(dn) Vor dem Spiel schienen die Rollen klar verteilt. Die Viktoria reiste wieder einmal arg personell gebeutelt zum Tabellenführer nach Zeilsheim und viele, die es mit der Viktoria halten, ahnten wohl nichts Gutes, doch es sollte wahrlich anders kommen.
In Abwesenheit von Cheftrainer Schmidt coachten der scheidende sportliche Leiter Daniel Niedermann zusammen mit Spieler Meba Karnapke die verbliebenen 14 Akteure.
Zum Spiel: Wie erwartet übernahmen zunächst die jungen Zeilsheimer das Kommando und drückten die Viktoria in ihre eigene Hälfte. Doch die Erste verteidigte kompakt und ließ zunächst wenig zu. Offensiv lief aber bis auf einen Schuss von Kleiner (11.) wenig zusammen. Gerade als man besser ins Spiel gefunden hatte, erzielte El Abbassi (20.) nach einer Unachtsamkeit in der Hintermannschaft die Führung für die Heimelf. Doch die Viktoria ließ sich diesmal nicht beirren und schaffte durch einen Ballgewinn im Pressing den schnellen Ausgleich durch Felix Conradi in der 23. Minute. Allerdings währte die Freude über den Treffer nicht lange, denn nur 120 Sekunden später konnten die Hausherren erneut in Führung gehen. Im Anschluss an die Zeilsheimer Führung entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Der heute deutlich verbesserte Bosehmad hätte per Kopf in der 34. Minute ausgleichen müssen, doch sein Kopfball nach Freistoß von Conradi ging knapp neben das Tor.
Nach dem Seitenwechsel konnte die Viktoria diesmal sogar noch eine Schippe drauflegen und zeigte endlich wieder Kampfgeist, aber auch ansehnliche Kombinationen. Gepaart mit dem eigentlich nötigen Spielglück in den kniffligen Situationen wollte der Ausgleichstreffer jedoch einfach nicht fallen. So bot sich dem eingewechselten Megarisiotis gleich zweimal die Ausgleichsmöglichkeit, doch der junge Angreifer schaffte es nicht, aus jeweils kurzer Distanz den Torwart zu überwinden (50. & 71.). Auf der anderen Seite verhinderte Torwart Tristan Kieweg mit einigen Paraden den wohl endgültigen Knock-out. Zudem kullerte ein Abpraller von Rüdinger neben das Zeilsheimer Tor (86.). In der nur zweiminütigen Nachspielzeit schafften es dann die Untermainer nicht mehr, den Ball noch einmal klar vor das Tor der Hausherren zu bringen, sodass es am Ende bei einem schmeichelhaften Erfolg für den Tabellenführer blieb und die ein oder andere Fußballweisheit mal wieder zum Tragen kam.
Fazit: Die Leistung macht dennoch Mut, dass nach der Osterpause endlich wieder gepunktet werden kann. Einsatz, Teamgeist und Einstellung stimmten, nur das Tor für Zählbares wollte einfach nicht fallen. Doch bei allem Positiven dürfen alle Beteiligten die Augen vor der aktuellen Situation nicht verschließen.
Nächstes Heimspiel gegen den FC Schwalbach, am Sonntag, den 12. April um 13:15 Uhr.
Aufstellung: Kieweg – Ouchan, Siegfanz, Bosehmad, Ramadan – Rüdinger, Conradi, Kleiner, Blum, Azzouzi – Langelotz (eingewechselt: Megarisiotis, Caprak, Karnapke).