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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 23/2020
Seite 2
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Der Nach-Corona Ausgehtipp - Ab in die Fasanerie

Spielplatz im Park

Die Fasanerie, Platz für Freizeitaktivitäten

Eingang zur Fasanerie

Warum in der Ferne schweifen, sieh, das Schöne liegt so nah. Und zwar in Groß-Gerau, inmitten des Landkreises Groß-Gerau. Dort hatten sich die Darmstädter Herrscher, die Landgrafen von Hessen-Darmstadt, die von Napoleons Gnaden später zu Großherzögen gemacht wurden, in den Jahren 1722 bis 1726 einen Park angelegt.

Sie frönten darin der Leidenschaft vieler Adliger, der Jagd. In Groß-Gerau vor allem der Jagd auf Fasane, daher der Name "Fasanerie", aber auch auf Rot- und Damwild. Wie heißt es doch so schön in James Bond „Moonraker“ von Bösewicht Sir Hugo Drax: „Jagd, so ein schöner Sport!“ Darauf antwortete der Agent aller Agenten James Bond: „Ja, es sei denn, man ist ein Fasan!“ (Unless you are a fasan.). Nun, wie dem auch immer sei, Fasane werden heutzutage im Park in Groß-Gerau nicht mehr gejagt. Er zeigt heute den Besuchern auf 30 Hektar Fläche unter anderem heimische Tierarten. Umgeben ist der Park von einer Mauer, die aus den Steinen des von den Franzosen im Pfälzischen Erbfolgekrieg niedergebrannten Dornberger Schlosses stammen. Der Haupteingang zum Park liegt an der Bundesstraße 44 im Stadtteil Dornberg. Der Park ist bewaldet, hat große Wiesen und einen kleinen Teich. Der kleine Tierpark darin besteht seit 1958 und wird von einem Verein geführt. Inmitten des Parks steht eine 100 Jahre alte Pyramideneiche, ein Naturdenkmal. Ein kleiner Waldlehrpfad gibt zusätzliche Informationen. Der Kettensägekünstler Christoph Peez aus Mörfelden hat einige gestaltete Holzskulpturen für den Park gefertigt. Der Eintritt in den Park ist frei, für den Tiergarten beträgt der Eintritt zwei oder vier Euro. Die Öffnungszeiten sind täglich von 9 bis 18 Uhr. Weiteres unter www.tiergarten-grossgerau.de . (hb/Fotos: Stadt GG)