Kinder und Jugendliche der Waldjugend bei der Kontrolle der Amphibienschutzzäune
Die alljährliche Amphibienwanderung in der Region hat rasant begonnen. Bereits Mitte Februar konnten bei milder Witterung erste Erdkröten auf ihrer Wanderung beobachtet werden. Für die Kinder und Jugendlichen der Waldjugend Trassem wurde es höchste Zeit, den Aufbau der Amphibienschutzzäune während eines Forst- und Naturschutzeinsatzes am letzten Februarwochenende abzuschließen. Inzwischen säumen entlang der Straßenzüge am Sportplatz Trassem und am Stauweiher in Kirf auf knapp 700 laufenden Metern die grünen, feinmaschigen Fangzäune die Verkehrswege. Schon auf dem ersten Kontrollgang am nächsten Tag fanden sich einzelne Erdkröten und Grasfrösche in den Fangeimern.
Dabei hält der Amphibienzaun die noch meist unterkühlten und schwerfälligen Amphibien auf, ihre Wanderungen von den Winterquartieren bis zu den Laichgewässern über die Straße fortzusetzen. Entlang des Zauns sind dafür Fangeimer in den Boden gelassen, in diese die Tiere auf der Suche nach einem Durchgang durch den Zaun fallen. Auf den täglichen Kontrollgängen werden die Tiere aus diesen Eimern eingesammelt und auf die andere Straßenseite zu den Laichgewässern gebracht. So wird verhindert, dass sie unter die Räder Autos geraten. Ohne diese Schutzmaßnahme hätten die Kröten keine Chance ihr Ziel zu erreichen.
In den kommenden Wochen stehen täglich Kontrollen durch fleißige junge Helferinnen und Helfer an. Wer sich in Trassem und Kirf engagieren will, kann sich gerne per E-Mail unter dietmar_schwarz@kabelmail.de melden.
In dieser Zeit werden Autofahrerinnen und Autofahrer gebeten, das Tempo im Bereich der Schutzzäune deutlich zu reduzieren und besondere Rücksicht auf die meist jungen Kontrollteams zu nehmen.
Hintergrund:
Im Westen Europas werden die Kröten aktiv, wenn die Temperaturen ein paar Nächte lang nicht unter 3-4° C sinken. Die Tiere wandern nachts, um ihren Fressfeinden aus dem Weg zu gehen. Da sie doch recht langsam sind, wären sie tagsüber ein gefundenes Fressen für z.B. Fischreiher oder Mäusebussarde. Im vergangenen Jahr hatten einzelne Kröten ihre Wanderung schon recht früh begonnen, gleichwohl die Temperaturen nachts noch nicht so hoch waren. In den warmen Tagen Ende März/Anfang April fand dann die Hauptwanderung der Kröten statt. So wurden in 2025 mehr als 2100 Kröten am Stauweiher Kirf über die Straße getragen. In Trassem waren es lediglich etwa 100 Tiere. Im Vergleich zu den Vorjahren blieb die Gesamtzahl wandernder Amphibien gerade in Trassem auf niedrigem Niveau, sodass die Schutzmaßnahmen auch zum Erhalt der Artenvielfalt in der Region beitragen.