Titel Logo
Kelsterbach aktuell
Ausgabe 25/2020
Seite 2
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Reisen – wie, wo, wann

Ein Überblick über aktuelle Warnungen und Hinweise

Die Bundesregierung hat zum 15. Juni beschlossen, Reisewarnungen aufgrund der Corona-Pandemie für 23 Länder der Europäischen Union aufzuheben. Stattdessen ersetzt sie diese durch individuelle Reisehinweise. Für Nicht-EU Länder wie Großbritannien und die Türkei, sowie für Spanien, Schweden, Finnland und Norwegen bleiben die Warnhinweise bestehen. Welche Länder der EU wie zu bereisen sind, haben wir für Sie zusammengestellt (Stand 17.06.2020).

Weltweit gelten für 131 Länder bis zum 31. August Reisewarnungen. Bestehen bleibt die Reisewarnung ebenso für Spanien, Norwegen, Finnland und Schweden. In Schweden aufgrund einer zu hohen Zahl von Corona-Neuinfektionen. In den anderen drei Ländern gelten noch nationale Einreisesperren, in Spanien voraussichtlich bis zum 21. Juni. Die Ausnahme sind die Balearen, dort dürfen seit Montag bis zu 10.900 Deutsche einreisen – dies geschieht im Rahmen eines Pilotprojekts.

Bulgarien ist von COVID-19 wenig stark betroffen. Seit Anfang Juni können deutsche Staatsangehörige aus anderen EU-Staaten ohne verpflichtende häusliche Quarantäne einreisen. Jedoch muss mit verstärkten Einreisekontrollen und Gesundheitsprüfungen mit Temperaturmessungen gerechnet werden. Der Flugverkehr ist noch eingeschränkt, steigt aber wieder an – so gibt es regelmäßige Flugverbindungen von Sofia nach Deutschland. Der Personenzugverkehr bleibt eingestellt. Wichtig: Es gilt ein Betretungsverbot von Lebensmittelgeschäften und Apotheken für Personen unter 60 Jahren täglich zwischen 08.30 Uhr und 10.30 Uhr. Ansonsten gibt es keine Bewegungsbeschränkungen im Land.

Belgien war von COVID-19 im europäischen Vergleich eher stark betroffen. Die Anzahl der Neu-Erkrankten und neuen Todesfälle sinkt jetzt kontinuierlich. Einreisen aus dem europäischen Ausland sind erlaubt und es besteht keine Quarantänepflicht mehr. Am Flughafen Brüssel erfolgen Temperaturmessungen bei allen Passagieren mit Wärmekameras. Der Zutritt wird bei über 38°C verweigert. Die Deutsche Bahn und die belgische SNCB bieten täglich mehrere Zugverbindungen zwischen den Ländern an. Auch die Lufthansa fliegt täglich Frankfurt und München von Brüssel aus an und die Brussels Airlines hat ebenso den Flugverkehr wieder aufgenommen. Hotels, Cafés und Restaurants sind geöffnet, unter Beachtung der einschlägigen Hygiene- und Abstandsregeln von 1,5 Metern und einer maximalen Gruppengröße von zehn Personen einschließlich Kindern.

Dänemark ist von COVID-19 wenig betroffen. Nach dem Einreisestopp von Mitte März ist die Einreise für deutsche Reisende unter bestimmten Voraussetzungen nun wieder möglich. Bei der Einreise für einen Urlaubsaufenthalt muss die Buchung von mindestens sechs Übernachtungen (in einem Ferienhaus, Hotel oder auf einem Campingplatz) nachgewiesen werden. Bei Privatunterkünften muss der Vermieter eine Bestätigung unterschreiben. Ebenso dürfen nun wieder Personen mit Wohnsitz in Schleswig-Holstein ohne einen wichtigen Grund nach Dänemark einreisen, allerdings muss der Wohnsitznachweis vorgelegt werden. Jeder Einreisefall wird durch die Grenzbeamten im Rahmen ihres Ermessens geprüft und entschieden. Die stark eingeschränkten grenzüberschreitenden Verkehrsverbindungen normalisieren sich langsam wieder, daher ist immer eine Platzreservierung in allen Fern- und Regionalzügen der Dänischen Bahn erforderlich. Der Fährverkehr findet uneingeschränkt statt. Restaurants, Cafés, Geschäfte, kulturelle Einrichtungen (u.a. Museen, Theater, Kinos) und andere Einrichtungen wie Zoos, Schwimmbäder und Vergnügungsparks sind geöffnet.

