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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 34/2018
Seite 3
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Kreiselbau wird ein dreiviertel Jahr dauern

Der Planungs- und Bauausschuss (BPU) machte mit einem einstimmigen Votum den Weg frei für den Bau eines Kreisverkehrs an der heutigen Kreuzung Mörfelder Straße/Südliche Ringstraße.

Die etwas geänderte Entwurfsplanung stellten Lutz Küllmer und Viktoria Schambach vom Büro Kolb und Küllmer vor, mit einbezogen in die Planung war Mario Schuller, der Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs Keis Groß-Gerau e.V. Der war hinzugezogen worden, um für die Radfahrer eine möglichst ungefährliche und praktikable Befahrung des neuen Kreisels sicherzustellen. Schnelle Radfahrer können künftig die höhengleiche Fahrbahn nutzen, langsame Radler auch die Gehwege. In drei Bauabschnitten, die insgesamt etwa neun Monate dauern werden, soll der Kreisverkehr gebaut werden. Es wird dann immer eine Möglichkeit der Umfahrung geben je nach Bauabschnitt über den Taubengrund und den Staudenring, die Baugèstraße oder die Südliche Ringstraße. Ein Teil der heute asphaltierten Fläche werde entsiegelt und begrünt, sagte Bürgermeister Manfred Ockel, ein positiver Nebeneffekt.

Straßenbeitragssatzung

Für Städte und Gemeinden, die nicht unter dem sogenannten Schutzschirm der Landesregierung stehen, hat Hessen die Möglichkeit mit einer Kann-Regelung geschaffen, die Straßenbeitragssatzung abzuschaffen. In Kelsterbach und auch in Bad Vilbel soll das geschehen. Nicht gemeint sind damit Erschließungsgebühren bei neuen Wohngebieten. Wie Bürgermeister Manfred Ockel als Beispiel für Kelsterbach darlegte, müssten die Anwohner der Kirschenallee eine grundhafte nötige Erneuerung der Straße und des Gehweges nahezu allein stemmen, obwohl diese Straße auch von Besuchern des Sportparks und des Sport- und Wellnessbades genutzt würden. Nach der alten Regelung würden die Anwohner nach Abzug eines allgemeinen Anteils mit 75 Prozent der Kosten zur Kasse gebeten. Bundesweit seien solche Forderungen, die in fünfstellige Eurobeträge münden können und Privatinsolvenzen verursachen können, zurzeit in einer lebhaften Diskussion.

Fluglärmschutzgsetz

Ebenfalls einmütig stimmte der BPU der Magistrats-Stellungnahme zum Entwurf eines Berichtes zur Evaluierung des Fluglärmschutzgesetzes zu. Das sei bisher eher ein zahnloser Tiger, so Ockel, Für Kelsterbach und den Flughafen Rhein-Main, der bis zu 700.000 Flugbewegungen im Jahr anstrebe und den Bau des Terminal drei vortreibe, sei eine Verbesserung der Schutzwirkung für die Anwohner dringend nötig. Dazu gehöre auch das Thema „Ultrafeinstaub“, der mit einem neuen Messnetz festgestellt werden müsse. Christian Hufgard von der Wählerinitiative sagte, dass nun die schädliche Wirkung des Lärm in den Vordergrund der Diskussion trete sei zu begrüßen. Man fordere jedoch weiterhin zum Schutz der Anwohner ein Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr. Beschlossen wird in der kommenden Stadtverordnetenversammlung am Montag, 27. August, 19 Uhr im Fritz-Treutel-Haus, Bergstraße 20. (hb)