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Büttelborner Nachrichten
Ausgabe 7/2021
Notizen aus dem Rathaus
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Der Bürgermeister informiert: Wochenrückblick 08. - 14.02.2021

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

heute ist Rosensonntag, Valentinstag und es herrscht traumhaftes Wetter. Schade, dass wir nicht mit Tausenden von Rosensonntagsbesuchern einen tollen Tag mit Rathauserstürmung des RC03 Worfelden und der BCA Büttelborn sowie den Rosensonntagsumzug und anschließender Straßenfastnacht gemeinsam feiern können. Am meisten leide ich mit den Vereinen und den Gastronomen, für die dieser Tag immer das Highlight der Kampagne darstellt bzw. ein Umsatzbringer ist, von dem man ein wenig zehren kann. Aber auch das geht vorbei, und die Vorfreude auf das kommende Jahr ist bei mir schon vorhanden.

Die zurückliegende Woche begann mit einer Führung des 1. Kreisbeigeordneten Walter Astheimer, Jochen Melchior und Andreas Franz, welche uns einen Rundgang im Impfzentrum in GG ermöglichten. Es waren bereits an diesem Montag (8. Februar) Impfwillige vor Ort, aber Impfstart war erst am Dienstag, den 9. Februar. Dies waren wahrscheinlich die Anlaufschwierigkeiten, die eine solche Mammutaufgabe mit sich bringt. Diese Menschen, die zu früh bestellt wurden, konnten am Dienstag ebenfalls geimpft werden. Die geleistete Arbeit vor Ort muss man wirklich loben und es wurde in kürzester Zeit etwas Vorzeigbares aus dem Boden gestampft. Diesbezüglich liegt auch ein Antrag der GLB vor, in dem es um den Transport von immobilen Menschen geht, welche keine Möglichkeit besitzen, ins Impfzentrum nach Groß-Gerau zu gelangen. Bis dato liegen uns zwar keine Anfragen bezüglich eines Transportes vor, aber ich sprach dieses Thema beim Rundgang an und fragte, wie dies andere Kommunen handhaben. Nauheim bietet zum Beispiel Fahrten mit dem Gemeindebus (9-Sitzer) und dazugehöriger Gemeindeschwester als Begleiterin an. Diese Möglichkeit besteht in der Großgemeinde Büttelborn nicht, aber wir werden diese Menschen über unser neues Familienzentrum unterstützen. Sie erreichen eine unserer drei Mitarbeiterinnen Clarissa Rippel, Anticone Ohl oder Lena Werth unter 0151- 23220082 und dort wird ihnen oder ihren Angehörigen geholfen. Es kam auch die Frage auf, ob man nicht eines der 6 mobilen Impfteams des Kreises, zum Beispiel in unsere Einrichtung ZfG schicken kann, um den älteren Bewohnern die Fahrt ins Impfzentrum zu ersparen. Dies ist derzeit aufgrund der hohen Auslastung der Impfteams und der Kühl-und Transportproblematik mit dem BioNtech Impfstoff nicht umsetzbar, aber perspektivisch wird dies in Betracht gezogen. Schauen wir mal was die Zeit noch bringt.

Unter der Woche fanden auch noch die beiden Ausschüsse für Umwelt, Landwirtschaft, Energie und Forsten beziehungsweise der Sport, Kultur und Sozialausschuss statt. Im Umweltausschuss gab es gewisse Dissonanzen bezüglich der Vorstellung der sog. neuen Feldschützin, wobei ich diese Stellenbeschreibung für sehr antiquiert halte. Die junge Dame ist aber erst seit 1. Februar in ihrem Amt und somit zu kurz, um bereits genauere Auskünfte über ihr Stellenprofil und die damit verbundenen Aktivitäten zu geben. Dies werden wir in einer der nächsten UELF Sitzungen nach der Kommunalwahl nachholen. Weitere Themen waren der geplante 3. Projektbeirat (sofern ihn der Bundestag genehmigt?) für die Neubaustrecke Frankfurt - Mannheim und dem damit verbundenen Lärmschutz an Bestandsstrecken. Derzeit muss die Deutsche Bahn keinen nachträglichen Lärmschutz an bestehenden Strecken nachrüsten und dafür gilt es sich einzusetzen. Dazu nehme ich zeitnah Kontakt mit unserem Bundestagsabgeordneten Stefan Sauer auf und bitte ihn um Unterstützung.

