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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 18/2026
Seite 2
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Schlauchturm der Freiwilligen Feuerwehr Kelsterbach abgerissen

Am Montag starteten die Abrissarbeiten am alten Schlauchturm.

Schnell war das Flachdach des Turms Geschichte.

Nach etwa einer Stunde war schon ein großes Stück des Turms abgerissen.

 

Im Rahmen des städtischen Projekts zum Neu- und Umbau des in den 1970ern errichteten Feuerwehrhauses laufen bereits seit Februar 2026 die Abbruch- und Entkernungsarbeiten am Standort durch die Firma Eckert Erdbau und Industrieabbruch GmbH. Nachdem das Kellergeschoss sowie das Erdgeschoss der Bestandsgebäude komplett entkernt und die alte Fahrzeughalle rückgebaut wurde, begann am Montag der Abriss des markanten Schlauchturms.

Der 24,5 Meter hohe Turm war im Jahr 1974 in Stahlbeton-Massivbauweise errichtet worden. Bis zur Anschaffung einer modernen Schlauchpflege- und Trocknungsanlage vor über zehn Jahren wurden in dem Turm die Schläuche nach Einsätzen und Übungen getrocknet. Bis zuletzt diente er noch als Übungsturm, beispielsweise für Leiterübungen oder zur Simulation eines Treppenhauses beim Einsatz von Atemschutzgeräten.

Mittels eines Hydraulik-Baggers mit 26 Meter langem Arm und 2,3 Tonnen schwerer Schere startete der Abriss des Turms an dessen Flachdach. Bauleiter Matthias Mohr berichtet, dass besonders der Anfang etwas knifflig sei. Vor besondere Herausforderungen stelle der Turm die im Abriss solcher Bauwerke geübte Firma aber nicht. Etwa nachdem die Hälfte des Turms abgerissen sei, könne dann für den restlichen Rückbau eine größere, 4,1 Tonnen schwere Schere zum Einsatz kommen. Für besonders hartnäckige Stellen stehe zudem ein Meißel-Aufsatz für den Hydraulik-Bagger bereit. Insgesamt seien zwei bis drei Tage für die Arbeiten veranschlagt, so Mohr.

„Es ist zwar traurig, denn der Turm hatte einen hohen symbolischen Wert. Aber der Abriss macht deutlich, dass es hier endlich vorangeht“, so Stadtbrandinspektor Christian Rolle. Einen neuen Schlauchturm werde es an dem neuen Feuerwehrhaus nicht geben, wohl aber einen Übungsturm, der allerdings etwas kleiner sein werde. „Für unsere Übungen wird der neue Turm aber deutlich vielschichtiger sein und uns Möglichkeiten bieten, die wir bislang für unsere Trainings- und Einsatzvorbereitungszwecke nicht hatten“, erklärt Rolle weiter.

Mit dem Abriss des Schlauchturms ist der letzte große Teil dessen, was für den Neu- und Umbau des Feuerwehrhauses vorbereitet werden muss, geschafft. Es folgen noch kleinere Abbrucharbeiten, nach denen im Juni die Baufeldübergabe an den bereits beauftragten Generalunternehmer zur weiteren Umsetzung der Neubaumaßnahme erfolgt.

(sb)