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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 15/2026
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Landessozialministerin besuchte Fördergebiet Aussiger Straße

Ministerin Heike Hofmann (3. von rechts) besichtigte das Viertel Aussiger Straße zusammen mit (von links) Bettina Weise (Stadtverwaltung), Jürgen Schindler (GBK), Lars Laun (GBK), Sebastian Mack (Stadtverwaltung), Bürgermeister Manfred Ockel, Noureddine Bejjati (Stadtverwaltung) und Axel Hechler (Caritas).

Im vergangenen Dezember hatte Kelsterbachs Bürgermeister Manfred Ockel aus den Händen der hessischen Sozialministerin Heike Hofmann den Förderbescheid zur Entwicklung des Wohnquartiers Aussiger Straße im Rahmen des Förderprogramms Sozialer Zusammenhalt entgegengenommen, in der vergangenen Woche nun kam die Ministerin nach Kelsterbach, um sich vom Fördergebiet ein eigenes Bild zu machen. Ockel empfing Hofmann zunächst im Rathaus, zugegen waren außer Mitarbeitern der Stadtverwaltung auch Lars Laun und Jürgen Schindler von der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Kelsterbach (GBK) sowie Axel Hechler vom Caritasverband Offenbach.

Der Bürgermeister stellte der Ministerin in einem Überblick die in Kelsterbach im Rahmen des Programms Sozialer Zusammenhalt geförderten Quartiere vor. So sind seit dem Jahr 2014 insgesamt 85 Millionen Euro in das Quartier Mainhöhe, dessen Wohnbebauung der Nassauischen Heimstätte gehört, investiert worden. 160 Wohnungen wurden saniert und 237 neue Wohnungen, davon 77 Sozialwohnungen, gebaut. Der öffentliche Raum inklusive der Grün- und Freiflächen wurde umgestaltet und attraktiviert, ein Bürgertreffpunkt dient als sozialer Mittelpunkt. Die Bewohner der Mainhöhe sind in den Planungs- und Gestaltungsprozess miteinbezogen worden und kümmern sich nun weiter aktiv um ihr Wohnviertel. „Wir haben im Quartier dank dem Land Hessen in den letzten zehn Jahren viel erreicht", zog Ockel zufrieden ein Fazit.

Ministerin Hofmann bezeichnete das Förderprogramm Sozialer Zusammenhalt als einen großen Erfolg, hätten doch alle Anträge positiv beschieden werden können. In Hessen würden aktuell 26 Fördergebiete in 22 Kommunen mit 27,2 Millionen Euro gefördert. Insbesondere steht die Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial strukturschwacher oder benachteiligter Stadt- und Ortsteile im Fokus. Ziel ist es, die Wohn- und Lebensqualität sowie die Nutzungsvielfalt in den Quartieren zu erhöhen, die Integration und Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen zu unterstützen und den Zusammenhalt in der Nachbarschaft zu stärken. Die Fördermittel stellen das Land Hessen und der Bund zur Verfügung.

Eine Erfolgsgeschichte soll nun auch das Wohnviertel Aussiger Straße erleben. Die Stadt Kelsterbach will es zusammen mit dem Eigentümer GBK weiterentwickeln, um neuen kostengünstigen Wohnraum zu schaffen und das soziale Miteinander im Quartier stärker zu entfalten. Die Verbesserung der sozialen und kulturellen Infrastruktur sowie die Etablierung von ergänzenden Angeboten soll nicht nur die Lebensqualität der Bewohner anheben, sondern auch die Attraktivität der Stadt Kelsterbach als Wohnstandort steigern. Kelsterbach kann für das Projekt Aussiger Straße zehn Jahre lang Fördermittel aus dem Programm abrufen, bisher sind 356.000 Euro bewilligt worden.

GBK-Vorstandsvorsitzender Lars Laun bekräftigte, die Baugenossenschaft wolle das Quartier Aussiger Straße in die Hand nehmen, um für die Mieter etwas Gutes zu erreichen. Angesichts der vielen versiegelten Flächen, aber auch der vorhandenen Freiflächen, sehe er Potential zur Umgestaltung.

Im Anschluss an die Besprechung im Rathaus begab sich die Gruppe zur Aussiger Straße und machte einen kurzen Rundgang durch das Quartier. Dass Handlungsbedarf, aber auch gute Chancen zu einer positiven Weiterentwicklung des in den 70er Jahren erbauten Viertels bestehen, war der einhellige Eindruck der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. (wö)