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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 3/2026
Seite 2
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Auszeichung für digitale Transformation der Stadt

DIGITAL TRANSFORMATION Ausgezeichnet in der Kategorie »DIGITAL TRANSFORMATION« PLATIN: Dr. Nina Böhm | Landeshauptstadt München GOLD: Ramona Krieger | Stadtverwaltung Kelsterbach SILBER: Sabrina Donner | Landkreis Lüchow-Dannenberg

Die Digitalisierung schreitet voran und erobert auch in der städtischen Verwaltung von Kelsterbach immer mehr Bereiche. Dahinter steht die Abteilung Smart City Management bestehend aus Ramona Krieger, Xenia Lämmle und Elizabeth Adeniran. Teamleiterin Ramona Krieger wurde nun beim FIT-Win-Award nominiert und gewann für die Digitale Transformation im Bereich Woman in eGovernment eine Auszeichnung in Gold. Sie setzte sich damit gegen 11 Mitstreiterinnen durch.

Der FIT-Kongress ist das Jahrestreffen von Frauen aus der IT-Branche. Hier geht es darum, dass sich Frauen aus dem IT-Umfeld vernetzen, um sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Die Awards wurden von der Vogel IT Medien GmbH und WIN zum achten Mal an erfolgreiche Frauen vergeben. Ermittelt werden die Gewinnerinnen mittels einer Leserumfrage, die Platzierungen werden in Silber, Gold und Platin vergeben. WIN steht dabei für Women's IT Network und wurde 2014 in Augsburg gegründet. Eine aktive Online-Community, regelmäßige Treffen und der große FIT-Jahreskongress, bei dem die Awards verliehen werden, sorgen für einen persönlichen Erfahrungsaustausch und fördern die nachhaltige Stärkung von Frauen in der IT.

Krieger erreichte die Nominierung überraschend, umso mehr freute sie sich und betont, dass es nur in einem guten Team möglich sei, starke Leistungen zu erzielen. „Wir können als mittelgroße Stadt schon viel vorweisen. Neben den digitalen Prozessstrecken und dem KelsterBot auf der Homepage haben wir mit der KelsterVoice einen digitalen Zwilling, der die Stadt Kelsterbach abbildet, geschaffen. Hier kann man unterschiedliche Informationen visualisiert abrufen“. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit Feedback zu geben. Ein separater Bereich für die Kinder- und Jugendlichen mit der Möglichkeit, Spielplätze zu beurteilen und ebenfalls Feedback zu geben, runden den digitalen Zwilling ab.

Das Team Smart City Management arbeitet außerdem zeitintensiv an der Weiterentwicklung der Datenplattform Kelsterboard. Hier gehen unterschiedlichste Daten der Stadt ein und können von interessierten Bürgerinnen und Bürgern eingesehen werden. Im Hintergrund helfen die Daten aus Verkehrskameras, Umwelt- und Wettersensoren, datenbasierte Entscheidungen zu treffen und dadurch die Stadt in ihrer Planung und nachhaltigen Entwicklung zu unterstützen.

Auch das gut besuchte KelsterLab ist eine Einrichtung, die nicht jede Stadt vorweisen kann. Krieger nennt es Kompetenzzentrum, denn hier werden zielgruppengerecht sowohl Kinder und Jugendliche als auch Senioren an unterschiedlichste digitale Themen herangeführt, um im Alltag besser zurechtzukommen oder eine Berufsperspektive zu erhalten. Gerade Mädchen werden angehalten, sich mit technischen Themen auseinanderzusetzen – zum Beispiel beim GirlsTech, einem Angebot, das mittwochs von 16.30 bis 18 Uhr stattfindet.

Auch der FIT-Kongress geht in diese Richtung. Sein Ziel ist, mehr Aufmerksamkeit auf Frauen in der IT zu lenken und sie und ihre Leistungen sichtbarer zu machen. Dabei helfen gute Netzwerke, aber auch Vorträge und Workshops, in denen Projekte vorgestellt und neue Impulse gegeben werden. Wichtig ist, Frauen weibliche „Role Models“ vorzustellen und damit weibliche Nachwuchskräfte für die IT-Branche zu begeistern, zu motivieren und zu fördern.

„Die Vorträge waren allesamt hochkarätig“, schwärmt Krieger. „Sie waren nicht nur auf Frauen in Führungspositionen fokussiert, sondern boten auch wertvolle Einblicke in die aktuellen Entwicklungen der Arbeitswelt. Besonders spannend war die Diskussion über die rasante digitale Transformation und die Rolle der künstlichen Intelligenz, die zunehmend die Arbeitswelt verändert. Die Möglichkeiten, die sich in der Effizienzsteigerung von Verwaltungsprozessen oder der Verbesserung von Bürgerdiensten ergeben sind immens.“

Um diese teure Datenplattform nutzen zu können, hat sich die Stadt Kelsterbach mit den Städten Raunheim und Rüsselsheim zusammengeschlossen und ist in ein Förderprogramm aufgenommen worden. Finanziell werden die drei Städte nun vom Land Hessen unterstützt. (ana)