Estland ist von COVID-19 wenig betroffen. Seit Anfang Juni ist die 14-tägige Quarantänepflicht bei einer Einreise nach Estland für Reisende aus Deutschland und den meisten Europäischen Staaten entfallen. Bis Ende Juni dürfen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen oder im Freien nur mit max. 100 Personen und bei max. 50 Prozent Belegung der Raumkapazität stattfinden, dies gilt auch für Museen, Kinos, Theater, Konzerte etc. Daher wird der Online-Ticket-Kauf empfohlen. Voraussetzung für alle Veranstaltungen ist, dass die Abstandsregeln (2+) eingehalten und die Platzkapazität nur zu 50 Prozent ausgenutzt werden. Es besteht eine Empfehlung für das Tragen von Masken, jedoch keine Pflicht. Die 2+2 Abstandsregel (nur zwei Personen zusammen mit Abstand von zwei Metern zu anderen Personen) gilt generell.

Finnland ist von COVID-19 wenig betroffen. Die Einreise nach Finnland ist grundsätzlich nur für finnische Staatsbürger und Personen mit gültigem Wohnsitz in Finnland erlaubt. Ausnahmen gelten für die Einreise zur Arbeitsaufnahme, für Geschäftsreisen, für Studenten und für den Besuch naher Verwandter.

Frankreich ist von COVID-19 nur noch wenig betroffen. Sollte die Einhaltung z.B. von Abstandsregeln nicht mehr gewährleistet sein oder örtliche Infektionsherde auftauchen, können lokale Behörden ausgewählte Bereiche des öffentlichen Lebens wieder einschränken. Die Einreise aus den EU-Staaten (mit Ausnahme von Spanien) sowie weiteren Staaten ist seit Mitte Juni wieder uneingeschränkt möglich. Reisemöglichkeiten mit Zügen oder Flugzeugen können online recherchiert und gebucht werden. Der Flughafen Paris Orly bleibt voraussichtlich bis zum 25. Juni geschlossen. Es gilt eine Gesichtsmaskenpflicht für Reisende ab elf Jahren in Flugzeugen, Zügen, Bussen, Bahnhöfen, Flughäfen, Bushaltestellen, Taxis und Sammeltaxis. Gastronomiebetriebe unterliegen Abstandsgeboten und anderen Einschränkungen. Museen sind zum Teil wieder geöffnet, gegebenenfalls müssen Eintrittskarten vorab für bestimmte Besuchszeiten gebucht werden.

Griechenland ist von COVID-19 relativ wenig betroffen. Die Einreise aus Deutschland ist wieder möglich, hierzu dürfen seit Mitte Juni die Flughäfen Athen und Thessaloniki von Deutschland aus wieder direkt angeflogen werden. Bei Einreise können jedoch COVID-19-Tests durchgeführt werden, am Flughafen Thessaloniki ist ein solcher Test für alle Personen verpflichtend. Bis zum Vorliegen des Testergebnisses ist ebenfalls eine 24-stündige Selbstisolation einzuhalten. Seit Anfang Juni können landesweit Touristenunterkünfte mit Ganzjahresbetrieb (u. a. Hotels, Campingplätze, Jugendherbergen und Ferienwohnungen) wieder öffnen, Hotels mit saisonalem Betrieb seit Mitte Juni. Archäologische Stätten sowie Strände sind unter Geltung von Hygiene- und Abstandsregeln geöffnet. Open Air-Kinos und Museen sind ebenfalls wieder geöffnet. Eine Maskenpflicht und Kapazitätsbegrenzungen gelten in öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis und Fähren. Die Anzahl der Personen in Bussen, Minibussen und anderen Fahrzeugen ist z.B. auf höchstens 65 % der Kapazität beschränkt.

Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland ist von COVID-19 besonders stark betroffen. Regionale Schwerpunkte sind derzeit Wales sowie der Norden von England. Für alle Einreisenden nach Großbritannien und Nordirland gilt grundsätzlich die Pflicht zu einer elektronischen Anmeldung vor Einreise sowie einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne. Die elektronische Anmeldung soll eine mögliche Infektion für die britischen Behörden nachvollziehbar machen. Flug- und Reiseverbindungen von und nach Deutschland sind vorhanden, aber derzeit weiter eingeschränkt.

Irland ist ebenso von COVID-19 betroffen. Die Zahlen der Neuinfektionen und Todesfälle sind derzeit stark rückläufig und bewegen sich im niedrigen zweistelligen Bereich bzw. einstelligen Bereich. Es gibt verstärkte Einreisekontrollen, Gesundheitsprüfungen mit Temperaturmessungen und eventuell Einreisesperren. Vor bzw. bei der Einreise muss für die irischen Behörden ein Formular mit Angabe von Namen, Telefonnummer und der Wohnadresse in Irland ausgefüllt werden, an der man sich die nächsten 14 Tage in Selbstisolation aufhalten wird. Irland befindet sich seit dem 8. Juni 2020 in Phase 2 der Lockerungen der Covid-19-Beschränkungen.

Italien war von COVID-19 besonders stark betroffen, wobei sich die Lage inzwischen verbessert hat. Betroffen sind vor allem die Lombardei, gefolgt von Piemont, Emilia Romagna und Venezien. Seit Anfang Juni ist die Einreise aus dem EU/Schengen-Raum und Großbritannien ohne besondere Gründe und ohne Quarantänepflicht gestattet. An Flughäfen und Häfen, aber auch bei der Einreise im Überlandverkehr werden Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen durchgeführt. Es gibt noch Einschränkungen im internationalen Flug-, Zug-, Bus- und Fährverkehr. Lufthansa, Alitalia und Eurowings bieten Verbindungen an. Personenzüge verkehren nicht zwischen Italien und Österreich. Auch Reisen zwischen Deutschland und Italien sind weder über Österreich noch über die Schweiz möglich, da der Bahnverkehr eingeschränkt ist. Der Grad der Öffnung von und Zugang zu touristischer Infrastruktur ist regional unterschiedlich. Hotels, Geschäfte, Bars und Restaurants dürfen unter Einhaltung strenger Infektionsschutz- und Hygieneauflagen wieder öffnen. Sowohl ein Mundnase-Schutz als auch Einweghandschuhe sind vielerorts vorgeschrieben, z.B. in Geschäften oder in der Region Lombardei im gesamten öffentlichen Raum. Verstöße können mit Geldstrafen geahndet werden. Außerdem gelten Abstandsregeln von ein bis zwei Metern zwischen Personen. Mit Temperaturmessungen (meist mit Stirn-Scannern) vor dem Betreten von Einrichtungen wie Museen oder Geschäften muss gerechnet werden.

Kroatien hat ein niedriges COVID-19-Infektionsaufkommen. Bereits im März wurde die Grenzschließung unter anderem für deutsche Staatsangehörige wieder aufgehoben. Registriert werden bei der Einreise die Kontaktdaten der Reisenden für die Dauer ihres Aufenthalts, um lange Wartezeiten zu vermeiden empfiehlt das kroatische Innenministerium, die Kontakt- und Aufenthaltsdaten vorab online zu hinterlegen. Die Verfügbarkeit von Flugzeug, Bus und Bahn ist weiterhin eingeschränkt. Internationale Flugverbindungen bestehen derzeit nur an den Flughäfen Zagreb und Split, die Zahl der Flugverbindungen pro Tag bewegt sich insgesamt im einstelligen Bereich. Außerhalb der Unterkunft sollten Reisende einen Mund-Nase-Schutz tragen, mindestens 1,5 Meter Abstand zu Dritten halten und sich regelmäßig die Hände waschen.

