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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 11/2021
Seite 3
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Die Bürgermeisterwahl

Stadtverordnetenvorsteherin Helga Oehne (CDU) gratulierte dem wiedergewählten Manfred Ockel (SPD). Links Christian Hufgard (WIK), rechts Frank Wiegand (CDU).

Viel zu tun hatten die Ehrenamtlichen bei der Auszählung der Urnenwahl...

... aber auch die Briefwahl hatte in diesem Jahr einen sehr hohen Anteil.

Sonntagabend, 20 Uhr im Rathaus. Die Kommunalwahl war offiziell seit zwei Stunden beendet und die Stimmen der Bürgermeisterwahl bereits ausgezählt. 54,53 Prozent reichten aus, um Manfred Ockel im ersten Wahlgang als Bürgermeister zu bestätigen und ihn in seine dritte Amtszeit zu führen. Der wiedergewählte Bürgermeister setzte sich bei der Kommunalwahl vom vergangenen Sonntag gegen seine drei Mitbewerber deutlich durch und ab. Frank Wiegand von der CDU lag mit 19,35 Prozent vor Christian Hufgard von der WIK mit 16,89 Prozent. Abgeschlagen auf dem vierten Platz folgte Idriz Koustar, der für die FREIEN WÄHLER ins Rennen gegangen war und 9,22 Prozent der Stimmen erhielt.

Die Wahlbeteiligung lag insgesamt bei 51,47 Prozent von den 12.414 Wahlberechtigten ging also gut die Hälfte wählen. Wiegand überraschte dieses Ergebnis, hatte er doch auf eine Beteiligung zwischen 60 und 70 Prozent gehofft. Dennoch zeigt das Ergebnis, dass trotz Corona mehr Menschen wählten als noch vor sechs Jahren als das Ergebnis nur bei rund 45 Prozent lag.

Was wird sich ändern?

Wahrscheinlich nicht viel, war sich Hufgard sicher. Der Wahlausgang habe gezeigt, dass die Wähler mit der bisherigen Politik zum großen Teil zufrieden waren. Spannend bleibe es, zu erfahren, wie sich die Stadtverordnetenversammlung zusammensetze, so Hufgard, und ob der Bürgermeister seine Wahlversprechen einhalte. Der Bürgermeisterkandidat und Vorsitzender seiner Partei WIK gab offen zu, dass er das Ergebnis enttäuschend fände. Da er jedoch Chancen habe, ins Stadtparlament gewählt zu werden, würde er weiter darum kämpfen, Kelsterbach besser zu machen.

Auch Wiegands Chancen stehen gut, als Parteivorsitzender direkt ins Stadtparlament gewählt zu werden. Bei der Podiumsdiskussion (des Freitagsanzeiger vor der Wahl, Anm. der Redaktion) habe man gemerkt, dass alle drei Kandidaten nicht sehr weit auseinander liegen würden. Er erwarte daher, dass die Themen jetzt auch angegangen werden, wie beispielsweise die Bürgerbeteiligung und die Entwicklung der Stadtmitte. Ihm sei nun vor allem an einer guten Kooperation mit der SPD gelegen, so Wiegand.

Auf die Frage, wie er den Wahlkampf unter Corona-Bedingungen erlebt habe, sagte er, alles sei anders verlaufen, als es geplant war. „Corona hat alles hinfällig gemacht.“ Doch er sei sich sicher, auf Grund der vielen Antworten auf seine Wunschkartenaktion aus dem letzten Herbst, viele Menschen erreicht zu haben.

Idriz Koustar war bei der Podiumsdiskussion nicht anwesend und auch der Einladung ins Rathaus nicht gefolgt.

Was sagt der Bürgermeister

Der sichtlich gelöste Manfred Ockel sagte, es sei nicht einfach, bei vier Kandidaten im ersten Wahlgang direkt eine Mehrheit zu bekommen. Allerdings habe es im Vorfeld der Wahl auch keine große Wechselstimmung gegeben und so habe er Hoffnung gehabt.

Auch er empfinde eine inhaltliche Nähe zu den Schwerpunktaufgaben bei allen drei anwesenden Kandidaten. Es habe keine großen Differenzen gegeben, so der Bürgermeister. Lediglich bei der Schwerpunktsetzung habe jeder Kandidat andere Prioritäten gesetzt. Mobilität, Klimaschutz, Wohnraum, Wirtschaftsförderung, Gewerbeentwicklung, Schulbildung und Kitas, das waren die großen, den Wahlkampf beherrschenden Themen. Er sei ebenso gespannt, wie die Endergebnisse aussehen, so Ockel. Doch eins sei sicher: „Die Arbeit wird am Montag ganz normal weitergehen“.

(Text und Bilder ana)