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Büttelborner Nachrichten
Ausgabe 32/2023
Notizen aus dem Rathaus
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Büttelborn: Prima Klima? Bürger*innen informieren sich über Klimaanpassung

Schon jetzt ist es auch im Kreis Groß-Gerau 1,5 Grad wärmer als im vorindustriellen Zeitalter. Am Ende des Jahrhunderts könnten es hier vor Ort 3 bis 4 Grad wärmer sein. Experten zählen die Oberrheinebene zu den Hotspots Deutschlands und damit fällt auch unsere Gemeinde in die Region, die am stärksten von den zunehmenden Hitzeperioden und der Klimaerwärmung betroffen ist bzw. sein wird. Bereits jetzt gibt es mehr Hitzetage, Dürren und Tropennächte. Die Kommunen müssten sich auch auf Starkregen einstellen: Während früher Hochs und Tiefs wechselten, bleiben diese nun wochenlang bestehen. Was können Kommunen und Bürger*innen tun, um jetzt vorzubeugen und Abhilfe zu schaffen? Dies erfuhren die Teilnehmenden bei dem zweiten Klimarundgang, diesmal in Klein-Gerau.

In der aus Mitteln der LandesEnergieAgentur Hessen geförderten Kooperationsveranstaltung von Kreisvolkshochschule Groß-Gerau, der Gemeinde Büttelborn sowie „Uffwärds Kloa-Gere“ erhielt die 20-köpfige Teilnehmergruppe viele Informationen zu Klimaextremen wie Hitze, Trockenheit und Starkregen und Tipps, wie damit umgegangen werden kann. Vor allem aber konnten sie auch selbst mit Wärmebildkamera, einem Messgerät für die Bodentemperatur und diversen Luftthermometern ausgestatten schauen, an welchen Stellen im öffentlichen Raum oder privaten Hofeinfahrten es besonders heiß wird und welche Orte kühler bleiben.

Unter der fachkundigen Leitung von Herrn Christian Kotremba wurden während des Rundgangs beginnend vom Edeka-Markt viele Praxisbeispiele beleuchtet und in einem anschließenden Vortrag im Volkshaus viele Fragen beantwortet. Der Klimaexperte erläuterte anhand zahlreicher Maßnahmen wie in der Praxis erfolgreich mit den veränderten klimatischen Bedingungen umgegangen werden kann. Entsiegelung ist ein wichtiges Thema, aber auch die Umstellung auf hitzeresistente Gattungen, Pflanzen und Bäumen sowie die Einführung ressourcenschonender Methoden der Bewässerung. „Rasen ist ein Auslaufmodell – er braucht viel zu viel Wasser“, erklärte Kotremba und warb stattdessen für Blumenwiesen oder Bodendecker. Wer auf Rasen nicht verzichten wolle, solle zumindest weniger oft mähen – das stärke auch die Widerstandskraft, so der Experte.

Weitere interessante Kursangebote finden sie auf der Webseite der Kreisvolkshochschule: Kreisvolkshochschule Groß-Gerau / KVHS Groß-Gerau (kvhsgg.de)