Das Königreich der Niederlande ist von COVID-19 mäßig betroffen. Grenzkontrollen zu Deutschland finden nicht mehr statt und die Einreise ist damit uneingeschränkt möglich. Eine Maskenpflicht besteht ab einem Alter von 13 Jahren im öffentlichen Personennahverkehr sowie auf Fähren. Man muss mit massiven Einschränkungen, Streichungen und Ausfällen bei Flugverbindungen und Fernbussen, sowie auch beim grenzüberschreitenden Gebrauch von Mietwagen rechnen. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel soll daher auf notwendige Fahrten beschränkt werden, touristische Nutzung gehört nicht dazu. Museen sind geöffnet, die Besucherzahl wird aber über vorherige Online-Buchungspflicht reguliert. In Restaurants sind nur Personen aus einem Haushalt pro Tisch und mit einer Reservierung erlaubt. In den Innenräumen von Restaurants, Cafés sowie von Theatern, Konzert- und Kinosälen sind max. 30 Personen zugelassen. Strände sind zwar geöffnet, es besteht jedoch die Möglichkeit von regulierenden Sperrungen von Parkplätzen und Zufahrten. Gemeinschaftliche Sanitärräume auf Campingplätzen, in Ferienparks, Jachthäfen und Stränden sind geschlossen.

Norwegen war von COVID-19 wenig betroffen. Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Norwegen wird noch gewarnt, da die Einreise aus Deutschland weiterhin Quarantänevorschriften unterliegt. Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige nur in bestimmten Fällen möglich, unter anderem wenn sie einen dauerhaften Wohnsitz in Norwegen bzw. eine norwegische Aufenthaltserlaubnis haben oder Familienangehörige von EWR-Bürgern mit Wohnsitz in Norwegen sind. Einreisende müssen sich zudem in eine zehntägige Quarantäne begeben, ausgenommen Personen, die von COVID-19 genesen sind und dies belegen können.

Österreich ist von COVID-19 inzwischen weniger betroffen. Seit Anfang Juni wurden alle Einreisebeschränkungen gegenüber Nachbarstaaten mit Ausnahme Italiens aufgehoben. Dies gilt auch für Grenzkontrollen. Voraussetzung ist jedoch, dass glaubhaft gemacht werden kann, dass sich Reisende in den letzten 14 Tagen in keinem anderen Staat als Österreich oder den Nachbarstaaten außer Italien aufgehalten haben. Der Flug- und Bahnverkehr ist weiterhin eingeschränkt. Hotels, Restaurants sowie touristische Einrichtungen sind geöffnet. Ein Mund-Nasen-Schutz sowie ein Meter Mindestabstand müssen in Öffentlichen Verkehrsmitteln, im Kundenbereich von Geschäften, in Fahrgemeinschaften von nicht im selben Haushalt lebenden Personen und in Ausbildungseinrichtungen getragen werden. Gleiches gilt beim Betreten öffentlicher Orte in geschlossenen Räumen, z.B. Bahnhofshallen, U-Bahnstationen.

Polen ist nach den veröffentlichten Zahlen von COVID-19 wenig betroffen. Seit Mitte Juni ist die Einreise aus Deutschland, Tschechien, Litauen und der Slowakei ohne Einschränkungen wieder möglich. Grenzkontrollen finden nur noch an den Grenzen zur Ukraine, zu Russland und Weißrussland statt. Internationale Bahnverbindungen für den Personenverkehr nach Polen über die EU-Binnengrenzen sind seit Mitte Juni wieder möglich. Internationale Flugverbindungen sind ebenso wieder erlaubt. Inländische Flug-, Bahn- und Busverbindungen stehen nur eingeschränkt zur Verfügung. Im öffentlichen Nahverkehr beträgt die Personenobergrenze 50 Prozent der vorhandenen Sitz- und Stehplätze oder 100 Prozent aller Sitzplätze des Nahverkehrsmittels. Auch Kinos, Theater und Konzerthäuser können wieder mit Kapazitätsbegrenzung von 50 Prozent öffnen, für das Publikum gilt Maskenpflicht. Einkaufzentren und andere Geschäfte dürfen unter Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften betrieben werden. Das gilt ebenfalls für Restaurants, Bars und Cafés (die Maske darf erst nach Besetzen des Tisches entfernt werden).

