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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 23/2026
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Feierliche Einweihung der Karl-Treutel-Schule

(vl.) Sebastian Mack (Stadtverwaltung), Bürgermeister Manfred Ockel, Wolfram Schnürr (Hochtief), Schulleiterin Christiane Giese, Stadtverordnetenvorsteherin Karina Strübbe, Helene Breitmoser (KPlan) und Matthias Fromme (KPlan) nach dem feierlichen Durchschneiden des roten Bandes.

Schulleiterin Christiane Giese (Mitte) mit ihrer Vorgängerin Isabella Brauns (rechts) und deren Stellvertreterin Sybille Schlemmer (links).

Die Kinder der Musik AG der KTS traten während der Einweihung auf.

Der Tag der offenen Tür am Samstag stieß auf reges Interesse.

Im Musikraum konnten sich Kinder unter Anleitung von Dozenten der Musikschule an verschiedenen Instrumenten ausprobieren.

 

Der Unterrichtsbetrieb läuft zwar schon seit einigen Wochen an der neuen Karl-Treutel-Schule (KTS). Die feierliche Einweihung fand aber erst in der vergangenen Woche statt. Bevor am Samstag beim Tag der offenen Tür alle Interessierten die Gelegenheit hatten, die Schule genauer in Augenschein zu nehmen, kamen am Freitag Gäste aus Politik, Stadtverwaltung und Schule zusammen, um den Neubau mit einem Festakt offiziell zu eröffnen. Unter den Gästen waren auch Landrat Thomas Will, die Landtagsabgeordnete Kerstin Geis, die ehemalige Schulleiterin Isabella Brauns und ihre Stellvertreterin Sybille Schlemmer sowie die Leiterinnen der Integrierten Gesamtschule und der Bürgermeister-Hardt-Schule. Vertreten waren ebenfalls das Planungsbüro KPlan, das Generalunternehmen Hochtief und die pädagogischen Fachplaner von „Lernlandschaft“ aus dem fränkischen Röckingen.

„Wir feiern die offizielle Eröffnung eines Gebäudes, das die Bildungslandschaft in unserer Stadt für Jahrzehnte prägen wird“, so Bürgermeister Manfred Ockel in seinem Grußwort. Er hob hervor, wie wichtig es sei, neuen Lernanforderungen konstruktiv und intensiv zu begegnen: „Wir müssen unsere Kinder und Jugendlichen flexibler, innovativer, qualifizierter, digitaler und internationaler ausbilden.“ Dies funktioniere nur, wenn man sich von den starren Formen des klassischen Frontalunterrichts löse. Deshalb breche die neue KTS auch auf pädagogischer Ebene mit alten Strukturen. Sebastian Mack, Leiter des städtischen Ressorts Bauen, Planen, Umwelt, fügte hinzu: „Der Anspruch war von Anfang an, ein Schulgebäude zu schaffen, das pädagogische Qualität, nachhaltige Bauweise und Alltagstauglichkeit miteinander verbindet.“

Karin Dober und Tanja Feistner von „Lernlandschaft“ erklärten: „Was als mutige Idee begann, Schule neu zu denken, markiert mit der heutigen Einweihung der KTS nicht nur die Eröffnung eines Gebäudes, sondern auch den Beginn eines neuen Kapitels für pädagogische Entwicklung.“ Dabei entstehe die wahre Qualität einer Schule nicht durch Wände, Möbel oder Technik, sondern durch die Menschen, die diesen Ort mit Leben füllen: Engagierte Lehr- und Betreuungskräfte, neugierige Schüler und unterstützende Eltern. Axel Hechler, Bereichsleiter der Caritas im Kreis Groß-Gerau, ergänzte: „Schule ist mehr als ein Gebäude. Es ist ein Ort, an dem sich Kinder ausprobieren können und bei dem Lernen nicht nur im Unterricht stattfindet.“

