Titel Logo
Kelsterbach aktuell
Ausgabe 30/2018
Politische Themen
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

WIK

Wie schon auf der Nordseite der Bahnlinie wird nun auf der Südseite eine Lärmschutzwand aufgestellt.

kritisiert Baustellenplanung für Lärmschutzwand

Nachdem schon vor Monaten die dichte Hecke an der Bahnstraße gerodet worden war, hat die Bahn mit den Arbeiten für die Lärmschutzwand begonnen. Und wieder einmal kann man als Kelsterbacher nur den Kopf schütteln. Für fast ein halbes Jahr wird den Anwohnerinnen und Anwohner zugemutet, die Bahnstraße weder zum Parken, noch zum Befahren in beide Richtungen zu nutzen: Direkt hinter der alten Mörfelder Straße prangt ein Einbahnstraßenschild.

Christian Hufgard, der die Bahnstraße auf dem Weg zur Arbeit regelmäßig mit dem Fahrrad passiert, ist empört: „Ich frage mich, wer hier die Planung durchführt oder genehmigt? Als Radfahrer komme ich relativ leicht Richtung Bahnhof, indem ich durch die Gartenstraße fahre. Aber was ist mit den Autofahrern? Es sind nicht mal Umleitungen ausgeschildert. Aus der Gartenstraße hört man, dass hier „Selbsthilfe“ betrieben wird: Manche ignorieren das kurze Stück Einbahnstraße und kommen so ins Stadtzentrum. Dabei wird dann gerne auch mal ordentlich aufs Gaspedal gedrückt. Dabei kommt es immer wieder zu kritischen Situationen. Vor allem Kinder sind hier gefährdet.“

Die absurd lange Bauzeit der drei Kilometer langen Lärmschutzwand ist eine Zumutung für die Bewohner. Es ist besonders ärgerlich, weil die Wählerinitiative 2014 und 2015 durch Eingaben, Anträge und Anfragen darauf gedrungen hatte, Bürgerinnen und Bürger in den Planungsprozess einzubeziehen. Wir kritisierten damals, dass das Rathaus kaum Engagement gezeigt hatte, auf die Planungen der Bahn Einfluss zu nehmen. All unsere Bemühungen wurden damals von der regierenden SPD als „überflüssig“ abgeblockt. Stattdessen wurden 13.000 Euro für eine „Farbberatung“ ausgegeben, der wir die blaue Farbe der Lärmwände zu verdanken haben.