von links: Rinku Skarma, Levi, Jonas, Jakob und Sigi.
Jugendliche aus Kelsterbach haben beim ersten Anlauf in der „First Lego League Challenge“, einem Robotik-Wettbewerb für Kinder und Jugendliche, erfolgreich abgeschnitten: Ein vierköpfiges Team aus Zehn- bis Vierzehnjährigen hat im Februar am Regionalwettbewerb Wiesbaden/Taunusstein teilgenommen und nach nur drei Monaten Vorbereitung das Viertelfinale erreicht. „Das ist kein glücklicher Treffer, das ist ein richtig starkes Ergebnis“, sagt Rinku Sharma, der Leiter des „Robotic Club“ im digitalen Stadtlabor KelsterLab.
Beim „Unearthed Robot-Game“ galt es, das Spielfeld, das eine archäologische Ausgrabungsstätte darstellte, zu erkunden und vorsichtig Artefakte auszugraben und zu bergen. Zunächst einmal musste ein Roboter entworfen und konstruiert sowie eine Aufgabenstrategie entwickelt werden. Dabei war zu entscheiden, welche der vorhandenen 15 Aufgaben der Roboter angehen und in welcher Reihenfolge er sie in der zur Verfügung stehenden Spielzeit von 2,5 Minuten erledigen sollte. Das Team musste herausfinden, welche Anbauten und Programmierungen dafür benötigt wurden. Die Programmierung des autonomen Roboters haben die Kinder auf Tablet-Computern mit einem speziellen Programm vorgenommen, das die verschiedensten Aktionen zur Auswahl stellte. Zu den Aufgaben, die der Roboter bewältigen musste, gehörte es beispielsweise, Objekte zu verändern, Mechanismen zu aktivieren oder Gegenstände in vorgegebene Zielgebiete zu bringen.
Im KelsterLab haben die Kinder und Jugendlichen im Team an dem Roboter gebaut und ihn regelmäßig trainiert. Wie in einem Tech-Projekt galt es, den Roboter zu konstruieren, zu programmieren und zu testen, Fehler zu finden und den Apparat zu verbessern. Drei Monate sind in der Robotik nicht viel Zeit. Umso beeindruckender ist, wie schnell das Team die Grundlagen erlernte und als Einheit funktioniert hat.
Am Wettbewerbstag zählt nicht nur, ob der Roboter funktioniert. Mitentscheidend ist auch, ob man unter Druck ruhig bleibt, ob die Abläufe sitzen und ob man als Team präzise kommuniziert. Genau hier hat sich die Arbeit im KelsterLab ausgezahlt: Die Jugendlichen waren gut vorbereitet und haben ihre Leistung erbracht, als es darauf ankam.
„Bei der ersten Teilnahme gleich das Viertelfinale zu erreichen, zeigt vor allem eins: Wenn junge Leute die Chance bekommen, Technik praktisch zu erleben, wachsen sie schnell über sich hinaus“, zieht Sharma ein zufriedenes Resümee. Für das Team rund um das KelsterLab ist das ein Grund, stolz zu sein. Und das gilt natürlich in erster Linie für die Kinder und Jugendlichen, denn sie haben bewiesen, dass sie komplexe Aufgaben lösen, im Team arbeiten und auf Wettbewerbsniveau performen können.
Im Robotic Club des KelsterLab treffen sich jeden Mittwoch um 15 Uhr aktuell neun Jungs, um an ihren Roboter-Projekten zu tüfteln. Weitere Interessierte – insbesondere Mädchen – sind jederzeit herzlich willkommen, einmal hineinzuschnuppern. Die Teilnahme ist kostenlos. Fragen zum Robotic Club oder zum digitalen Stadtlabor KelsterLab beantwortet das Team Smart City Management der Stadtverwaltung, E-Mail digitalisierung@kelsterbach.de. (ka/wö)