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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 32/2026
Seite 3
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Fünf Wochen Spiele, Sport und Spaß

Strahlende Gesichter beim Badeausflug.

Die letzte Woche der Ferienspiele war für die älteren Kinder bestimmt.

Aus Schwimmnudeln wurden Ritterschwerter gebastelt.

Die Feuerwehr war bei den Ferienspielen zu Gast.

Die Sommerferien sind für viele Kinder die schönste Zeit im Jahr – sechs Wochen freie Zeit ohne Verpflichtungen und Hausaufgaben. Doch bisweilen fällt es schwer, die langen Wochen mit unterhaltsamen Aktivitäten zu füllen, Langeweile zu vermeiden. Wie gut, dass die Kelsterbacher Jugendförderung jedes Jahr aufs Neue ein attraktives Angebot macht, um die eine oder andere Ferienwoche kurzweilig und in Gemeinschaft mit anderen Kindern zu verleben. Fünf Wochen abwechslungsreiches Programm hatte das Team Jugendförderung der Stadtverwaltung um Teamleiterin Sabrina Stamm wieder auf die Beine gestellt, das für verschiedene Zielgruppen konzipiert und auf deren jeweilige Interessen zugeschnitten war.

Die Kelsterbacher Ferienspiele, die am heutigen Freitag zu Ende gehen, waren in vier Blöcke eingeteilt. Die ersten beiden Wochen waren für Grundschulkinder gedacht, die nächste Ferienspielwoche war ausschließlich Mädchen vorbehalten, danach kamen jene Kinder an die Reihe, die nach den Ferien eingeschult werden, und schließlich hatten die älteren Kinder ab der fünften Klasse die Gelegenheit, eine tolle Woche zu verleben.

Insgesamt machten 95 Kinder von dem Angebot Gebrauch, neben dem Team Jugendförderung kümmerten sich zwanzig weitere, eigens engagierte Betreuerinnen und Betreuer um sie. Verortet waren die Ferienspiele abwechselnd in der Karl-Krolopper-Schule und im Jugendzentrum. Und natürlich wurden zahlreiche Ausflüge unternommen, die häufig über die Stadtgrenzen Kelsterbachs hinausführten. Die gesamte Verpflegung sowie die Kosten für Ausflüge waren in der moderaten Teilnahmegebühr von hundert Euro pro Woche (beziehungsweise 70 Euro für die Teilnahme an der Mädchenwoche) bereits enthalten.

In den ersten beiden Wochen konnten sich die Grundschüler aussuchen, ob sie sich lieber kreativ, sportlich oder naturverbunden beschäftigen wollten. In der Kreativgruppe wurden unter anderem Jutebeutel und Steine bemalt, Blumentöpfe gestaltet, ein Biotop im Glas angelegt, ein Feenhaus gebastelt und Theater gespielt. Die Sportgruppe veranstaltete eine Olympiade und einen Ninja-Parcours, spielte „Capture the Flag“ mit selbstgebastelten Flaggen, außerdem Escaperoom und Werwolf. Wer sich für die Naturgruppe entschieden hatte, stellte kleine Boote her und ließ sie auf einem Weiher schwimmen, löste kleine Rätsel auf einem Waldausflug, briet Marshmallows am Lagerfeuer, nahm an einem Steinturmwettbewerb teil, setzte ein Vogelhaus zusammen und baute im Rahmen einer „Survival-Challenge“ einen Unterschlupf. In jeder Woche stand zudem ein Ausflug auf dem Programm, das eine Mal ging es ins Frankfurter Stadionbad, das andere Mal mit dem Fahrrad auf den Schwanheimer Waldspielplatz. Als besonderen Programmpunkt hatte die Jugendförderung Besuche des Schutzmanns vor Ort sowie der Feuerwehr vereinbart. Der Polizist simulierte mit den Kindern einen Kriminalfall – einen Diebstahl – und erläuterte die Arbeit der Polizei, beispielsweise Spuren sichern, Zeugen befragen, Tatverdächtige vernehmen. Die Feuerwehr gab ebenfalls eine kleine Kostprobe ihrer Tätigkeit, bei der die Kinder auch selbst einmal mit anpacken und ein kleines Feuer löschen durften. Die Kelsterbacher Musikschule richtete ein mobiles Tonstudio bei den Ferienspielen ein, das die Kinder dazu nutzen konnten, ihren eigenen Ferienspielsong aufzunehmen.