Portugal war von COVID-19 wenig betroffen. Derzeit gibt es keine bekannten Einreisebeschränkungen für Deutsche, die auf dem Luftweg aus Deutschland auf dem portugiesischen Festland einreisen. Reisende müssen unter Umständen bei Einreise persönliche Angaben zum Zielort und Reisegrund machen. Der internationale Flugverkehr wird erst allmählich wieder aufgenommen. Für alle portugiesischen Flughäfen gelten weiterhin strikte Zugangsregelungen – nur mit gültigem Ticket oder gültiger Bordkarte dürfen Flughäfen betreten werden. Das öffentliche Leben wurde in nahezu allen Bereichen wieder aufgenommen, wenn auch teilweise mit Kapazitäts- oder zeitlichen Beschränkungen. Hotelbetriebe und Campingplätze unterliegen weiterhin Einschränkungen. Restaurants sind geöffnet und auch öffentliche Verkehrsmittel fahren regelmäßig, Stoßzeiten sollten aber vermieden werden.

Schweden ist von COVID-19 stark betroffen. Während die Zahlen der schwer Erkrankten und Todesfälle deutlich zurückgegangen sind, steigt die Zahl der Neuinfizierten seit Anfang Juni wieder an, nachdem die Testkapazitäten spürbar ausgeweitet wurden. Staatsangehörige der EU, der Schweiz, ihre Familienangehörigen und Inhaber von EU-Aufenthaltsgenehmigungen unterliegen keinen Einreisebeschränkungen. Alle Grenzübergänge sind geöffnet. Das Auswärtige Amt warnt jedoch vor nicht notwendigen, insbesondere touristischen Reisen.

Die Schweiz ist von COVID-19 wenig betroffen. Deutsche Staatsangehörige können wieder uneingeschränkt in die Schweiz einreisen. Die Einschränkungen im internationalen Flug-, Zug- und Busverkehr werden entsprechend der Wirtschaftlichkeit nach und nach gelockert. Generelle Reise- oder Verkehrsbeschränkungen bestehen nicht. Auch alle Freizeitbetriebe und touristischen Angebote können wieder öffnen. Die außerordentliche Lage gemäß Epidemiegesetz wurde beendet. Es besteht keine generelle Masken-/Handschuhpflicht, in öffentlichen Verkehrsmitteln wird das Tragen von Masken jedoch empfohlen, ebenso generell die üblichen Hygienemaßnahmen.

Die Slowakei ist von COVID-19 wenig betroffen. Einreisen aus Deutschland sind ohne jegliche Einschränkungen möglich. Grenzkontrollen finden nur noch an den Grenzen zu Polen und der Ukraine statt. Die drei internationalen Flughäfen Bratislava, Poprad und Košice wurden wieder geöffnet, internationale Bus- und Zugverbindungen werden schrittweise wieder aufgenommen. Auch die touristische Infrastruktur ist weitgehend wieder geöffnet. Das Tragen einer Bedeckung von Mund und Nase durch Maske, Schal etc. ist innerhalb geschlossener Räume weiterhin Pflicht. Im Freien gilt eine Mundschutzpflicht nur, wenn ein Abstand von zwei Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann.

Slowenien ist von COVID-19 wenig betroffen. Deutsche Staatsangehörige, die ihren Wohnsitz in einem EU-Mitgliedstaat oder Schengen-assoziierten Staat haben, können grundsätzlich wieder einreisen, solange ihr Wohnsitzstaat als epidemiologisch sicher eingestuft wird. Die internationalen Flughäfen Ljubljana Maribor und Portorož sind wieder geöffnet. Der Flugverkehr wird wahrscheinlich schrittweise wieder aufgenommen. Der grenzüberschreitende Zug- und Busverkehr ist ebenso erlaubt. Auch Hotels und andere Unterkünfte sowie Gaststätten, Cafés etc. dürfen wieder öffnen. Gleiches gilt für Freizeit- und Erholungseinrichtungen. Die Kontaktbeschränkungen bestehen fort und es gilt den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Eine Pflicht einen Mund-Nase-Schutz zu tragen besteht in geschlossenen Räumen des öffentlichen Bereichs, wenn ein Abstand von 1,5 m nicht möglich ist, sowie im öffentlichen Personenverkehr.

