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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 25/2020
Seite 4
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Weniger Aufträge in der hessischen Industrie

In Zeiten der Corona-Pandemie verbuchte die hessische Industrie sinkende Konjunkturindikatoren. Der März bedeutete für die Betriebe vorübergehende Betriebsschließungen, durchbrochene Lieferketten und Kurzarbeit. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, fielen im März 2020 die Auftragseingänge (minus 4,9 Prozent), Umsätze (minus 4,8 Prozent) und Beschäftigungszahlen (minus 2,0 Prozent) gegenüber März 2019.

Besonders stark fiel der Auftragsbestand: War er im Januar und Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat noch leicht gestiegen, so lag er im März 2020 mit knapp 19,9 Milliarden Euro 15,9 Prozent unter dem Niveau von März 2019. Die fest verbuchten Bestellungen aus dem Inland reduzierten sich um 13,9 Prozent, die aus dem Ausland um 16,9 Prozent.

Die großen Branchen in Hessen waren unterschiedlich stark vom Rückgang der Nachfrage betroffen. Besonders deutlich ging der Auftragsbestand im Maschinenbau zurück. Gegenüber März 2019 sank das Volumen im März 2020 um 47,0 Prozent. Die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen verloren 45,4 Prozent. Allerdings brachte der März 2020 nicht für alle großen hessischen Branchen rückläufige Auftragsbestände: So verbuchten die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen beispielsweise ein Plus von 17,7 Prozent, die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren ein Plus von 8,7 Prozent.