Die Mädchenwoche hielt ein buntes Programm bereit, das mit einem Kreativtag startete. Hier wurden Perlen-Armbänder gebastelt, Jutebeutel gestaltet, Naturkosmetik hergestellt und Leinwände bunt angemalt. Tags darauf stand ein Ausflug zum Schloss Freudenberg in Wiesbaden an, das mit seinen zahlreichen Stationen im Schlossgebäude und im Park zum Anfassen, Ausprobieren und zum Entfalten der Sinne anregte. Beim Koch- und Backtag wurden verschiedene Leckereien – etwa Pizza, Wraps und Cake-Pops – in der Küche des Jugendzentrums hergestellt. Der Raunheimer Waldsee war das Ziel eines Ausflugs und sein kühles Nass versprach wohltuende Linderung der hochsommerlichen Hitze. Wasser stand auch beim Abschlussevent der Mädchenwoche im Zentrum: eine Wasserolympiade, ein Schwammstaffelrennen, mit Wasserpistolen einen Ball treiben oder Zeitungen abschießen machte den Kindern reichlich Spaß und erfrischte sie zugleich.

Die Ferienspielwoche, die den im Übergang vom Kindergarten in die Schule befindlichen Kindern vorbehalten war, stand unter dem Motto Mittelalter. So wurden zum Einstand erst einmal passende Requisiten gebastelt, etwa Königskronen und Ritterschwerter. Solchermaßen eingestimmt, machten die Kinder einen Ausflug auf die hinter Hanau gelegene Ronneburg. Bei einer Führung durch die imposante Burg erfuhren die Ausflügler einiges über das Mittelalter. Außerdem durften sie Wappen und Schilder basteln sowie Lederbeutel gestalten. Ein andermal kam die Freiwillige Feuerwehr zu Besuch, um eine Wasserspielrallye zu veranstalten, außerdem wurde Kino geschaut und Schultüten gebastelt. Das digitale Stadtlabor KelsterLab war Ziel eines Ausflugs, bei dem die Kinder aus Legosteinen Riesenräder mit digitaler Steuerung bauen durften. Schließlich stand noch das Drehen von einfachen, kurzen Videoclips auf der Agenda. Zum Ausklang der Woche wurde Programm ganz nach Wunsch der Kinder gemacht. Nach einem Besuch des Schwanheimer Waldspielplatzes ging es zu Sport und Spiel in die Halle, schließlich wurden noch Wasserspiele zur Abkühlung veranstaltet.

Auch bei den älteren Ferienspielkindern drehte sich vieles ums Wasser, zum Beispiel Wasserspiele am Jugendzentrum, ein Besuch des Stadionbads und Kanufahren auf der Lahn bei Weilburg. Doch auch die Kreativität der Kinder war gefragt, etwa beim Baseballkappen-Verzieren, beim Ferienspieltrailer-Drehen oder bei der Planung der ganz persönlichen Traum-Ferienspiele. Auch die Bewegung durfte nicht zu kurz kommen, beim Wettkampf der Ferienspielkinder gegen die Betreuer in der Baugéhalle galt es, sich sportlich und spielerisch miteinander zu messen und Geschicklichkeit unter Beweis zu stellen. Des Weiteren wurde eine Fahrradtour in die Schwanheimer Dünen unternommen, wo dann gemeinsam gepicknickt wurde. Am heutigen Freitag ist Entspannung und Muße angesagt. Im Jugendzentrum werden alkoholfreie Cocktails gemixt, es läuft entspannte Musik und es werden Leinwände bemalt. Später wird zusammen gegrillt. Zum Ende der Ferienspiele nehmen die Kinder dann ihre sogenannten Komplimente-Gläser mit nach Hause. Die Gläser haben sie selbst gestaltet, und die anderen Kinder haben etwas Nettes über die jeweilige Person dem Gefäß hinzugefügt.

Ein Dankeschön haben sich sicher auch die Organisatorinnen und Organisatoren sowie die Betreuerinnen und Betreuer der Ferienspiele verdient, die es mit Ideenreichtum, Freundlichkeit und Zugewandtheit den Kindern ermöglicht haben, eine schöne Zeit bei den Ferienspielen zu verleben.

(wö)