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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 20/2020
Seite 2
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Corona: The jungle is out there

Hilfe im Regeldschungel

Mittlerweile existiert die vierte Verordnung zur Beschränkung sozialer Kontakte und des Betriebs von Einrichtungen und Angeboten aufgrund der Corona-Pandemie, die am 7. Mai 2020 beschlossen und am 9. Mai 2020 in Kraft getreten ist. Um den Überblick zu bewahren, bilden wir noch einmal die wichtigsten Regeln ab.

Auch die neue Verordnung zielt auf die Eindämmung des neuartigen SARS-CoV-2 Virus, das sich in kürzester Zeit weltweit verbreitet hat. Sie bestimmt kontaktreduzierende Maßnahmen zur Verlangsamung des Infektionsgeschehens und zum Schutz besonders vulnerabler Gruppen.

Was, Wie und Warum

Das SARS-CoV-2-Virus wird von Mensch zu Mensch durch sogenannte Tröpfcheninfektion aber auch die Aerosole (Mischung aus einem Gas und einer fein verteilten Flüssigkeit oder einem fein verteilten Feststoff, Bsp.: Dampf, Rauch und Nebel) übertragen. Durch die Einschränkung von Kontakten, und die Aufstellung verschiedener Abstands- und Hygieneregeln für diverse Einrichtungen, Betriebe und Angebote sollen Infektionsketten unterbrochen werden. Die Maßnahmen dienen dem Schutz der Gesundheit der Bevölkerung und sollen auch eine Überlastung des Gesundheitssystems und der in diesem Bereich beschäftigten Personen verhindern.

Regeln für Privatpersonen:

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Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren Person oder gemeinsam mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet.

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Bei Begegnungen mit anderen Personen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

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Öffentliche Verhaltensweisen wie gemeinsames Grillen oder Picknicken, sowie Tanzveranstaltungen sind unabhängig von der Personenzahl untersagt.

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Die Wahrnehmung von Kultur- und Bildungsangeboten sowie Zusammenkünfte und Veranstaltungen sind unter strengen Voraussetzungen erlaubt.

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Das Betreten des Publikumsbereichs von Verkaufsstätten ist nur gestattet, wenn für die gesamte Dauer des Aufenthaltes eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen wird.

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Gleiches gilt für die Nutzung des Öffentlichen Personen Nahverkehrs.

Zusammenkünfte und öffentliche Veranstaltungen:

Großzügigere Handhabungen sind nur in Bereichen möglich, in denen Verantwortliche weitergehende Schutzmaßnahmen ergreifen sowie die Einhaltung sicherstellen und überwachen müssen. Dazu gehören u.a. Bibliotheken, Museen oder Trauerfeierlichkeiten.

Hygieneregeln - Zusammenkünfte sind erlaubt, wenn:

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Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen, ausgenommen zwischen Angehörigen eines Hausstandes und evtl. des weiteren Hausstandes, zu jeder Zeit der Veranstaltung eingehalten wird, sofern keine geeigneten Trennvorrichtungen vorhanden sind; beim kurzfristigen Verlassen des Veranstaltungsraums darf dieser Mindestabstand ebenfalls nicht unterschritten werden.

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Keine Gegenstände zwischen Personen, die nicht einem gemeinsamen Hausstand und evtl. dem weiteren Hausstand angehören, entgegengenommen und anschließend weitergereicht werden.

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Aushänge zu den erforderlichen Abstands- und Hygienemaßnahmen gut sichtbar angebracht sind.

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Maximal eine Person je angefangener für den Publikumsverkehr zugänglicher Grundfläche von 5 Quadratmetern, sofern Sitzplätze eingenommen werden, im Übrigen von 10 Quadratmetern, in die betreffende Räumlichkeit eingelassen wird.

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Eine Teilnehmerliste, die Name, Anschrift und Telefonnummer enthält, zur Ermöglichung der Nachverfolgung von Infektionen unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen geführt wird.

Die Teilnehmerzahl darf 100 nicht übersteigen. In Ausnahmen kann die zuständige Behörde eine höhere Teilnehmerzahl gestatten, wenn sie eine kontinuierliche Überwachung der Einhaltung der Voraussetzungen gewährleisten kann.

Weitere Hygieneregeln für Verkaufsstätten und ähnliche Einrichtungen:

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Spielbereiche für Kinder werden gesperrt.

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Für die gesamte Dauer des Aufenthaltes muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Es kann jede Bedeckung vor Mund und Nase verwendet werden, die geeignet ist, eine Ausbreitung des Virus zu verringern, z. B. selbstgeschneiderte Masken, Schals, Tücher.

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Die Pflicht eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, gilt auch in Ladenstraßen von Einkaufszentren, überdachten Einkaufspassagen und auf Wochenmärkten. Aus Praktikabilitätsgründen muss eine Zugangssteuerung auf Wochenmärkten nicht erfolgen.

Hygienekonzepte, die den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts entsprechen:

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Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen sicherstellen, sofern sie nicht in einem Hausstand leben und evtl. dem weiteren Hausstand angehören, oder Trennvorrichtungen aufgestellt sind.

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Persönliche Nahkontakte vermeiden (zum Beispiel Händeschütteln oder Umarmung zur Begrüßung).

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Hygieneregeln einhalten (Händewaschen, Hust- und Nies-Etiquette).

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Hygieneartikel, insbesondere Desinfektionsmittel, zur Verfügung stellen.

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Mund-Nasen-Bedeckung tragen, falls es im Einzelfall notwendig ist.

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Regelmäßige Desinfektion von Händekontaktflächen (zum Beispiel Türklinken).

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Regelmäßiges intensives Lüften von Räumen, Bevorzugung von Kontakten im Freien

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Die Konzepte dienen zur Hygiene, Steuerung des Zutritts sowie Verlassen des Veranstaltungsorts (z. B. durch Leitsysteme und Wegeführungen) und der Vermeidung von Warteschlangen (z. B. durch elektronisches Platz- und Bezahlmanagement).

Bei Fragen können sich Bürger nach wie vor an die hessenweite Hotline für Fragen, Anliegen und Informationen zum Corona-Virus wenden (Tel.: 0800-555 4666 - täglich von 8 bis 20 Uhr) sowie über E-Mail an buergertelefon@stk-hessen.de.

(https://wirtschaft.hessen.de/presse; ana)