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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 20/2019
Seite 3
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Beethoven und Bruckner in der Heiliggeistkirche zu Frankfurt

Zu seinem diesjährigen Jahreskonzert hat sich der International Choir Frankfurt (ICF) unter der Leitung von Tobias Landsiedel zwei spannende Werke für Chor, Soli und Orchester ausgesucht: Die Messe in C-Dur, op. 86 von Ludwig van Beethoven und das Te Deum, WAB 45 von Anton Bruckner. Die C-Dur Messe war eine Auftragsarbeit des Fürsten Nikolaus II. Esterhazy zum Namenstag seiner Frau Maria Josepha von Liechtenstein im Jahre 1807. Obwohl stark von den Messen seines Lehrers Joseph Haydn beeinflusst, schrieb Beethoven selbst über seine Arbeit, dass er sich dem Messetext auf eine Art genähert habe, „wie er noch wenig behandelt worden war“. So gilt die C-Dur Messe mit ihrer subjektiv- bekenntnishaften Tonsprache heute als modernes und zukunftsweisendes Werk, das für die Weiterentwicklung der Messkompositionen im 19. Jahrhundert bedeutsame Impulse gegeben und neue Maßstäbe gesetzt hat. Bruckners Te Deum wurde im Jahre 1886 nach jahrelangem Entstehungsprozess uraufgeführt. Damals wie heute gilt das Werk als die Krönung des Brucknerschen Schaffens und als eines der großen Chorwerke seiner Zeit. Er selbst bezeichnete das Werk als den Stolz seines Lebens. Neben den jungen Solisten, die teilweise Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe sind, wird die Kammerphilharmonie Frankfurt den Orchesterpart übernehmen. Durch ihre unkonventionelle Konzertformate in unterschiedlichen Besetzungen verstehen es die Musikerinnen und Musiker ihr Publikum stets neu für Klassische Musik zu begeistern.