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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 25/2018
Seite 1
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Ein Abend voller prom queens und prom kings

IGS entließ die Mittelstufe feierlich

Freitagabend glich das Fritz-Treutel-Haus einer Galaveranstaltung. Die insgesamt 156 Schulabgänger der Jahrgänge 9 und 10 der Integrierten Gesamtschule (IGS) haben sich passend zu ihrem Motto „Late Night Prom“ eindrucksvoll in Schale geworfen.

Abendkleider und Anzüge, die einem roten Teppich angemessen gewesen wären, konnten von den stolzen Eltern, die als Begleitpersonen anwesend waren, bestaunt werden. Auch wenn die jungen Erwachsenen von ihrer Schulleiterin Barbara Jühe wegen der hohen Lautstärke im Saal ermahnt werden mussten, ist diese sehr zufrieden mit dem Werdegang ihrer Schützlinge. Insbesondere auf deren freiwillige Aktivitäten, die sie mit den Worten „Ihr seid Vorbilder!“ für ihre Verlässlichkeit, Kreativität und für den Willen die Schule mitzugestalten lobte. Das Schulleben beschreibt sie mit den Worten „Jeder soll sich so doll anstrengen wie möglich und keiner soll auf dem Weg verloren gehen“. Dies sei unbestreitbar gelungen. Im Jahrgang 9 wurden 60 Hauptschulabschlüsse erworben, davon handelt es bei neun um Qualifizierte Hauptschulabschlüsse. Den besten Notendurchschnitt mit 2,2 haben Yusuf Bektas und Knan Katounlou. Im Jahrgang 10 erreichten 67 Schüler den Realschulabschluss und neun den Qualifizierten Realschulabschluss. Lucien Öhrig, Cansu Karabulut und Lisa-Marie Wagner führen mit einem Schnitt von 1,6 die Bestenliste an. Weitere 28 Schüler können sich über die Versetzung an die Gymnasiale Oberstufe freuen. Allen voran Diego Fernandes da Costa, dessen Notendurchschnitt 1,4 beträgt.

Auch wenn die Erleichterung über die bestandenen Prüfungen und die Freude auf die Zukunft überwog, wurden später viele bei Andreas Bouranis Pop-Song „Auf uns“ wehmütig. Zeilen wie „Denkt an die Tage, die hinter uns liegen. Wie lang wir Freude und Tränen schon teilen“ trafen genau ins Schwarze. Nach sechs gemeinsam verbrachten Jahren überrascht es da nicht, dass an der einen oder anderen Stelle durchaus auch Tränchen flossen. Denn die Schule war natürlich auch „ein Ort der Zuflucht, ein Ort der Begegnung“, wie es Erster Stadtrat Kurt Linnert auf den Punkt brachte. Dies sei aber kein Grund zur Traurigkeit, denn „für alle gibt es einen neuen Weg“, betonte Schülerin Jael Welderufael in ihrer Rede.

Das von den Schülern selbstgestaltete Programm sorgte für einen kurzweiligen Abend. Neben verschiedenen Tanzvorführungen und Livemusik hatten sie sich einen ganz besonderen Programmpunkt ausgedacht. Bei den „Alternativen Bundejugendspielen“ wurden Stühle auf Zeit hochgestellt und zehn Kilo schwere Rucksäcke gestemmt. Gegen Ende verteilten die Klassenlehrer feierlich die langersehnten Abschlusszeugnisse. Beim letzten Programmpunkt wurden von den Schülern - ganz nach amerikanischem Vorbild - Doktorhüte in die Luft geworfen. Auf die Wahl der Abschlussballkönigin und des -königs wurde aber verzichtet. „Heute Abend ist jeder prom queen, prom king, denn wir haben es alle geschafft!“, jubelte Jael Welderufael. (So)

Der „Late Night Prom“ in Bildern.