Der Equal Pay Day (EPD), der internationale Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern, macht auf den bestehenden Gender-Pay-Gap aufmerksam und wird in zahlreichen Ländern an unterschiedlichen Tagen begangen. Der aktuelle Gender Pay Gap, also die Lücke zwischen dem durchschnittlichen Verdienst von Frauen und Männern pro Stunde, liegt laut Statistischem Bundesamt aktuell bei 18 Prozent. Das heißt: Frauen verdienen im Schnitt 18 Prozent weniger als Männer.
Der Aktionstag markiert symbolisch die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. So entspricht eine durchschnittliche unbereinigte Entgeltdifferenz von 21 % einem Zeitraum von 77 Kalendertagen im Jahr.
Kommenden Mittwoch ist „Equal Pay Day“ in Deutschland, dann verdienen auch Frauen hierzulande Geld. Bis dahin nämlich haben sie in diesem Jahr rein rechnerisch noch umsonst gearbeitet – verglichen mit Männern. Mehr als zwei Monate!
Am 16. Februar 2023 hat nun das Bundesarbeitsgericht Erfurt ein medial stark beachtetes Urteil (8 AZR 450/21) zum Recht auf gleichen Lohn für Frauen und Männer gefasst. Das Urteil ist zum Teil als „Meilenstein für Lohngleichheit“ bezeichnet worden. Dieses Gerichtsurteil macht es nun Arbeitgebern schwer, Frauen für die gleiche Arbeit schlechter zu bezahlen als Männer. Frauen haben Anspruch auf die gleiche Bezahlung wie ihre männlichen Kollegen. Das gilt auch, wenn Männer höhere Gehälter ausgehandelt haben.
Weiter Informationen erhalten Sie hier https://www.equalpayday.de/.