Spanien gehört zu den am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern. Die Zahl der Neuinfektionen ist inzwischen jedoch stark gesunken. Regionale Schwerpunkte sind nach wie vor Kastilien und Leon, Madrid und Katalonien, die aber alle weit unterhalb der Zahl von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner liegen. Vor nicht notwendigen, insbesondere touristischen Reisen nach Spanien warnt das Auswärtige Amt. Auch die 14-tägigen Quarantänebestimmungen sind zu beachten. Die spanische Regierung hat angekündigt, die Beschränkungen an den EU-Binnengrenzen zum 21. Juni 2020 aufzuheben. Seit Mai gilt eine allgemeine Pflicht zum Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung an allen öffentlichen Orten innerhalb und außerhalb geschlossener Räume, an denen ein zwei-Meter-Abstand nicht eingehalten werden kann. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine generelle Maskenpflicht. Unter sechsjährige und Personen, bei denen aus gesundheitlichen Gründen die Maskenpflicht kontraindiziert ist, sind von der Pflicht ausgenommen.

Für die Balearen werden seit Mitte Juni für einzelne Flugverbindungen zwischen Deutschland und den Inseln Mallorca, Menorca, Cabrera, Ibiza und Formentera für bis zu 10.900 deutsche Touristen Ausnahmen von dem ansonsten geltenden Einreiseverbot gewährt. Auch die Quarantänebestimmungen entfallen. Stattdessen muss eine verbindliche Selbstauskunft mit Angabe der Erreichbarkeit abgegeben werden und die Körpertemperatur wird bei Einreise gemessen. Für die Kanarischen Inseln (Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, La Palma, La Gomera und El Hierro) gelten derzeit keine abweichenden Regelungen.

Tschechien war von COVID-19 wenig betroffen. Einreisen können EU-Staatsangehörige und Ausländer mit nachgewiesenem Aufenthalt in einem EU- oder Schengenstaat ohne Angabe von Gründen. Für den grenzüberschreitenden Verkehr in alle Nachbarstaaten sind wieder alle Straßen- und Eisenbahngrenzübergänge geöffnet, auch der grenzüberschreitende Bus- und Bahnverkehr wird wieder aufgenommen. Die großen Flughäfen sind für den internationalen Flugverkehr geöffnet. Luftseitige Binnengrenzkontrollen finden aber noch statt. Restaurants, Hotels, Museen und Sehenswürdigkeiten sind mit Einschränkungen hinsichtlich Belegungs- und Besucherzahlen geöffnet. Ein Mundschutz muss in geschlossenen Räumen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und bei Nichteinhalten des zwei-Meter-Abstands getragen werden. Bei Betreten von Geschäften, Restaurants, Hotels oder Museen müssen die Hände mit bereitgestellten Hygienemitteln desinfiziert werden.

Ungarn ist von COVID-19 wenig betroffen. Einreisen aus Deutschland, Kroatien, Österreich, Serbien, Slowakei, Slowenien und der Tschechischen Republik sind für deutsche Staatsangehörige ohne jegliche Einschränkungen möglich. Einschränkungen im internationalen Flug- und Zugverkehr bestehen nicht. Wichtig: Personen über 65 Jahren dürfen Lebensmittelgeschäfte, Märkte, Drogerien und Apotheken nur zwischen 9 und 12 Uhr betreten. Demnach müssen alle jüngeren Personen außerhalb dieser Zeiten einkaufen. In Geschäften, öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis besteht Maskenpflicht. In Geschäften gilt eine Abstandsregel von 1,5 Metern.

