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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 12/2021
Seite 4
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Sanierter Wirtschaftsweg zwischen Trebur und Groß-Gerau

Gut in Schuss für den Radverkehr

KREIS GROSS-GERAU - Zwischen Groß-Gerau und Trebur verlaufen mehrere Radrouten des Kreises sowie eine Regionalparkroute auf einem landwirtschaftlichen Weg. Dieser ist auch für den Alltagsradverkehr interessant, da die Strecke zwischen Trebur und Groß-Gerau kürzer ist als die Strecke, die man mit dem Pkw zwischen beiden Orten zurücklegt. Hier hat der Radverkehr entscheidende Reisezeitvorteile und ist durchaus konkurrenzfähig gegenüber dem Pkw.

Durch Belagsverbesserungen auf diesem Weg haben Bürger*innen nun ein Argument mehr, auch im Alltag stärker aufs Rad zu setzen: Denn der Wirtschaftsweg zwischen Groß-Gerau und Trebur wurde kürzlich unter Beteiligung der Regionalpark Südwest gGmbH und mit Fördermitteln des Landes Hessen zwischen den ehemaligen Zuckerteichen und dem Hundeverein in Trebur auf einer Länge von rund 2,1 Kilometern komplett erneuert.

„Viele unangenehm zu befahrende Stellen, gebrochene Betonplatten und stehendes Wasser hatten die Nutzung des Wegs, der gleichermaßen dem Alltags- und Freizeitradverkehr dient, zuletzt stark erschwert“, sagt Manfred Ockel, Geschäftsführer der Regionalpark RheinMain Südwest gGmbH, die die Planungskosten für das Projekt übernommen hat.

Der vorhandene Asphalt- und Betonplattenbelag, der besonders an den Rändern große Schäden aufwies, wurde ausgebaut. Jetzt erhielt der Weg eine hydraulisch gebundene Tragschicht. Rund 270.000 Euro hat der Bau gekostet. Das Land gewährt einen Zuschuss in Höhe von 70 Prozent, die restlichen Baukosten übernimmt der Kreis Groß-Gerau.

Landrat Thomas Will zeigte sich bei einem Ortstermin am Montagvormittag zufrieden mit dem grundhaft erneuerten, drei Meter breiten Wirtschaftsweg. „Unser Ziel ist es, auch in den kommenden Jahren alle bereits vom Alltagsradverkehr stark frequentierten Verbindungen sicher auszubauen und für Radfahrende nutzbar zu machen“, sagte er. Einige dieser Projekte befinden sich bereits in der Planung.

Auch wenn im Alltags- und Berufsverkehr der Pkw nach wie vor eine dominante Rolle einnimmt, zeigen doch die aktuellen Entwicklungen, dass in Zukunft noch mehr Menschen das Rad auch für alltägliche Wege nutzen werden. Darauf möchte der Kreis mit dem Vorhalten einer guten Radverkehrsinfrastruktur vor allem auf den wichtigen, überörtlichen Verbindungen gut vorbereitet sein.

Vom guten Zustand des frisch sanierten Wirtschaftswegs zwischen Groß-Gerau und Trebur - der Teil der Kreisradroute 14 und der Regionalparkroute ist - überzeugten sich am Montag (von links) Landrat Thomas Will, Manfred Ockel, Geschäftsführer der Regionalpark RheinMain Südwest gGmbH, Franziska Knaack, Radverkehrsbeauftragte des Kreises Groß-Gerau, und Sabine Kaus-Schmidt als Beigeordnete der Gemeinde Trebur.