Die anwesenden Besucherinnen und Besucher lauschten interessiert den Fachvorträgen zum Thema Photovoltaik.
Am Dienstagabend hatte das städtische Team Nachhaltigkeit zu einem Photovoltaik-Infoabend ins Fritz-Treutel-Haus geladen. Rund 45 Interessierte waren in den Bürgersaal gekommen, um sich über Möglichkeiten zu informieren, mit Hilfe von Photovoltaik-Anlagen eine gewisse Autarkie vom Strommarkt zu erreichen und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Unterstützt wurden die städtischen Mitarbeiter Heiko Langelotz und Maximilian Barth von Vertretern des Unternehmens bosSolar, sowie der Bürgerenergie Untermain eG, mit der die Stadt Kelsterbach beim Bau der neuen Karl-Treutel-Schule eine PV-Anlage auf dem Dach der Turnhalle realisiert hat.
Marcel Schupp von der Firma Schupp Elektrotechnik, die mit bosSolar zusammenarbeitet, erklärte in seiner Präsentation anschaulich und gut verständlich, wie Photovoltaikanlagen funktionieren und was für die fachgerechte Installation benötigt wird. Schupp stellte verschiedene Arten von Anlagen vor und erläuterte zusätzliche Möglichkeiten, wie der erzeugte Strom genutzt werden kann, zum Beispiel für Elektroautos.
Nach diesen praktischen Tipps ging Reinhard Ebert von der der Bürgerenergie Untermain eG auf die theoretischen Aspekte der Installation von PV-Anlagen ein. So ging es bei seiner Präsentation unter anderem um die Auswirkungen des im Februar 2025 in Kraft getretenen Solarspitzengesetztes und anderer energierelevanter Gesetze für Betreiber von PV-Anlagen. Der Vortrag ging auf diesbezüglich wichtige Punkte wie die Einführung von Smart Metern und Steuerboxen für neue Anlagen ab 7 Kilowatt, die Begrenzung der Einspeisung auf 60 Prozent der installierten Leistung und die wirtschaftlichen Anreize für Eigenverbrauch durch Stromspeicher ein. Zudem erläuterte Ebert die Auswirkungen negativer Strompreise und die Unterschiede zwischen Bestands- und Neuanlagen.
Im Anschluss an die Fachvorträge konnten die Besucher Fragen stellen. Dabei zeigten die Anwesenden großes Interesse an dem Thema Ost/West Ausrichtung von Anlagen, die eine gleichmäßige Verteilung der Stromerzeugung über den Tag ermöglicht, sowie an verschiedenen Anschlussmöglichkeiten und an Balkonkraftwerken.
Langelotz und Barth freuten sich über das große Interesse der Besucherinnen und Besucher und erklärten, dass solche Infoabende hilfreich seien, um wichtige Themen wie Energie und Klimaschutz verständlich zu erklären. Es können konkrete Informationen vermittelt und Fragen direkt geklärt werden. Besonders Photovoltaik-Veranstaltungen zeigen, wie man selbst Strom erzeugen und Kosten sparen kann. Dadurch werde die Energiewende vor Ort greifbar und leichter umsetzbar.
Weitere Veranstaltungen des Teams Nachhaltigkeit sind bereits in Planung. Neben zwei Clean Up Days am 09. Mai und 22. August wird am Mittwoch, 21. Oktober, ein Infoabend zum Thema Kommunale Wärmeplanung stattfinden.