Rund 300 Gäste freuten sich darauf, an der Seniorenschifffahrt teilzunehmen.
Die Gatsby Walkers sorgten mit ihren musikalischen Einlagen für gute Laune.
Die Stimmung bei den Ausflüglern war trotz trüben Wetters bestens.
Das Schiff fuhr einen kleinen Umweg zum Biebricher Schloss, bevor es nach Mainz ging.
Auf zum Landgang!
Standesgemäß wurden die Gäste aus Kelsterbach von den "Mainzelmännchen" begrüßt.
Die Mainzer Altstadt lud zum entspannten Bummeln ein.
Der Mainzer Dom durfte auf der Tour natürlich nicht fehlen.
Das Team der DLRG Kelsterbach half beim Ein- und Aussteigen.
Bürgermeister Manfred Ockel (r) und Kulturamts-Mitarbeiterin Aenny Dietrich (Mitte) gratulierten Martin Schäfer zum Hauptgewinn beim Kreuzworträtsel.
Der Volkschor Kelsterbach gab auf der Rückfahrt einige Lieder zum Besten.
In der vergangenen Woche hatte die Stadt zur 52. Seniorenschifffahrt geladen. Rund 300 Kelsterbacherinnen und Kelsterbacher waren am frühen Mittwochvormittag zur Anlegestelle in Höhe des Hotels Grüner Baum gekommen, um mit der „Nautilus“, dem größten Schiff der Flotte der Frankfurter Primus-Linie, in die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz zu fahren. Um kurz nach acht Uhr startete das Schiff und machte sich auf den Weg den Main hinab in Richtung des Rheins.
Anders als im vergangenen Jahr schien es Petrus mit der Reisegruppe nicht so gut zu meinen. Nasskaltes Wetter begleitete die Ausflügler, so dass das ansonsten so beliebte Sonnendeck dieses Mal nur von ein paar wenigen Hartgesottenen aufgesucht wurde. Die übrigen Gäste machten es sich auf den beiden Innendecks gemütlich und genossen dort ein „Matrosen-Frühstück“, während das Schiff bei Eddersheim die erste Schleuse passierte.
Da Bürgermeister Manfred Ockel erst bei der Rückfahrt mit an Bord kam, übernahm Stadträtin Katja Ehrlich die Begrüßung der Gäste. Sie dankte den vielen Helfern, die für den reibungslosen Ablauf und die Sicherheit der Passagiere sorgten. Neben der Crew der Nautilus waren dies ein Team der DLRG-Kelsterbach, sowie zwei Mitarbeiter der Veritas Ambulanz. In Vorbereitung auf die Seniorenschifffahrt habe sie einen Zeitungsartikel aus dem Jahr 2018 gelesen, sagte Ehrlich. Auch damals sei es verregnet und kalt gewesen. Doch sie sei sich sicher: „Wir lassen uns vom Wetter nicht die Laune verderben.“ Diesen positiv stimmenden Grußworten schloss sich Lorenz Winson, Leiter des für die Organisation der Schifffahrt verantwortlichen städtischen Kulturamts, an: „Wir hoffen, dass wir Ihnen einen angenehmen Tag auf dem Wasser bereiten können.“
Dazu beitragen konnte das musikalische Begleitprogramm in Person von Ralf Olbrich, Peter Reimer und Jakob Schmitt, die als „Gatsby Walkers“ einen Hauch 20er-Jahre-Flair an Bord verbreiteten. Mit einer Mischung aus Jazz, Pop und Filmmusik, dargeboten mit Saxofon, Resonatorgitarre, Waschbrett und Gesang, sorgten die drei sympathischen Musiker dafür, dass die Stimmung auf den Decks trotz des trüben Wetters sehr ausgelassen und fröhlich war. Ebenfalls positiv angenommen wurde ein Kreuzworträtsel, an dem die Mitreisenden für jeweils einen Euro teilnehmen konnte. Der dadurch erzielte Gesamterlös von 244 Euro kommt dem städtischen Jugendzentrum zugute.
Hinweise auf die Lösungen des Rätsels waren in einer kleinen Infobroschüre zu finden, die das Kulturamt-Team zusammengestellt hatte. Neben Informationen zum Streckenverlauf der Schifffahrt waren in dem Heftchen auch Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten in Mainz sowie Wissenswertes über die Gatsby Walkers und den Volkschor Kelsterbach aufgeführt. Ergänzt wurde die Broschüre durch weiteres ausgelegtes Infomaterial, mit dem sich die Seniorinnen und Senioren auf ihren Besuch in Mainz vorbereiten konnten, während das Schiff zunächst am Zielort vorbeifuhr, um den Gästen mit dem Biebricher Schloss noch ein schönes Fotomotiv zu bieten.
Nach diesem kurzen Abstecher in Richtung Wiesbaden legte die Nautilus gegen 12 Uhr in Mainz an. Als würde sie die hessischen Gäste im benachbarten Bundesland begrüßen wollen, lugte die Sonne zwischen den Wolken hervor und sorgte für einen trockenen Landgang. Dieser wurde genutzt, um durch die malerische Altstadt zu bummeln, Sehenswürdigkeiten wie den Mainzer Dom oder die Augustinerkirche zu besuchen, einen Spaziergang entlang der Rheinpromenade zu unternehmen oder in eines der nahegelegenen Weinlokale und Restaurants einzukehren. So vergingen die knapp zwei Stunden, die der Kelsterbacher Ausflugsgesellschaft in Mainz zur Verfügung standen, wie im Fluge.
Pünktlich zur Rückfahrt setzte dann auch wieder Regen ein, nachdem es alle Gäste – darunter nun auch Bürgermeister Ockel – noch trockenen Fußes zurück an Bord geschafft hatten. Hier wurde der Ausflugsgesellschaft Kaffee und Obststreuselkuchen serviert, bevor Ockel die Gewinner des Kreuzworträtsels kürte. Insgesamt fünf Teilnehmer der Seniorenschifffahrt durften sich über Kelsterbacher Porzellan, Karten für das Sport- und Wellnessbad sowie über Freikarten für eine Krimilesung in der Stadt- und Schulbibliothek freuen.
Die rund zweieinhalbstündige Rückfahrt wurde nicht nur von den Gatsby Walkers begleitet. Auch Mitglieder des Volkschor Kelsterbach gaben stimmungsvolles Liedgut zum Besten. Unter der Leitung von Daniel Schmidt sangen sie Klassiker wie „Schuld war nur der Bossa Nova“, „Oh, Champs-Élysées“ oder „Sierra Madre“ und ernteten dafür lautstarken Applaus.
Als gegen 17 Uhr schließlich die Herz-Jesu-Kirche in Sicht kam, während aus den Bordlautsprechern einer schönen Tradition folgend die Lieder „In Kelsterbach beim Äppelwoi“ und „Wie liegst Du schön, mein Kelsterbach“ erklangen, ging auch diese Seniorenschifffahrt mit vielen gut gelaunten Teilnehmern und einem zufriedenen Organisations-Team zu Ende. Und nicht wenige äußerten beim Verlassen der Nautilus die Hoffnung, dass es auch 2027 wieder heißen möge: „Leinen los in Kelsterbach!“