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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 19/2018
Seite 2
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Es lebe die Freiheit!

Ausstellung in der Stadtbibliothek

Die Stadt- und Schulbibliothek zeigt vom 9. Mai bis zum 8. Juni die Ausstellung „Es lebe die Freiheit! Jugendliche gegen den Nationalsozialismus“ des Studienkreises Deutscher Widerstand 1933-1945 in ihren Räumen.

„Es lebe die Freiheit!“ Das waren die letzten Worte von Hans Scholl, einem der Mitglieder der „Weißen Rose“, bei seiner Hinrichtung am 22. Februar 1943 in München.

Von mutigen Jugendlichen wie ihm handelt die Sonder-Ausstellung des Studienkreises Deutscher Widerstand 1933-1945, die seit einigen Jahren durch die Bundesrepublik wandert. Sie dokumentiert, was junge Leute antrieb und zeigt, warum Jugendliche mit Leidenschaft für ihre Werte und Freiheit starben. Wie Hans und seine Schwester Sophie Scholl von der „Weißen Rose“.

Viele junge Menschen verfielen den Ideen des NS-Regimes. Nur eine Minderheit zeigte den Mut an bestimmten Punkten "Nein" zu sagen und/oder Widerstand zu leisten. Diese jungen Menschen entstammten verschiedenen sozialen und politischen Milieus entstammen, die in unterschiedlichster Form den Vorgaben des Regimes nicht folgten oder in ganz verschiedenen Formen Widerstand leisteten, widmet sich diese Ausstellung.

In einer leicht verständlichen Sprache werden die Motive und die Aktionen der Jugendlichen auf 26 Tafeln dargestellt. Einzelne Biographien bringen den Betrachtern die Lebensläufe von jungen Kommunisten, Sozialdemokraten, Zeugen Jehovas, Juden oder ursprünglich unpolitischen jungen Menschen näher. Als Gruppen des Widerstands sind unter anderem die Edelweißpiraten, die weiße Rose und die Rote Kapelle vertreten.

Im Rahmen dieser Ausstellung findet ein geführter historischer Stadt-Rundgang durch Kelsterbach mit Harald Freiling am Dienstag, den 29. Mai um 17 Uhr statt. Harald Freiling war bis 2012 Lehrer an der IGS Kelsterbach und ist Autor zahlreicher Publikationen zur Geschichte der jüdischen Familien in Kelsterbach und zur Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg in Kelsterbach. Er ist Begründer der Initiativgruppe Stolpersteine in Kelsterbach.

Bitte melden Sie sich bei Interesse an der Führung unter stadtbibliothek@kelsterbach.de oder der Telefon-Nr.: 06107 - 773 556 an. (RE)