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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 31/2018
Seite 2
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Stadtverwaltung öffnete ihre Pforten für "Mädchenzukunftstag"

Für neun Mädchen der Gesamtschule wurde der diesjährige Girls‘ Day ein ganz besonderes Ereignis. Zum ersten Mal konnten sie Einblicke in „nicht-frauentypische“ Berufe der Stadtverwaltung gewinnen.

Im Kelsterbacher Kommunalbetrieb liegt der Frauenanteil gerade einmal bei dreizehn Prozent. Die Freiwillige Feuerwehr und die Stadtwerke haben derzeit gar keine Frauen unter ihren Beschäftigten. Um diese Berufe auch außerhalb der klassischen Zielgruppe populär zu machen, eignet sich der jährliche Mädchenzukunftstag ganz hervorragend.

Die Organisation des Girls‘ Day wurde erstmals von der Ausbildungsleiterin Bianca Mantik, gemeinsam mit der Auszubildenden Milena Gyr, übernommen. Ein besonderes Augenmerk legten die beiden bei ihrem neuen Konzept darauf, dass die Teilnehmerinnen möglichst aktiv eingebunden werden sollten. „Ich habe mich daran orientiert wie ich den Girls‘ Day gerne gehabt hätte“, fasst Gyr ihre Bemühungen zusammen. Zum umfangreichen Programm gehörte die Besichtigung des Bauhofs, ebenso wie ein Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr, die für die äußerst interessierten Jugendlichen einen Fettbrand simulierte und das Berufsbild des Feuerwehrgerätewarts vorstellte. Ein besonderer Höhepunkt des ereignisreichen Tages war der Besuch des Sport- und Wellnessbades. Die 13- bis 16-jährigen Mädchen wurden hier sogar unter die Schwimmbecken geführt und „gewinnen einen anderen Einblick“, die dem normalen Badegast nicht zuteil wird, wie Mantik die exklusive Führung beschrieb.

Sebastian Poppek veranschaulichte dann die Tätigkeit als Maschinenwart und ließ seine Schützlinge sowohl Wasserproben entnehmen, als auch eine rostige Wasserpumpe auseinanderbauen.

„Für die Stadt Kelsterbach loht sich der Girls‘ Day zur Nachwuchsgewinnung. Viele der Mädchen finden Gefallen an der Tätigkeit im öffentlichen Dienst und bewerben sich später auf Schüler- oder Jahrespraktika“, weiß die Ausbildungsleiterin zu berichten. Auch im kommenden Jahr wird sich Kelsterbach deshalb wieder daran beteiligen. Möglichweise sogar mit einem Boys‘ Day. Auch Gyr findet den Gedanken interessant, den Mädchenzukunftstag „mal anders rum zu machen“. Genug „frauentypische“ Berufe hat die Verwaltung definitiv zu bieten. Dass die Tätigkeiten im öffentlichen Dienst interessant und abwechslungsreich sind, können die begeisterten Teilnehmerinnen dieses Girls‘ Days sicher bestätigen. (So)