Im Winter 2024 wurden im Bauschheimer Wald erste Versuchsanpflanzungen mit klimastabilen Baumarten durchgeführt. Ziel des Projekts ist es, die Widerstandsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit des Waldes zu stärken und zugleich Erkenntnisse für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung zu gewinnen. Zudem wurde durch die Entnahme abgestorbener Kiefern die Verkehrssicherheit am Bauschheimer Rundweg verbessert.
Im Februar 2024 pflanzte man auf ausgewählten Flächen verschiedene heimische und potenziell klimaresiliente Baumarten im Abstand von 6 × 6 Metern, darunter Stieleiche, Vogelkirsche, Feldahorn sowie Atlas- und Libanonzeder. Eine künstliche Bewässerung erfolgte nicht. Nach rund zwei Jahren zeigen sich deutliche Unterschiede in den Anwuchsraten: Während Wildkirsche, Feldahorn und Atlaszeder gute Ergebnisse erzielen, kam es bei der Libanonzeder zu größeren Ausfällen, vermutlich bedingt durch Spätfröste und sommerliche Trockenheit. Die Stieleichen aus Naturverjüngung erweisen sich bislang als robust.
Die Versuchsflächen werden weiterhin regelmäßig kontrolliert und wissenschaftlich begleitet. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen künftig als Grundlage für praxisnahe Empfehlungen zur Baumartenwahl dienen und einen Beitrag zur langfristigen Sicherung der Wälder in der Rhein-Main-Region leisten.