Weniger Besucher, aber trotzdem eine tolle Stimmung beim diesjährigen Sommerfest der Kinderkultur.
(vl.) Musikschulleiter Marc Fischer, Sabrina Stamm von der städtischen Jugendförderung, Bibliotheksleiterin Meike Betzold und Bürgermeister Manfred Ockel sorgten beim Bonbonwerfen für strahlende Kinderaugen.
Die Rollrutsche war für die Kinder ein echtes Highlight.
Bei Ballonkünstlerin Rita Wiebe war der Andrang besonders groß.
Auch hinter der Bibliothek warteten einige schöne Angebote auf die Kinder.
Vorstandsmitglieder Irini Kaldi, Sabine Nitzsche und Tabea Hofmeister stellten den neuen Förderverein "Kulturelle Bildung in Kelsterbach" vor.
Es war mit knapp 38 Grad der bis dato heißeste Tag des Jahres. Trotz der brütenden Hitze lockte das beliebte Sommerfest der Kinderkultur am vergangenen Freitag wieder zahlreiche Familien an und in die Stadt- und Schulbibliothek, wo das Team um Bibliotheksleiterin Meike Betzold gemeinsam mit der städtischen Jugendförderung und der Musikschule, sowie weiteren Kooperationspartnern zahlreiche Angebote für den Kelsterbacher Nachwuchs auf die Beine gestellt hatte.
Einige Highlights aus den vergangenen Jahren durften dabei nicht fehlen. So sorgte das Kinderschminken, angeboten von Ute Lange und ihrem Team von „Kunterbuntes Schminkvergnügen“ aus Stockstadt, ebenso für großen Andrang wie Ballonkünstlerin Rita Wiebe, die tapfer der Hitze trotzte und von der ersten bis zur letzten Minute die Kinder mit den unterschiedlichsten Luftballonkreationen erfreute.
Neben den bewährten Angeboten, zu denen ein Hobby-Horsing-Parcours, das Bemalen von Papphäusern, Flamingo-Angeln am Planschbecken, verschiedene Geschicklichkeits-Spiele und ein Glücksrad gehörten, gab es noch jede Menge weitere Aktionen. So hatte die Jugendförderung (Juke) eine aufblasbare Rollrutsche mitgebracht, die besonders bei den Kleineren ein großer Hit war. Auch eine Hüpfburg, auf der sich der Kelsterbacher Nachwuchs austoben konnte, sowie ein kleiner, in einem Zelt untergebrachter Escape Room wurden vom Juke-Team betreut.
Die Musikschule war mit sechs Dozentinnen und Dozenten vor Ort, um Kindern verschiedene Instrumenten wie Klavier, Saxofon, Gitarre, Geige und Trompete vorzustellen. Neben der Möglichkeit, sich selbst einmal musikalisch auszuprobieren, konnten die Sommerfest-Gäste auch an einer Musikschul-Rallye teilnehmen. An jeder Instrumenten-Station galt es eine Frage zu beantworten. Wer alle Fragen richtig beantwortet hat, bekam einen kleinen Preis.
Nicht nur vor, sondern auch in der Bibliothek konnten Kinder einiges erleben. Neben einer Buttonmaschine und Glitzertattoos konnten unter anderem im Lernstudio unter Anleitung von Juliane Sturm von „Hannalinchen“ Handy- und Display-Putzer genäht werden. Zudem gab es eine Bastelstation, an der bunte Quallen kreiert werden konnten.
Erstmals war auch der neue Förderverein „Kulturelle Bildung in Kelsterbach“ mit einem Stand vertreten. Hier gab es eine Sonnencreme-Station, die Möglichkeit zum informativen Austausch sowie die Gelegenheit, eigene Ideen bezüglich dessen, welche Projekte der Förderverein unterstützen könnte, aufzuschreiben. Gewünscht wurden unter anderem mehr Kinderfeste, Museumsbesuche für Kinder, Open Air Konzerte und Theateraufführungen oder - passend zu den Temperaturen - eine Klimaanlage für die Bibliothek.
Neben den vielen Kreativ- und Spielangeboten kam das leibliche Wohl der Sommerfest-Gäste ebenfalls nicht zu kurz. Dafür sorgte auch in diesem Jahr wieder der Verein Kelsterkult, der Brat- und Rindswürste sowie Brezeln und Getränke anbot. Um gerade den kleinen Sommerfest-Gästen erfrischend kühle Getränke servieren zu können, habe der Verein am Vortag extra noch einen neuen Kühlschrank besorgt, berichtet Renate Klusmeier, erste Vorsitzende des Vereins. Der Einsatz hat sich gelohnt, Wasser und Apfelschorle waren im wahrsten Sinne des Wortes heiß begehrt.
Unterstützt wurde das Kelsterkult-Team in diesem Jahr vom Tierschutzverein. Nachdem Klusmeier erfahren hatte, dass dieses Mal keine Waffeln vom Bibliotheks-Team gebacken werden, hat sie bei Judith Wagner nachgefragt, ob der Tierschutzverein diese Aufgabe übernehmen würde. Die Vereinsvorsitzende hat sofort zugesagt und zeigte sich mit dem wetterbedingt etwas geringerem Ergebnis als in den Vorjahren - etwa 150 Waffeln wurden gebacken - durchaus zufrieden.
Süßes boten auch Eltern aus der Kita Don Bosco an, die rund 300 Muffins gebacken hatten. Ob Schoko-, Zitronen-, Kirsch- oder Mohn-Muffins - die Auswahl der ansprechend dekorierten Mini-Kuchen ließ keine Wünsche offen. Das galt auch für das Bonbonwerfen, das sich im Laufe der Jahre als Finale des Sommerfests zu einer bei Kindern hoch im Kurs stehenden Tradition entwickelt hat. Neben Meike Betzold, Musikschulleiter Marc Fischer und Sabrina Stamm von der Jugendförderung warf auch Bürgermeister Manfred Ockel Süßigkeiten in Richtung der aufgeregten Kinderschar. Zuvor aber dankte Ockel noch allen Beteiligten für die Organisation eines wieder einmal gelungenen Fests und den Kindern, dass sie die vielen Angebote so zahlreich genutzt hätten.
Nachdem alle Bonbons verteilt waren und sich das Fest aufgelöst hatte, zog die Bibliotheksleiterin ein positives Fazit: „Wir hätten uns zwar etwas weniger Hitze und dafür mehr Besucher gewünscht. Aber dass wir trotz der hochsommerlichen Temperaturen etwa 300 Gäste begrüßen durften und über den gesamten Nachmittag hinweg so viele fröhliche Kinder gesehen haben, macht uns einfach nur glücklich.“ Ähnlich sah das auch Renate Klusmeier: „Bei diesem Fest geht es einzig und allein um die Kinder. Und für die stellen wir uns gerne in die Hitze.“