„Kelsterbach investiert in sein wertvollstes Gut: in unsere Kinder“

Die Förderung der Kinder stand bei Ockel im Mittelpunkt seines Grußworts: „Kelsterbach investiert hier in sein wertvollstes Gut: in unsere Kinder. Sie sind es, die die Welt von morgen gestalten.“ Ähnlich äußerte sich auch Schulleiterin Christiane Giese: „Unser Ziel ist es, den Start in einer guten Lernumgebung, die wir hier vorfinden, weiterzutragen, die Kinder in ihrer Entwicklung bestmöglich zu unterstützen und gutes Lernen an der KTS zu ermöglichen.“

Ein weiterer Punkt, in dem sich alle Redner einig waren, war die Bedeutung der guten Zusammenarbeit. „Ein solches Leuchtturmprojekt entsteht nicht von allein. Es ist das Ergebnis einer großen Gemeinschaftsleistung“, konstatierte Ockel, der besonders den politischen Gremien, dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung für deren Mut dankte, eine derart immense, aber wichtige Investition in die Chancengleichheit der Kinder freizugeben. Stadtverordnetenvorsteherin Karina Strübbe fügte an: „Es brauchte Geduld, Ausdauer und den festen Willen, in die Zukunft unserer Stadt zu investieren.“

Nicht fehlen durften bei den Danksagungen das Lehrerkollegium sowie das Team der Schulkindbetreuung. „Ich danke allen, die das Gebäude für die Kinder mit Leben und Angeboten füllen“, so Schulleiterin Giese. Ganz besonders aber wolle sie sich bei ihrer Vorgängerin Isabella Brauns und deren Stellvertreterin Sybille Schlemmer bedanken. „Ich hätte mir gewünscht, dass wir schon vor zweieinhalb Jahren hätten umziehen können, damit die beiden Frauen, die hier den Anstoß und erste Ideen gegeben und viel Zeit in den Planungsprozess investiert haben, die Früchte ihrer Arbeit auch ernten können“, so Giese.

Bereichert wurden die Redebeiträge durch zwei musikalische Auftritte. Zunächst boten die Kinder der Musik AG zwei Lieder dar und stellten dabei nicht nur ihr gesangliches, sondern auch ihr tänzerisches Talent unter Beweis. Zum Ende der Veranstaltung hin durfte dann Sienna Marlene Urso, Schülerin der Musikschule, noch zwei Songs darbieten. „Das ging wirklich unter die Haut“, kommentierte Susanne Freund von der städtischen Schulverwaltung, die als Moderatorin durch den Nachmittag führte, Ursos gefühlvollen Auftritt.

Mit dem Durchschneiden des roten Bandes, das den Übergang von der Idee zur Wirklichkeit symbolisieren sollte, ging der offizielle Teil der Einweihungsfeier glanzvoll zu Ende. Doch damit war das Thema KTS für dieses Wochenende noch nicht abgeschlossen.

Großes Interesse am Tag der offenen Tür

Das Angebot eines Tags der offenen Tür stieß am Samstag auf großes Interesse und lockte zahlreiche Besucher – von Kindern, die im nächsten Jahr auf die KTS kommen bis zu Senioren – an. Im Foyer wurde ein Drohnenfilm gezeigt, der den Alltag an der neuen Schule aus einer besonderen Perspektive zeigt. Anschließend konnten die Förderräume, die Lernlandschaften oder auch der Bereich der Schulkindbetreuung erkundet werden. Dabei entstand ein guter Eindruck des vielseitigen Angebots, das den Kindern in der Schule zum Lernen, für Kreativität, Spiel und Sport zur Verfügung steht. Ebenfalls geöffnet hatte der Musikraum, in dem Musikschulleiter Marc Fischer und einige Dozentinnen und Dozenten über das Angebot der Musikschule informierten und Kinder dabei unterstützten, sich an verschiedenen Musikinstrumenten zu versuchen. (sb)