Die ganz große Hitze mit Temperaturen von über 40 Grad ist zwar vorerst vorbei, aber der Sommer hat gerade erst angefangen. Dass es in den kommenden Wochen noch einmal richtig heiß wird, davon kann also ausgegangen werden. Um den Körper nicht zu stark zu belasten und sich vor gesundheitlichen Risiken zu schützen, sollte man daher Tipps zum richtigen Umgang mit Hitze beherzigen.
So sollte unter allen Umständen ausreichend getrunken werden, auch wenn kein Durstgefühl empfunden wird. Mindestens anderthalb bis zwei Liter sollten über den Tag verteilt zu sich genommen werden, bevorzugt Wasser, ungesüßte Tees oder stark verdünnte Saftschorlen. Auf alkoholische Getränke sollten ebenso verzichtet werden, wie auf zuckerhaltige Softdrinks.
In Kelsterbach sind am Graf-de-Chardonnet-Platz, auf dem Marktplatz im Unterdorf, auf dem Sandhügelplatz, auf dem Baugéplatz und im Südpark Trinkwasserbrunnen eingerichtet. Die genauen Standorte sind auf der städtischen Homepage unter Stadt & Region > Klimaschutz zu finden.
Beim Essen ist es ratsam, leichte Speisen wie Salate, Gemüse und Obst zu bevorzugen. Besonders wasserreiche Nahrungsmittel wie Melonen, Gurken, Beeren und Tomaten sind zu empfehlen. Leicht gesalzene Speisen können den Körper dabei unterstützen, den Mineralstoffhaushalt auszugleichen.
Wenn möglich, sollte man sich bei großer Hitze draußen nur im Schatten aufhalten. Körperliche Anstrengungen sollten insbesondere in der Mittagshitze vermieden und auf die Vormittagsstunden verlegt werden. Es wird geraten, leichte, helle und luftige Kleidung sowie eine Kopfbedeckung zu tragen und einen ausreichenden Sonnenschutz zu verwenden.
Kinder oder Haustiere dürfen niemals allein im geparkten Fahrzeug zurückbleiben - auch nicht für kurze Zeit. Stehende Fahrzeuge heizen sich in kürzester Zeit extrem auf, was schnell lebensbedrohliche Folgen haben kann.
Wohnräume können möglichst kühl gehalten werden, wenn morgens und nachts gelüftet wird, solange die Temperaturen draußen noch niedriger sind als drinnen. Tagsüber sollten dann Fenster, Rollläden und Vorhänge geschlossen bleiben, um die Wärme draußen zu halten. Zum Abkühlen können Ventilatoren genutzt werden. Es hilft aber auch, lauwarm zu duschen oder Handgelenke, Nacken, Waden regelmäßig mit kaltem Wasser zu kühlen.
Auf ältere Menschen, Alleinlebende, Kinder sowie Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen sollte bei großer Hitze besonders Rücksicht genommen werden. Es wird empfohlen, einfach mal bei Nachbarinnen, Nachbarn, Freunden oder Angehörigen nachzufragen, ob Unterstützung benötigt wird. Für alle, die regelmäßig Medikamente einnehmen, gilt, unbedingt mit dem Arzt oder der Ärztin abzuklären, ob die Dosierung bei sehr hohen Temperaturen gegebenenfalls angepasst werden muss.
Bei Schwindel, starken Kopfschmerzen, Übelkeit, Kreislaufproblemen oder Verwirrtheit sollte umgehend ein kühler Ort aufgesucht werden, ausreichend getrunken und gegebenenfalls medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.
Um rechtzeitig über drohende Wetterextreme informiert zu werden, empfiehlt es sich, die WarnWetter-App des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf dem Handy zu installieren. Die App informiert über aktuelle Wetter- und Gefahrenlagen - von leichtem Regen bis schweren Unwettern. Sie ist als kostenfreie Basisversion, sowie als kostenpflichtige Vollversion erhältlich. (sb)