Im Sozialausschuss konnten wir mit Nicole Sawallisch eine neue Schriftführerin wählen und somit hält der Trend an, in den jeweiligen Ausschüssen die Protokollantinnen mit Mitarbeiterinnen der Verwaltung wieder neu zu besetzen. Dies werte ich als großen Vorteil und Vertrauensbeweis und dies macht mich auch ein Stück weit stolz, auch in diesem Bereich so langsam aber sicher den turn around zu mehr „Miteinander“ wieder zu schaffen!

Apropos turn around: An diesem Abend konnte ich auch das vorläufige Jahresergebnis 2020 der Stiftung für Gemeinschaftshilfe verkünden. Aktuell stehen wir bei einem Zuschussbedarf von 248.000 € für das vergangene Jahr und auch dies werte ich als Riesenerfolg. Wenn man bedenkt, dass wir in 2019 noch mehr als das Doppelte an Zuschuss für die gemeindeeigene Stiftung benötigten, muss man sich gerade in Coronazeiten mit zum Teil rückläufigen Patientenzahlen sehr glücklich schätzen, diesen geringen Zuschussbedarf erreicht zu haben. Somit stehen aus 2019 und 2020 noch 250.000 € an Forderungen der Gemeinde an das ZfG aus und diese werden zurückgezahlt, sobald das Haus Margarete in Worfelden veräußert ist. Der ZfG-Vorstand muss nun zeitnah eine Entscheidung treffen, wie mit dieser Liegenschaft des ZfG verfahren werden soll. Es ist eine Liegenschaft, welche im Immobilienbestand des ZfG ist, und es muss nun überlegt werden, ob das Objekt am freien Markt verkauft wird oder die Gemeinde Büttelborn das Seniorenheim erwirbt. Der derzeitige Betreiber des Seniorenheims, Herr Lühder, teilte mir Ende Januar mit, dass der Bauablauf des neuen Seniorenheims am Heißgraben besser läuft als erwartet und man voraussichtlich die Bewohner/innen im vierten Quartal diesen Jahres oder spätestens im ersten Quartal 2022 umziehen kann. Dann fallen zwar auch die Mieteinnahmen für das Seniorenheim weg, aber bereits im vierten Quartal diesen Jahres, wird ein Darlehen für das Wohnen im Alter nicht mehr fällig und somit bessert sich auch wieder ein Stück weit die finanzielle Situation unserer Stiftung.

Zum Schluss meines Wochenberichts noch ein Dankeschön an Sie für die bereits großartige Inanspruchnahme der Briefwahlmöglichkeit für die anstehende Kommunalwahl am 14. März. Wenn dieser Trend anhält, wird es ein Stück weit entspannter für unsere Wahlhelferinnen und Wahlhelfer. Derzeit versuchen wir eine Möglichkeit zu schaffen, am Montag nach der Wahl einen Corona - Schnelltest zu organisieren, um für die Auszählungen noch ein Stück weit mehr an Sicherheit für alle Beteiligten zu schaffen. Dieser Wunsch ist an uns herangetragen worden und diesen Wunsch, nach größtmöglicher Sicherheit, möchten Frau Bauer als Leiterin des Ordnungsamtes und ihr Team auch erfüllen.

Ein dreifach donnerndes Helau und einen guten Start in die Woche, bleiben Sie gesund!

Ihr Bürgermeister Marcus Merkel