Die Schülerinnen und Schüler von Tania Puliak sorgten für echtes Sommer-Feeling im Fritz-Treutel-Haus.
Mit einem stimmungsvollen Konzert unter dem Motto „Sommer, Sonne und Meer“ verwandelte die Klavierklasse von Tania Puliak Mitte Juni den Hessensaal des Fritz-Treutel-Hauses erneut in eine liebevoll gestaltete musikalische Bühne. Die langjährige Klavierpädagogin der Musikschule Kelsterbach sorgt seit Jahrzehnten dafür, dass Kinder und Jugendliche die Freude an der Musik entdecken, entwickeln und bewahren. Ihre kleinen, aber feinen Konzerte haben sich längst zu einer festen Größe im Jahresprogramm der Musikschule entwickelt.
Zwar steht das Klavier stets im Mittelpunkt, doch sind die Veranstaltungen von Tania Puliak traditionell weit mehr als reine Vorspielabende. Immer wieder werden zusätzliche musikalische Akzente gesetzt, in früheren Jahren sogar mit Kindertheaterstücken nach Carl Orff. Auch diesmal wurde das Publikum mit einem liebevoll inszenierten Bühnenbild empfangen, das dem sommerlichen Motto gerecht wurde und inzwischen fast schon als Visitenkarte von Puliak und ihren Schülerinnen und Schülern gelten kann. Musikschulleiter Marc Fischer zeigte sich erfreut über die gelungene Außendarstellung der Musikschule und würdigte das große Engagement aller Beteiligten.
Durch das Programm führte einmal mehr Thorsten Schreiner, der seit vielen Jahren die Konzerte der Klavierklasse moderiert. Mit Charme und Hintergrundinformationen steuerte er das musikalische Schiff diesmal durch die Themenwelt von Meer, Sonne und Sommer und hob hervor, dass die jungen Künstlerinnen und Künstler die ganze Bandbreite des Programms überzeugend ausfüllten. Klassische Werke standen dabei ebenso auf dem Programm wie moderne Kompositionen, Filmmusiken und lockere Einlagen. Die jüngste Teilnehmerin des Abends, Isabella Mannheim, eröffnete den Konzertreigen professionell mit „Wasserrose“ und dem „Flohwalzer“. Anschließend präsentierten Karina Borislavova mit „Froschkonzert“ sowie William Lan mit „Schwimmen“ weitere musikalische Impressionen rund um das Wasser.
Beatrice Scharm interpretierte Beethovens berühmtes „Für Elise“, während Nia Ehrlich, Karina Borislavova und Tania Puliak gemeinsam mit „Tanzparty/Piratenlied“ für beschwingte Stimmung sorgten. Morwarid Fakhri entführte das Publikum mit „Wolken/Boogie“ in luftige Höhen, ehe Philipp Fetouaki mit „River Flows In You“ von Yiruma begeisterte. Thea Gröber brachte mit „La Cintura“ sommerliche Rhythmen in den Hessensaal. Katharina Behre überzeugte mit Ludovico Einaudis „Nuvole Bianche“, Luc Penner mit „Rumba Toccata“ und Cagla Atik mit Yann Tiersens „Comptine d’un autre été“ aus dem Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“.
Im zweiten Konzertteil standen weitere Höhepunkte auf dem Programm. Alexander Kraft nahm die Zuhörer mit auf eine Reise durch Hans Zimmers „Interstellar“, Timor Mende interpretierte „Shape of My Heart“, und Oskar Fetouaki spielte Einaudis „Una Mattina“. Emmanuel Penner bewies sein Können gleich mehrfach mit Schuberts „Impromptu Nr. 4“, Chopins „Fantaisie-Impromptu“ sowie weiteren anspruchsvollen Werken. Onur Erol gestaltete Chopins „Prélude in e-Moll“ eindrucksvoll und ausdrucksstark. Dem Konzertmotto entsprechend folgten gegen Ende noch einmal besondere Glanzlichter: Luc Penner sorgte mit „Fluch der Karibik“ für echtes Kinofeeling, bevor Oskar Fetouaki mit „Johnny B. Goode“ rockige Akzente setzte.
Den beeindruckenden Schlusspunkt setzte schließlich die Trommelgruppe „Hands and Drums“ unter der Leitung von Sandra Elischer. Mit afrikanischen Rhythmen und mitreißender Spielfreude verabschiedeten sich die Mitwirkenden von einem begeisterten Publikum, das die Leistungen der jungen Musikerinnen und Musiker mit langanhaltendem Applaus honorierte.
Das Konzert zeigte einmal mehr, dass die Klavierklasse von Tania Puliak nicht nur technische Fertigkeiten vermittelt, sondern vor allem Begeisterung, Kreativität und Gemeinschaftssinn fördert – Eigenschaften, die weit über die Musik hinauswirken. (gw)