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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 22/2018
Seite 2
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„Der HSK kann auf eine große Geschichte zurückblicken“

Hartmut Blaum

Ganze 70 Jahre wurde der Handharmonika Spielring (HSK) in diesem Jahr alt. Gegründet am 17. April 1948 vom früheren Standesbeamten Hermann Kenn, lies es sich der traditionsreiche Verein nicht nehmen den runden Geburtstag gebührend zu feiern.

Zum musikalischen Frühschoppen gab sich Ingolf Schneider, Präsident des Hessischen Handharmonika Verbandes, die Ehre und lobte insbesondere die Kooperation des HSK mit anderen Orchestern. Bürgermeister Manfred Ockel überbrachte im Namen der Stadt Glückwünsche und sprach Lob dafür aus, dass sich der Verein seit Jahrzehnten in das kulturelle Leben einbringt. Helga Oehne, ihres Zeichens stellvertretende Vorsitzende des Vereinsrings, wünschte dem Verein „Motivation, Ansporn und Kraft“. Sie resümierte „der HSK kann auf eine große Geschichte zurückblicken“, übermittle den Gedanken des musikalischen Guts und könne sehr stolz auf sich sein. Der sichtlich gerührte Vorsitzende Claus Grünewald flachste daraufhin, dass „nach so viel Lob und Anerkennung einem ganz schnell die Brust schwillt“.

Bei dem humorvollen Vorsitzenden handelt es sich erst um die fünfte Person in der Vereinsgeschichte, die diesen Posten innehat. Im Gegensatz zur Kontinuität an dieser Stelle, hat der HSK musikalisch ein sehr abwechslungsreiches Repertoire in petto. Passend zum Frühschoppen gab es dieses Mal Schlager zu hören. Der HSK hat derzeit rund 100 Mitglieder, davon 27 Aktive, aber nur wenig Nachwuchs, was der Verein gerne ändern würde. Geradezu enthusiastisch pries der Vorsitzende das Handzuginstrument an, bei dem es sich um das „vielseitigste Instrument nach der Orgel“ handele. Weder Filmmusik, noch Michael Jacksons Lieder kämen ohne die Handharmonika aus, die ein modernes Instrument sei, wie er betonte.

„Tango ohne Akkordeon ist wie Handkäs ohne Musik“ brachte Grünewald es dann temperamentvoll auf den Punkt. Seine Leidenschaft dürften auch Heinrich Hoffmann, Irene Eckert und Karl Draisbach teilen. Bei den Dreien handelt es sich nicht nur um die Ehrenmitglieder des Vereins, sondern sogar um Gründungsmitglieder. Für ihre sieben Jahrzehnte währende Treue wurden sie vom Vorsitzenden mit einem Präsentkorb gewürdigt. Zum kurzweiligen Unterhaltungsprogramm beigetragen haben neben dem Volkschor und der Tanzgruppe Flair auch der Verein für Akkordeon- und Instrumentalmusik Wiesbaden Sonnenberg und der Akkordeonclub Walldorf. Titel wie „Griechischer Wein“ und „Ein Bett im Kornfeld“, gemeinsam zum Besten gegeben vom HSK und dem Akkordeon Club Goldstein, sorgten für die passende Untermalung der lockeren Veranstaltung und brachten das Publikum zum Schunkeln. Besonders über die sehr harmonische Kooperation mit Goldstein freuen sich der Vorsitzende und Dirigent Renè Senges. Das zusammengelegte Orchester umfasst insgesamt 22 Personen und habe so wesentlich mehr Möglichkeiten und daraus resultierend auch mehr Freude am Spiel. Diese Freude übertrug sich dann auch auf die gut gelaunten Zuschauer, die einen angenehmen Vormittag verlebten. (So)

Impressionen des musikalischen Frühschoppens.