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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 28/2020
Seite 2
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Musikalische Weltpremiere in der Untermainstadt

Impressionen des Onlinekonzerts.

„Diese unglaubliche Energie, Power, Aufregung, Freude! Man hat es gespürt, das war so stark wie ein Vulkan!“, zeigte sich Tanja Puliak aufrichtig begeistert, dass ihr Onlinekonzert zu einem vollen Erfolg wurde. Da ihre Musikschüler aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen auf ihr traditionelles Sommerkonzert hätten verzichten müssen, kam die einfallsreiche Pianistin auf die Idee das Konzert über eine Whatsapp-Gruppe abzuhalten. Unter den rund 50 Gruppenteilnehmern, überwiegend bestehend aus Musikschülern und deren Eltern, befand sich auch Lokalprominenz wie Stadtverordnetenvorsteherin Helga Oehne und Bürgermeister Manfred Ockel, die den Darbietungen gebannt am Smartphone folgten. Sina Ehser etwa sorgte mit dem Klavierstück des bekannten Titels „Can you feel the love tonight“ von Elton John für einen Gänsehautmoment. Ein gemeinsames Video mit Puliak postete Pia Stein, bei dem sie vierhändig das Stück „The old Banjo“ zum Besten gaben. Viel virtueller Applaus ging auch an Huanhuan Beichert, die das Klavierstück „La Mer“ auf der Orgel neu interpretierte. Für das Sommergefühl sorgte Patrick Stelmach der die Zuschauer mit seinem Gesangsvideo von Alvaro Solers „La Cintura“ an die spanische Küste entführte. Ein besonderer Hingucker war auch das Video von Sänger Max Demant der „21 Guns“ von Greenday vor einer fesselnden Kulisse mit professionellen Lichteffekten performte. Auch die inzwischen aufgelöste Orff-Gruppe, die Puliak immer noch engverbunden ist, beteiligte sich mit einem älteren Video, in dem sie ihr Paradestück, den Cup-Song von Anna Kendrick, vorführte. Kein Wunder, dass nach diesem besonderen Konzert alle nur lobende Worte für die engagierte Musiklehrerin fanden, die in kurzer Zeit mit ihrem Onlinekonzert eine Weltpremiere auf die Beine gestellt hat. Die Stadtverordnetenvorsteherin etwa bezeichnete sich selbst als „rundum zufrieden und glücklich“, ob der schönen und abwechslungsreichen Augenblicke und auch Querflötenlehrer Michael Naumann lobte die „mitreißende Musik von der besten Kollegin“. Nachdem das Onlinekonzert derart guten Anklang gefunden hat, ist es nicht verwunderlich, dass Puliak sich die Option offen hält, weitere Konzerte auf diesem Weg stattfinden zulassen. Für ihre Schüler, die ihr en masse mitgeteilt haben wie sehr sie den Unterricht zwischenzeitlich vermisst haben, seien die Konzerte „noch mehr Motivation, mehr zu üben“. Als nächstes plant die beliebte Dozentin, die Whatsapp-Gruppe um Musiker zu erweitern und schlussendlich die Videos auch auf der Plattform YouTube hochzuladen, um so eine größere Reichweite zu generieren. (Text und Bilder So)