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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 30/2019
Politische Themen
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Radverkehrsförderung in Kelsterbach: Mangelhaft bis ungenügend

Immer überfüllt. Schon vor Jahren stellte das Radkonzept fest, dass deutlich mehr Abstellplätze gebraucht werden.

Nach fünf Jahren hat WIK untersucht, ob das Radverkehrskonzept der Stadt Kelsterbach verwirklicht wurde. Nur 6 von 36 Schwachpunkten sind beseitigt.

Kelsterbach belegte im jüngsten Fahrradklimatest hessenweit den letzten Platz. Aus Sicht der Wählerinitiative Kelsterbach kommt dieses Ergebnis nicht von ungefähr.

Die Stadt hat zwar 2015 ein Radverkehrskonzept verabschiedet, aber danach ist das Papier offenbar in den Schubladen verschwunden. Die WIK hat nun überprüft, ob das Konzept umgesetzt wurde. Demnach sind nur sechs der insgesamt 36 festgestellten Schwachstellen beseitigt.

Sogar bei Neubauten werden die Empfehlungen des Radverkehrskonzeptes ignoriert. Immer wieder werden die gleichen Fehler wiederholt, wie z.B. im Neubaugebiet Länger Weg.

Es zeigt sich, dass Kelsterbach hier ein strukturelles Problem hat. In der Verwaltung gibt es keine Ressourcen, keine Fachkompetenz, keine Stelle, die sich mit der Umsetzung des Radkonzepts und der Förderung des Radverkehrs effektiv befasst. Auch die Einrichtung eines ehrenamtlichen „Radverkehrsbeauftragten“ hat keinerlei Wirkung entfaltet.

Unsere Anträge zur Förderung des Radfahrens wurden jüngst von der Regierungsmehrheit mit dem Hinweis abgelehnt, dass es weiterer Konzepte bedarf. Nun wird aufgrund unserer Bemühungen ein „Nahmobilitätscheck“ durchgeführt, der eine Bestandsaufnahme und Handlungsempfehlungen zum Ergebnis haben wird. Wir hoffen, dass der Check nicht auch in der Versenkung verschwindet. Angesichts des zunehmenden motorisierten Verkehrs ist es dringend erforderlich umweltfreundliche Formen der Mobilität konsequent zu fördern und auszubauen.

Die vollständige WIK-Untersuchung zum Radverkehrskonzept finden Sie auf www.wik-kelsterbach.de