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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 14/2020
Seite 2
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Einigkeit bei Verlängerung der Maßnahmen

Gemeinsam mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel verständigten sich am Mittwoch die Vertreter der Länder auf eine Verlängerung der seither beschlossen Maßnahmen wegen der Corona-Krise bis nach den Osterferien. Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier trat vor die Presse und erläuterte die Gründe für diese kollektive Entscheidung.

Von großer Einigkeit gezeichnet wäre die Beratung einer Reihe von Punkten gewesen, eröffnete Bouffier, der in der Folge eine Bewertung für Hessen vornahm. Ausgehend vom Zahlenwerk für Deutschland, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vorstelle, unterscheide sich die Entwicklung in Hessen nicht wesentlich. Bei rund 3.700 bestätigten Infektionen könne man von einer vergleichsweise moderaten Entwicklung sprechen, die aber keine generelle Einschätzung zulasse. Der Ministerpräsident betonte, dass die Ausbreitung noch zu rasch voranschreite, daher sei eine Eindämmungsstrategie der Grund an den bisher getroffenen Entscheidungen festzuhalten. In diesem Zusammenhang appellierte der Landeschef einmal mehr, dass jede mögliche Kontaktvermeidung unter strenger Beachtung der bekannten Hygienevorschriften einzuhalten sei. Daher stufte er den Verzicht auf die üblichen Urlaube sowie Familien- und Freundschaftsbesuche während der Osterzeit für unumgänglich ein. Einen weiteren herben Einschnitt gäbe es im Bereich der Altenpflege, verkündete Bouffier mit Bedauern. In diesem Bereich sei eine hohe Infektionsgeschwindigkeit zu verzeichnen, was die Verantwortlichen bewog ein Besuchsverbot vorzuschreiben. Dies ginge ans Herz und sei schwer gefallen, aber alte Menschen mit schwächeren Abwehrkräften dürften nicht gefährdet werden, so die Begründung. Zur Maskenpflicht hingegen scheint es bei den Bundesländern keine Mehrheit zu geben. Modelle, die wirklich umfassend schützen, sollen dem Gesundheitssystem vorbehalten bleiben, hieß es erläuternd. Nach den Osterferien geht es dann in eine weitere Beratungsrunde. Damit verbindet Bouffier die Hoffnung, dass eine Lageeinschätzung, vor allem seitens des Robert-Koch-Institus, die Grundlage für eine Rückkehr zur Normalität bilden könne.(Ts)