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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 19/2020
Seite 2
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Projekt Mehrgenerationenhaus wird fortgesetzt

Das Mehrgenerationenhaus Kelsterbach der Caritas wird auch über das Jahr 2020 hinaus vom Bund gefördert. Die Angebote bewähren sich in der Corona-Krise Kelsterbach.

„Das Mehrgenerationenhaus Kelsterbach hat nun endlich weitere Planungssicherheit und kann seine erfolgreiche Arbeit für die nächsten acht Jahre fortsetzen. Wie vom Bundesfamilienministerium bekannt gegeben, wird der Bund auch über 2020 hinaus das Bundesprogramm Mehrgenerationenhäuser fortführen und die bereits geförderten Mehrgenerationenhäuser auf Antrag ab 2021 weiter fördern. Das ist gerade in der aktuellen Zeit, in der fast alle Angebote und Einrichtungen geschlossen sind und viele nicht wissen wie es weitergeht, eine gute und wichtige Nachricht für Kelsterbach und den Kreis Groß-Gerau", berichtet der CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Sauer.

„In der aktuellen Corona-Krise zeigen die Mehrgenerationenhäuser ihre Stärke, auf besondere Situationen schnell reagieren zu können: Sie erbringen angepasste Hilfsangebote wie Telefonnetzwerke gegen Einsamkeit, Nachbarschafts- und Einkaufshilfen, Unterstützung von lokalen Tafeln für mittellose Menschen, Sorgentelefone und vieles mehr. Auch im Mehrgenerationenhaus Kelsterbach versuchen wir durch Telefonkontakte zu unseren regelmäßigen Besuchern die Kommunikation untereinander aufrechtzuerhalten", sagt Caritas-Mitarbeiterin Heike Krines, Koordinatorin Mehrgenerationenhaus Kelsterbach.

Caritasdirektorin Christiane Leonhardt-Içten ergänzt: „Gerade in Corona-Zeiten kommt es darauf an, dass sich die Generationen untereinander unterstützen und die Gemeinschaft zusammensteht. Niemand soll in der Krise allein gelassen werden. Dafür stehen die Mehrgenerationenhäuser mit ihren vielfältigen Aktivitäten. Durch das Programm konnten wir in Kelsterbach Strukturen für ein solidarisches Miteinander der Generationen aufbauen, die uns jetzt in der Krise zugutekommen."

„Das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus (2017 bis 2020) befindet sich im letzten Förderjahr. Viele Träger haben mit Spannung die Entscheidung erwartet, ob die Bundesförderung fortgesetzt wird - und wenn ja, unter welchen Bedingungen. Bislang wurde die Bundesförderung für vier Jahre bewilligt. Neu ist, dass die Bundesförderung nun über acht Jahre zugesagt wird. Fortgesetzt wird der erhöhte Bundeszuschuss von 40.000 Euro pro Jahr, den der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages erstmals für 2020 beschlossen hatte. Bis dato wurden die Mehrgenerationenhäuser mit 30.000 Euro pro Jahr und Haus gefördert", erklärt Axel Hechler, Caritas-Bereichsleiter für den Kreis Groß-Gerau und Leiter des Caritaszentrums Kelsterbach.

Das Mehrgenerationenhaus Kelsterbach ist eines von deutschlandweit 535 geförderten Häusern und eines von zwei vom Bund unterstützten Mehrgenerationenhäuser im Kreis Groß-Gerau. Insgesamt engagieren sich deutschlandweit mittlerweile fast 37.000 Freiwillige in den Mehrgenerationenhäusern, mit deren Hilfe über 21.000 Angebote umgesetzt und täglich mehr als 60.000 Menschen erreicht werden. Diese Zahlen verdeutlichen die große Bedeutung der Mehrgenerationenhäuser, vor allem in den strukturschwachen Regionen, in denen die Mehrzahl der Häuser liegt. Aber auch in den strukturstarken Regionen stellen sich die Mehrgenerationenhäuser den Herausforderungen, die von Ort zu Ort variieren und ganz unterschiedliche Maßnahmen erfordern. (caritas)