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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 27/2018
Politische Themen
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WIK fragt nach: Wieviel Glyphosat ist in Kelsterbach im Umlauf?

Im letzten Jahr wurden in Kelsterbach durch den Kommunalbetrieb 5000 l Glyphosat und andere Pflanzenvernichtungsmittel ausgebracht. Dies geht aus den Antworten der Stadt auf eine Anfrage der Wählerinitiative Kelsterbach (WIK) hervor. Glyphosat, das im Verdacht steht krebserregend zu sein, ist offenbar in großen Mengen im Kelsterbacher Stadtwald verwendet worden.

Konkret fragte die WIK: "Welche chemischen Pflanzenvernichtungsmittel wurden 2017 von Mitarbeitern der Stadt oder durch die Stadt beauftragten Firmen in Kelsterbach Stadt, Wald und Flur eingesetzt? Bitte mit Ausbringungszeitraum, Ort und Menge sowie Ausbringungsart beantworten."

Die Antwort des Kelsterbacher Kommunalbetriebs (KKB) war eindeutig: "Menge: ca. 5.000 l." Die Stadtverordneten der WIK rechneten nach und kamen zu einem überraschenden Ergebnis: Ist wirklich diese Menge an Glyphosat ausgebracht worden. wäre das bei einem flächendeckenden Einsatz mehr als das Vierfache der zulässigen Menge gewesen.

"Seitens der SPD fehlt jeglicher Wille, dem Einsatz von Glyphosat im Kelsterbacher Wald ein Ende zu bereiten.", so Christian Hufgard von der WIK. "Dazu passt auch, dass sie unseren entsprechenden Antrag abgelehnt haben. Der von ihnen eingebrachte und angenommene Antrag sieht explizit vor, dass in unsere Natur weiterhin dieses Gift eingesetzt werden darf. Und in Anbetracht der - scheinbar unbekannten eingesetzen Menge - davon zu sprechen, es würde 'Minimierung' betrieben, ist doch einfach nur blanker Hohn! Die SPD auf Kreis- und Bundesebene bezieht ganz klar Stellung zu Glyphosat. Es ist mir unbegreiflich, wieso das nicht auch in Kelsterbach geht."

Die Anfragen der WIK und die Antworten der Stadt sind auf www.wik-kelsterbach.de zu finden.