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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 21/2026
Seite 3
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„Wackelzähne“ besuchten den Bürgermeister

Bürgermeister Manfred Ockel (hinten) freute sich über den Besuch der "Wackelzähne".

Die Freundschafts-Zeremonie im Trauzimmer war für die Kinder ein großer Spaß.

Im Magistratssitzungszimmer stellte sich der Bürgermeister den Fragen der Kinder.

 

Es war ein aufregender Vormittag für die 14 Kinder der Vorschulgruppe „Wackelzähne“ des Kinderhaus St. Elisabeth: Sie durften gemeinsam mit ihren Betreuerinnen Kristiyana Parusheva-Koleva und Helena Markovic in der vergangenen Woche Bürgermeister Manfred Ockel im Rathaus besuchen und ihm einige Fragen stellen, die sie sich im Vorfeld überlegt hatten. In dem Sitzungsraum, in dem sonst der Magistrat zusammenkommt, stellte sich der Bürgermeister dann eine knappe halbe Stunde der Herausforderung, den Wissensdurst seiner jungen Gäste zu stillen.

So wollten die Kinder beispielsweise wissen, ob der Bürgermeister nur am Computer arbeitet, was Ockel verneinte. Natürlich arbeite er viel am Computer, etwa um E-Mails zu beantworten oder um die Arbeit der rund 300 Mitarbeiter der Stadtverwaltung zu koordinieren. Er mache aber noch sehr viel mehr, er gehe auf Veranstaltungen, treffe sich mit Vertretern anderer Kommunen und manchmal lese er auch Kita-Kindern Bücher vor. Ob ihm die Arbeit immer Spaß mache, wollten die Nachwuchs-Reporter daraufhin wissen. „Langweilig ist es nie, aber manchmal muss man Dinge tun, die einem keinen Spaß machen“, antwortete der Bürgermeister, der seinerseits von den Kindern erfahren wollte, was ihnen denn besonders viel Freude bereite. Ihre Antworten, die von Tanzen und Singen bis Malen und Tischkicker reichten, hatten die Vorschulkinder sofort parat und teilten sie lautstark mit.

Besonders interessierte die Gruppe, ob ein Bürgermeister auch einmal sagen könne: „Ich habe heute keine Lust und gehe nach Hause.“ Augenzwinkernd antwortete Ockel, das könne er zwar tun, mache es aber sehr selten. Ob er denn schon mal mit jemanden Streit gehabt hätte, lautete die nächste Frage der „Wackelzähne“. Es komme schon mal vor, aber das sind dann keine schlimmen Streitigkeiten, erklärte Ockel. Nach insgesamt zwölf Fragen, zu denen auch solche nach seinem Lieblings-Sport (Radfahren und Schwimmen), seinen Lieblings-Farben (Rot und Blau) sowie seinem Lieblings-Essen („Ich mag gerne Nudeln“) gehörten, überreichten die Kinder dem Bürgermeister noch einen Erdbeerkuchen, worüber sich dieser sehr freute.

Zum Abschluss erläuterte Ockel kurz, welche Aufgaben im Rathaus erledigt werden, von Anträgen für Ausweise über Bauplanungen bis hin zu Eheschließungen. Die Kinder durften sich dann nicht nur anschauen, wo Letztere stattfinden. Im Trauzimmer wurden zwei von ihnen auch Teil einer von den Standesbeamtinnen der Stadt, Susanne Harder-Wambach und Elefteria Karageorgiou, durchgeführten Freundschafts-Zeremonie – Ringtausch und Unterzeichnen der Freundschafts-Urkunde inklusive. Nach diesem abschließenden Highlight, an dem die Kinder sichtlich viel Spaß hatten, ging es für die Vorschulgruppe zurück in die Kita, wo schon das Mittagessen auf sie wartete. (sb)