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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 22/2026
Seite 2
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Bäume müssen gefällt werden

Am Dienstag hat der Kelsterbacher Kommunalbetrieb (KKB) damit begonnen, zwei nahe des Schlosses befindliche, zirka 18 Meter hohe Silberahorne einzukürzen. Die Maßnahme wurde nötig, weil die beiden Bäume nicht mehr standsicher waren und umzufallen beziehungsweise abzubrechen drohten. Seit der letzten routinemäßigen Kontrolle im Oktober hat sich der Zustand der Bäume dramatisch verschlechtert, berichtet Siegfried Roscher vom KKB. Ein Pilz und Fäulnis machten den Bäumen zu schaffen, höhlten die Stämme in den betroffenen Bereichen nahezu vollständig aus, Maßnahmen zur Stabilisierung und Sicherung seien nicht mehr möglich gewesen, sagt er. Jetzt sind die Silberahorne bis auf etwa acht Meter Höhe abgeschnitten worden, die verbleibenden Reste werden später entfernt.

Bei der aufgrund der gefährdeten Verkehrssicherheit unvermeidlichen Maßnahme wurde dem Tierschutz Rechnung getragen, indem die beiden vorhandenen Spechthöhlen zuvor mittels einer Stethoskop-Kamera inspiziert und für derzeit unbewohnt befunden wurden.

Silberahorne leiden besonders stark unter der Klimaerwärmung, die Stadtverwaltung hat in den vergangenen Jahren bereits einige Exemplare, die ebenfalls irreparable Schäden erlitten hatten, entfernen müssen.

Die städtischen Bäume lässt der KKB halbjährlich von einer Fachfirma überprüfen. Im Herbst werden die Bäume ohne Laub (sofern sie welches abwerfen) und im Frühjahr mit Laub in Augenschein genommen. Die Blätter sind ein wichtiger Indikator für die Vitalität eines Baums. Menge und Zustand erlauben Rückschlüsse auf die Gesundheit des Baums. (wö)