Die hochansteckende und meldepflichtige Quarantänekrankheit stellt eine erhebliche Bedrohung für den Weinbau dar. Vor diesem Hintergrund wurde eindringlich dazu aufgerufen, aufgegebene oder künftig nicht mehr genutzte Weinbergsparzellen möglichst frühzeitig beim DLR zu melden, damit diese in die weiteren Überlegungen der Kommunen und Fachstellen einbezogen werden können.

An der Veranstaltung nahmen Winzerinnen und Winzer, Flächeneigentümer, Vertreterinnen und Vertreter der Verbandsgemeinden und Ortsgemeinden, des Bauern- und Winzerverbandes, der Saar-Obermosel-Touristik sowie Landesbeamte der Offizialberatung des DLR Mosel teil.