Zypern ist von COVID-19 derzeit weniger betroffen als andere Länder in Europa. Die Flughäfen sind wieder geöffnet und Einreisen aus bestimmten Ländern erlaubt, unabhängig von der Staatsangehörigkeit. Basierend auf der Entwicklung der Covid-19-Pandemie hat die zyprische Regierung Staaten in einer Liste kategorisiert, überprüft diese wöchentlich und passt die Kategorisierung ggf. an. Deutschland befindet sich zurzeit in Kategorie A. Bei Ankunft in Zypern ist mit Temperaturmessung zu rechnen, auch können bei zwei bis drei Prozent der Reisenden Covid-19-Tests durchgeführt werden. Dies gilt auch, wenn bei Einreise ein negatives Testergebnis vorgelegt wurde. Direktflüge von oder nach Deutschland werden voraussichtlich ab dem 20. Juni angeboten. Ausgangssperren, Reisebeschränkungen, Verkehr und Schließung touristischer Infrastruktur sind derzeit nicht vorgesehen. An Stränden ist zwei Meter Abstand zwischen Sonnenliegen für Personen aus unterschiedlichen Gruppen vorgeschrieben. Die Zweimeterregelung wird auch für den Tischabstand in Restaurants, Bars und Cafés angewandt. Gemeinsame Aktivitäten dürfen in einer Gruppe von maximal zehn Personen ausgeübt werden. In öffentlichen Verkehrsmitteln, in denen der vorgeschriebene Abstand von drei Metern nicht eingehalten werden kann, ist das Tragen von Gesichtsmasken Pflicht.

(ana)

Quelle: https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise

Was ist noch wichtig

Bevor man in Urlaub fährt sollte man sich der unterschiedlichen Bestimmungen und Risiken gewahr sein. Obwohl das Auswärtige Amt die allgemeinen Warnungen vielfach durch Reisehinweise ersetzt hat, muss beim Reisen einiges beachtet werden:

• Pauschalurlaube können nicht mehr wie während der Reisewarnung einfach kostenfrei storniert werden. Dies ist nur noch möglich, wenn es vor Ort zu erheblichen Beeinträchtigungen kommt.

• Reisekrankenversicherungen waren bislang für Fernreisen ratsam, nun sind sie es auch für Reisen innerhalb Europas. Wenn beispielsweise ein teurer Rücktransport ansteht oder die gesetzliche Krankenkasse nur einen Teil der Behandlungskosten übernimmt.

• Reiskrankenversicherungen sind also in jedem Fall zu empfehlen – allerdings bieten sie keinen Rundumschutz. Im Fall einer Reisewarnung oder eines Pandemiefalls schließen viele Versicherungen einige Leistungen aus – hier sollte das Kleingedruckte gelesen werden.

• Vor der Buchung sollte geprüft werden, ob für die Wunschdestination eine Reisewarnung oder ein -hinweis besteht, im Zweifelsfall kann sich dies schnell ändern.

Was passiert, wenn die Grenzen während des Urlaubs geschlossen werden müssen wegen eines neuen Infektionsherds? Bundesaußenminister Heiko Maas gibt hierzu an, dass Deutschland sich mit anderen europäischen Ländern über Behandlungsmöglichkeiten und -kapazitäten verständigt hat. Jedoch werden Reisende im Infektionsfall zunächst im Land bleiben müssen. Auch um die Rückreise in einem solchen Fall müsse man sich selbst kümmern. Große Rückholaktionen wie zu Beginn der Krise werde es nicht mehr geben, so Maas.

Für Länder mit einem Reisewarnungshinweis gelte kein Reiseverbot, betonte Maas. Man müsse jedoch bedenken, dass in einem solchen Fall die Risiken selbst zu tragen seien. Man habe kein Interesse daran die Reisewarnungen dauerhaft aufrecht zu erhalten. Bevor man diese aber in Hinweise ändere, bräuchte man transparente Informationen zum Infektionsgeschehen, den Kapazitäten des Gesundheitswesens und den Flugverbindungen. Die Bewertung der Drittstaaten soll in den nächsten Wochen beinahe täglich für die noch betroffenen Länder überprüft werden.

(ana)

Quelle: ARD extra (Sendung von Montag, 15.06.2020)

https://www.ardmediathek.de/ard/video/ard-extra/ard-extra-die-corona-lage/das-erste/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTJiOThjZWQ4LTE5MzAtNGM4OS1iZjZhLTJjNjkxZmQxZTE5Mg/