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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 34/2019
Seite 2
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Zehn Jahre Verein Kleeblatt Kelsterbach

Seit einem Jahrzehnt gibt es den sozialen Hilfeverein Kleeblatt. Bereits bei diesem kleinen Jubiläum wurde deutlich, wie sehr der Verein mit seinen Hilfsangeboten gebraucht wird und wie sehr er gesellschaftlich geschätzt wird.

Mit einer Feier im Pfarrhof der Evangelischen Sankt Martinsgemeinde zogen viele Gäste und Ehrengäste eine erfreuliche Bilanz. Und die fiel beinahe überschwänglich positiv aus ganz nach dem Motto, gäbe es das Kleeblatt heuer noch nicht, so müsste man einen solchen Verein sofort gründen.

Die Aufgaben

„Es sind die kleinen Dinge im Leben, die sehr oft viel bewirken“, sagte der Vorsitzende Gerg Lauter. Bis zu 50 Aktive des 260 Mitglieder starken Vereins engagieren sich sozial für ihre Mitmenschen. Das kann einfach ein kleiner Besuch mit einem Gespräch sein, der ältere Menschen aus ihrer Einsamkeit herausholt. Dazu gehören auch gewisse Einkäufe oder Begleitung bei Arztbesuchen. Für die Jugendlichen aus der Karl-Krolopper-Schule gibt es Schulpaten, die den Weg ins Erwachsenenleben ebnen helfen. „Kochen über den Tellerand“ auch mit Flüchtlingen, Sprachhilfen, Spielenachmittage in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek im Stolle-Haus; die Aufgaben von Kleeblatt sind so vielgestaltig wie meist unspektakulär - beim ersten Hinsehen. Neu hinzu gekommen sind Gymnastik-Einheiten und Stuhlgymnastik für Senioren.

Die Arbeit des Kleeblatts ist spürbar in Kelsterbach, und das Hessische Sozialministerium hat den Verein bereits besonders für sein Engagement ausgezeichnet. Wer mehr über die Aufgaben von Kleeblatt erfahren will, der hat beim anstehenden 40. Altstadtfest Möglichkeit, sich zu informieren. Helfende Hände hat der Verein immer gerne - und sei das Zeitbudget noch so gering. „Ich mach ja nicht wirklich viel“ zitierte Lauter Aussagen von Helfern. Doch eine solche Hilfe vor allem im mitmenschlichen Bereich lasse sich kaum quantifizieren - der gute Wille zählt hier schon viel.

Die Ansprachen

Eine kurze Festansprache hielt Georg Lauter, der allen Mitstreiterinnen und Mitstreitern dankte. Besonders gedachte er an Manfred Schmidt. Dessen Frau Christa sei so etwas wie „Herz und Seele“ des Vereins. Bürgermeister Manfred Ockel sagte, „Kleeblatt sei stets am Puls der Zeit und arbeite gegen den Trend der Zeit, der eine gewisse soziale Kälte zeitige“. Helfen aus Nächstenliebe, das sei unbezahlbar. Zahlbar jedoch eine Einladung zum gemeinsamen Essen für die Kleeblätter, mit dem der Rathauschef Danke sagen will.

Die Flüchtlingskoordinatorin der Stadt Agneta Becker sagte Dank für die Hilfe bei der Integration der Neuankömmlinge. Die Glückwünsche von Landrat Thomas Will überbrachte Stefanie Steinfeld von der Sozialen Sicherung. Die Landtagsabgeordnete Sabine Bächle-Scholz (CDU) lobte das „niederschwellige Hilfsangebot von Kleeblatt, da könne man leichter um Hilfe nachfragen. Ihre Kollegin Kerstin Geis (SPD) lobte die Maßnahmen für die 140 Kelsterbach Flüchtlinge und die Schulpatenschaften. Das GPR-Klinikum in Rüsselsheim schloss sich an, dem Kleeblatt gelinge es, „den Menschen ein Lächeln ins manchmal sorgengezeichnete Gesicht zu zaubern“. Für den Kirchenvorstand der Sankt Martinsgemeinde sagte Tillmann Lichtenthaeler, Kleeblatt sei ein wunderbarer Nachbar, dem es nicht um Effizienz gehe, sondern um Fürsorge und Mitmenschlichkeit, um Caritas, christliche Nächstenliebe.

Weitere Ehrengäste des Festakts: Stadtverordnetenvorsteherin Helga Oehne, Erster Stadtrat Kurt Linnert, Vereinsringsvorsitzender Thorsten Schreiner, die Kerweborsch Kelsterbach, Monika Fuchsberger, der Koreanische Chor URI.

Die Gründungsmitglieder

Ingelore Harder-Schütte, Monika Fuchsberger, Marlies Golitz, Gisela van Loon, Doris Hahn, Christa Schmidt, Manfred Ockel, Georg Lauter, Katja Ehrlich. (hb)

Ehrengäste.

Kleeblätter verheißen Gutes.

Der Vorstand.

Die Gründungsmitglieder.