Der Brunnen wurde mit schwerem Gerät gebohrt.
Auf dem Parkplatz des Sportparks hat die Firma Drillexpert in den vergangenen beiden Wochen im Auftrag der Stadt Kelsterbach mit schwerem Spezialgerät tief ins Erdreich gebohrt. Ziel war es, etwa 40 Meter tief in den Untergrund vorzustoßen und Grundwasser zu erschließen, das eventuell einmal eine große Wärmepumpe mit Energie versorgen könnte. Die Bohrmaschine baggerte mit einer kleinen Schaufel das Erdreich aus und beförderte es aus dem Brunnenschacht, gleichzeitig wurde eine Stahlröhre mit 88 Zentimeter Durchmesser – das Gehäuse des Brunnens – in den Boden getrieben. Ab einer Tiefe von mehr als 30 Metern erschwerte feiner Sand die Arbeiten, weil er immer wieder in den Schacht nachdrückte. Mittels zugeführten Wassers wurde der Druck auf den Sand erhöht und der Schacht weiter nach unten getrieben.
Als Mitte dieser Woche die vorgesehene Tiefe erreicht wurde, ist eine 30 Zentimeter Durchmesser aufweisende Kunststoffröhre eingesetzt worden, die im unteren Teil ein Millimeter feine Schlitze hat, durch die das Grundwasser eindringen kann. Um den Sand so weit als möglich abzuhalten, wurde das Rohr ringsum mit Filterkies ummantelt. Durch das Rohr wird nun das Wasser im Rahmen des Testbetriebs nach oben gefördert. Dabei soll sich herausstellen, ob der Betrieb einer Wärmepumpe, die das gesamte Sportparkareal und eventuell auch angrenzende Wohngebäude mit Wärme versorgt, mithilfe der Grundwasserwärme möglich ist. (wö)