(dn) Nichts zu holen gab es für die beiden Seniorenteams der Viktoria. Beide Mannschaften verloren ihre jeweiligen Auswärtsspiele, zeigten dabei aber ganz unterschiedliche Leistungen.
Den Anfang machte diesmal die Erste Mannschaft. Sie gastierte beim Spitzenteam in Weilbach, wo sich die Viktoria schon immer schwergetan hatte. Trainer Patrick Schmidt musste seine Mannschaft wieder einmal verändern. Für Stammtorwart Altoe (Verdacht auf Bandscheibenvorfall) rückte Tristan Kieweg zwischen die Pfosten. An dieser Stelle kann jetzt schon erwähnt werden, dass er der beste Viktorianer war an diesem sonst eher trostlosen Sonntagnachmittag aus Viktoria-Sicht. Auch Langelotz senkte den Daumen während des Warm-ups und Karnapke musste schon früh im Spiel wieder angeschlagen raus. Nicht gerade förderlich für eine nicht allzu sattelfeste Mannschaft.
Zum Spiel: Die Gastgeber ergriffen sofort die Initiative und die Viktoria fand nicht so recht in die Begegnung. Während des gesamten Spiels war man immer einen Schritt zu spät und kam nie so recht in die Zweikämpfe, vom Kombinationsspiel ganz zu schweigen. Nach 18 Minuten konnte Knezevic frei an Kieweg vorbei einschieben. Mit der Führung im Rücken zeigten sich die Weilbacher variabel und gefährlich. Torhüter Kieweg konnte sich gleich mehrfach auszeichnen. Kurz vor der Pause kam dann der wohl vorentscheidende Knock-out für die Viktoria. Aus jeweils abseitsverdächtiger Position schraubten die Gastgeber das Ergebnis auf 3:0.
Im zweiten Abschnitt schalteten dann die Hausherren etwas zurück und wechselten durch. Nach zwei ausgelassenen Chancen, die aus nächster Distanz übers Tor geschossen wurden, sowie einigen weiteren Paraden von Kieweg, folgte in der 70. schließlich noch der vierte Treffer. Auf der anderen Seite herrschte an diesem Nachmittag völlige Harmlosigkeit. Ein Schuss von Azzouzi an die Oberkante des Fangnetzes (62.) war der bis dahin einzige Torschuss. An diesem Nachmittag klappte offensiv rein gar nichts und die Spieler versuchten schwerste Sachen, ohne dass die einfachsten klappten. Erst in der Schlussphase, als sich einige Fehler bei den Hausherren einschlichen, wurde die Viktoria gefährlich. Ein Freistoß von Kaltenmark konnte der Weilbacher Schlussmann parieren (88.), ebenso einen Versuch von Placzek von der Mittellinie. Die anschließende Ecke verwandelte Placzek direkt von der rechten Seite ins lange Eck. Ein schwacher Trost für eine dünne Leistung an diesem Nachmittag von der ganz in Rot spielenden Mannschaft.
Da die Konkurrenz erfolgreicher war, dürfte das Spiel gegen den FSC Eschborn am kommenden Sonntag, den 22.03.2026, fast schon ein Endspiel im Kampf um den Klassenerhalt sein. Anstoß ist diesmal um 15:00 Uhr.
Aufstellung: Kieweg – Siegfanz, Döringer, Bosehmad, Karnapke (11. Koutsos) – Rüdinger (69. Sivonjic), Kaltenmark, Conradi (71. Megarisiotis), Kleiner - Placzek