Vermehrte Hitze und ausgedehntere Trockenperioden haben in den vergangenen Jahren zu den deutschen Sommern gehört und dehnen sich nun auch in das Frühjahr aus. Dadurch kam es auch zu ungewöhnlich vielen und großen Waldbränden. Durch die steigende Durchschnittstemperatur und einer Häufung von Witterungsextremen ist damit immer öfter zu rechnen. Dabei sind Ausbrüche und Ausbreitungen von Waldbränden wesentlich von den Witterungsverhältnissen abhängig. Die meisten Brände geschehen im Frühjahr durch die trockene Bodenvegetation und im Sommer sowohl während als auch nach Trockenperioden, mit der Tendenz zum Spätsommer.
Ob für eine Region eine Waldbrandgefahr, oder sogar erhöhte Gefahr, besteht, lässt sich am zuverlässigsten herausfinden, wenn man die Website des Deutschen Wetterdienstes (DWD) aufruft. Während der Waldbrandsaison – von März bis Oktober – erstellt der DWD täglich aktualisierte Waldbrandgefahrenprognosen. Mithilfe der Waldbrandgefahrenindizes (WBI) wird das meteorologische Potential für einen Waldbrand dargestellt. Hierfür wird in fünf Gefahrenstufen unterschieden, von sehr gering bis sehr hoch. Für diese Berechnung werden verschiedene Faktoren einbezogen, dazu gehören die Lufttemperatur, die relative Luftfeuchtigkeit, die Windgeschwindigkeit, und die Niederschlagsrate. Hinzu kommen Bodenfeuchte, bisheriger Witterungsverlauf und die Einschätzung der Großwetterlage, die bei Bedarf zum Ausrufen der Alarmstufe A (hohe Waldbrandgefahr) oder B (sehr hohe Waldbrandgefahr) führen. Bei Alarmstufe A besteht eine fortgesetzt hohe Waldbrandgefahr und Waldgebiete werden verstärkt überwacht sowie Zugangswege kontrolliert.
Bereits im Mai kam es in Hessen zu einer erhöhten Waldbrandgefahr, nachdem die Temperaturen sommerlich waren und es seit Ende April nicht ausreichend geregnet hatte.