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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 10/2020
Seite 2
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Let´s work it

Bürgermeister Manfred Ockel und Kerstin Eisel vom Büro der Stadtberatung Dr. Sven Fries begrüßten die Teilnehmer.

Die Arbeitsgruppe Klima und Umwelt diskutierte angeregt.

Mobilität und Verkehr - vieles ist geplant, vieles wird gefordert.

Erste Maßnahmenkärtchen zeigen das rege Interesse am Thema.

Perspektivwechsel

Kerweborschpräsident Sven Wellinger präsentierte die Ergebnisse seiner Arbeitsgruppe.

In der Abschlussrunde trugen die Moderatoren die vorläufigen Ergebnisse vor.

Das Interesse bis zum Schluss zeigte die Relevanz einer Bürgerbeteiligung.

Erster Workshop mit Bürgerbeteiligung brachte viele gute Ergebnisse

Am vergangenen Montag fand der erste Workshop zum Thema „Gut leben in Kelsterbach“ statt. Der Workshop ist Teil der Gesamtstrategie „Stadtentwicklung - Kelsterbach 2025“, die in den nächsten Monaten weiter erarbeitet und im Herbst vorgestellt werden soll.

Nach der Auftaktveranstaltung im November letzten Jahres, die mit großem Andrang im Fritz-Treutel-Haus ausgerichtet wurde, war auch der erste von zwei Workshops sehr gut besucht. Das Thema Leben in Kelsterbach ist vielfältig und so wurden die drei Aspekte Mobilität und Verkehr, Soziale Infrastruktur und Umwelt und Klima ausgewählt und Arbeitsgruppen gebildet. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Manfred Ockel und Kerstin Eisel von dem Stadtberatungsbüro Dr. Sven Fries fanden sich schnell die Arbeitsgruppen zusammen, wobei sich klar abzeichnete, dass das Thema Mobilität und Verkehr die meisten Interessenten anlockte.

Viele Emotionen rund um den Verkehr

Doch nicht nur Interesse und konstruktive Mitarbeit wurden beigetragen, sondern auch Stimmungs- und Meinungsmache. Dass dies weder hilfreich noch nutzbringend war, lag auf der Hand. Die Moderatoren, die sich aus Mitarbeitern der Stadtberatung sowie des Rathauses zusammensetzten, versuchten dennoch, so zielführend wie möglich mit den Teilnehmern zu diskutieren.

Roland Rücker, der ehrenamtliche Fahrradbeauftragte der Stadt Kelsterbach, stand vor allem zu den Themen Fahrradabstellanlagen oder auch Diebstahl und Sicherung Rede und Antwort. Vieles sei in Planung, so Rücker und sah optimistisch in die Zukunft.

Soziale Angebote ausweiten

Die Arbeitsgruppe Soziale Infrastruktur diskutierte angeregt über weitere Angebote für Jugendliche und Senioren. Es fehle ein Treffpunkt für die Heranwachsenden, an dem sie sich unbeobachtet aber nicht außerhalb der Stadt treffen könnten. Ebenso sei es wünschenswert, dass es vereinsunabhängige Angebote für Senioren gäbe. Begrüßt wurde die Ausweitung der W-LAN Hotspots (Digitale Dorflinde, wir berichteten. Anm. d. Redaktion), die bereits genehmigt und geplant sind. Auch die Erneuerung und Erweiterung von Spielplätzen war ein zentrales Thema. Hier war ebenfalls der Wunsch nach vereinsunabhängigen Sportmöglichkeiten groß und der Gedanke kam auf, einen bereits existenten Trimm-Dich-Pfad als niedrigschwelliges Sportangebot zu rekonstruieren sowie Nordic Walking-Gruppen ins Leben zu rufen. „Cool wäre ein Treffpunkt, an dem Senioren von Jugendlichen lernen könnten, z.B. zur richtigen Handynutzung“, fand die Teilnehmerin Marion Rolle. Ihre Vision sei ein gegenseitiges Lernen voneinander, so Rolle weiter. Hier gäbe es die Möglichkeit, ein generationenübergreifendes Angebot im Jugendzentrum anzubieten, erwiderte Marcella Gröber, die als stellvertretende Frauenbeauftragte bei der Stadt arbeitet. Auch Heiko Krey, städtischer Fachbereichsleiter Schule und Soziales, der als Moderator auftrat, sprach sich für die gemeinsame Haltung „Jung hilft Alt aus“.

Wunsch nach einer echten Klimastadt

Die Arbeitsgruppe Klima und Umwelt setzte sich wohl am heterogensten zusammen und das machte deutlich, dass Klima- und Umweltschutz in allen Ebenen der Gesellschaft angekommen sind. Der gemeinsame Tenor war, dass man sich mehr Grün, vermehrte Baumanpflanzung und auch den Erhalt von bestehenden Grünflächen sowie private Fassadenbegrünung wünsche. Jedoch fehle es auch an Ruheoasen beispielsweise am Main. Das Stichwort „Leben am Wasser“ als Grundidee eines kulturellen und naturverbundenen Lebens mit und am Fluss fasste diesen Wunsch zusammen. Besonders kam der Wunsch nach einer nachhaltigen Veränderung auf, so dass Kelsterbach den Titel Klimastadt zu recht tragen könne.

Fazit

In der Abschlussrunde konnten sich alle Teilnehmer die Ergebnisse der anderen Arbeitsgruppen ansehen und erklären lassen. Als Abschluss trafen sich alle Teilnehmer am großen Luftbild, das Kelsterbach von oben zeigt. Die Moderatoren präsentierten noch einmal die Ergebnisse kurz und knapp und gaben einen Ausblick auf den nächsten Workshop, der am 31. März stattfinden soll. Die erarbeiteten Maßnahmen werden gesammelt und in einem Abschlusspapier nach dem Sommer vorgestellt.

(Text ana, Bilder HB und GW).