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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 25/2021
Seite 3
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Handharmonika-Spielring rechnet mit einem Märchenspiel

Auch der Handharmonika-Spielring (HSK) wurde durch die erzwungene Corona-Inaktivität in seinen Vereinsaktivitäten über mehr als ein Jahr so gut wie lahmgelegt. Dennoch hofft man nun in dem Kelsterbacher Traditionsverein auf einen Neuanfang noch in 2021. Das sagte der Vorsitzende Claus Grünewald anlässlich der Jahreshauptversammlung.

Zum Ende 2020 zählte der Verein 81 Mitglieder, zehn weniger als ein Jahr zuvor. 40 davon zählen immerhin zu den Aktiven, eine noch gute Quote. Leider meldet der HSK nur noch zwei Jugendliche. In Anwesenheit von Bürgermeister Manfred Ockel, dem neuen Stadtverordnetenvorsteher Frank Wiegand und Helga Oehne als Vertreterin des Vereinsringes berichtete Grünewald, dass die musikalischen Aktivitäten des Ersten Orchesters, es umfasst 17 Spielerinnen und Spieler, bis auf drei Corona-Orchesterproben weitgehend ruhen mussten. Alle weiteren Vereinsaktivitäten fielen leider aus. Zeitlich könne der musikalische Leiter Rene Senges die Akkordeon Arbeitsgemeinschaft in der Karl-Treutel-Schule nicht mehr aufrechterhalten. Der HSK werde folglich auch keine Jugendausbildung mehr anbieten. Seit Jahren habe der HSK keinen Zuwachs mehr erhalten. Abhilfe könnte da die Kooperation mit der Musikschule Kelsterbach bieten, da deren Leiter Marc Fischer ein ausgewiesener Akkordeon-Spieler ist und sicherlich talentierte Jugendliche an den HSK weiterempfehlen werde. Corona-bedingt schrumpften die Vereinseinnahmen um die Hälfte, berichtete der Kassenwart. So hofft man denn auch auf eine wieder normale Zeit nach Corona, in der wieder Veranstaltungen stattfinden können. Grünewald gab während der Versammlung seinem Unmut Ausdruck, dass in Pandemiezeiten die Kultur von der „Hochkultur“ bis hinunter zur Vereinsarbeit „ignoriert und totgeschwiegen wurde“. Beim Profifußball jedoch sei vieles möglich gemacht worden von der Politik. Grünewald nahm ausdrücklich die Maßnahmen und die Kommunalpolitik in Kelsterbach aus seiner Kritik heraus. Hier sei anders agiert worden im Sinne der Vereine, Verbände und Organisationen. Ausdrücklich sprach sich Grünewald gegen Hetze und Drohungen an Politiker aus. Im HSK jedenfalls sei dafür niemals Platz.

Kultur- und Vereinsarbeit essenziell

Bürgermeister Manfred Ockel lobte den HSK, der als einer der ersten Vereine aus der „Schockstarre“ erwache und nach vorne schaue. Ockel hofft, dass wieder ein normaler Lebensrhythmus ins städtische Kulturleben einzieht. Ihm sei ebenso an einer guten Zusammenarbeit mit der Musikschule gelegen. Von städtischer Seite aus könnten die Vereine wie in 2020 auch in 2021 wieder mit einer Unterstützung rechnen. Dass dies ein möglicher Weg sei, Vereine möglichst wenig beschädigt aus der Pandemie zu führen, betonten auch Frank Wiegand und Helga Oehne.

Geplante Aktivitäten

Nach einem Grillfest im August möchte der HSK, wenn alles möglich werde, im September eine Vereinsfahrt nach Magdeburg machen. Am 14. November sei ein Konzert in Kelsterbach geplant, mit dem beliebten Märchenspiel könne der HSK am 5. Dezember wieder den Kindern und Erwachsenen Freude bereiten.

Neuer Vorstand

Vorgeschlagen vom Versammlungsleiter Ernst Günter Hardt, wurde Claus Grünewald in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt. Schriftführer ist Manuel Becker, Kassierer Manfred Fierus. Zum erweiterten Vorstand gehören Anja Hoffmann und Heike Fierus. Revisor ist Karl Gesang. Nach 51 Jahren im Vorstand wurde Manfred Eckert verabschiedet. Ehrenvorstandmitglieder des HSK sind Heinrich Hoffmann, Ernst Günter Hardt und Rudolf Wohlfahrt. Der alte Vorstand war vor den Neuwahlen einstimmig entlastet worden, die Kassen- und Vereinsführung stimmt. (hb)