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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 19/2026
Seite 4
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Der Verkehr vor der Karl-Treutel-Schule macht Sorgen

In der konstituierenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung Ende April beantragte die HAK-Fraktion, einen Antrag kurzfristig auf die Tagesordnung zu setzen. Dem wurde einstimmig entsprochen.

In dem Antrag spricht die HAK davon, es bestehe im Bereich der neu eröffneten Grundschule (KTS) nach übereinstimmenden Rückmeldungen mehrerer Eltern eine erhebliche Gefährdung der Kinder bei der Überquerung der angrenzenden Straße. Die HAK fordert den Magistrat auf, die Verkehrssituation im Bereich der neu errichteten Grundschule umgehend zu analysieren und kurzfristig geeignete Maßnahmen zur sicheren Straßenquerung für Grundschulkinder umzusetzen. Dabei sei insbesondere zu prüfen und darzustellen, ob ein Zebrastreifen oder eine Ampelanlage möglich und erforderlich seien, welche weiteren verkehrsberuhigenden Maßnahmen in Betracht kämen, ob bereits Maßnahmen geplant seien und in welchem Zeitrahmen diese umgesetzt werden können.

Bürgermeister Manfred Ockel erklärte, die Verwaltung kümmere sich in Abstimmung mit der Schule bereits um das Problem. Ein Zebrastreifen sei schon angeordnet und werde zunächst provisorisch angelegt. Es sei dann zu prüfen, ob er dauerhaft eingerichtet werden könne. Er kritisierte das Verkehrsverhalten der Eltern der die Karl-Treutel-Schule besuchenden Schülerinnen und Schüler in deutlichen Worten. Obwohl aufgrund der guten Lage der Schule jedes Kind den Schulweg alleine, ohne Eltern, bewältigen könne, habe die Stadtpolizei bei mehreren Kontrollen teils schwere Verstöße der mit dem Auto vorgefahrenen Eltern gegen die Straßenverkehrsordnung beobachtet und sanktioniert. Kinder seien nicht angeschnallt gewesen, Kindersitze hätten gefehlt, es sei auf dem Gehweg geparkt oder in zweiter Reihe angehalten und der zum Ein- und Aussteigen vorgesehene Haltestreifen zu längerem Parken missbraucht worden. Die Stadtpolizei werde zusammen mit der Polizeistation Kelsterbach die Situation weiter kontrollieren und Ordnungswidrigkeiten sanktionieren, kündigte Ockel an.

Der Antrag der HAK wurde mehrheitlich angenommen. Einige Stadtverordnete, die mit Nein gestimmt hatten, machten hinterher deutlich, dass sie den Antrag nicht inhaltlich ablehnten, ihn aber für entbehrlich hielten, nachdem der Bürgermeister dargelegt hatte, dass sich die Verwaltung bereits um die Lösung des Problems kümmere. (wö)