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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 37/2018
Seite 2
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Sport- und Wellnessbad

Badebetriebsleiter Oliver Kohnen am Kinderbecken.

lässt Rekordsommer mit Familienfest ausklingen

Für das Sport- und Wellnessbad neigt sich eine grandiose Sommersaison dem Ende zu. Die hohen Temperaturen von weit über 30 Grad zogen in den Monaten Juni bis August 54.247 Gäste in das von der Neurieder Firma GMF betriebene Bad. Das entspricht einem Besucheranstieg von rund elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Während der Ferien kamen nahezu jeden Tag um die 1000 Gäste und brachten das Schwimmbad, das im Sommer rund 1500 Personen gleichzeitig beherbergen kann, dicht an seine Belastungsgrenze. Auch die Gastronomie konnte den großen Andrang kaum bewältigen. Am mit Abstand besten verkauften sich Eis und Pommes. Speziell bei den Pommes war die Nachfrage durch Schwimmbäder so gestiegen, dass es zwischenzeitlich sogar zu Lieferengpässen kam.

Neues Reinigungskonzept in Planung

Die insgesamt 50 Mitarbeiter des Sport- und Wellnessbades hatten aber auch sonst alle Hände voll zu tun um etwa die Badenden zu beaufsichtigen und die Anlage zu reinigen. Insbesondere die Sauberkeit entwickelte sich schnell zum wunden Punkt, obwohl über einen Dienstleister zusätzlich befristetes Personal eingestellt wurde. Um hier gegenzusteuern wird derzeit ein neues Reinigungskonzept entwickelt, dass unter anderem Aufsichtspersonen für den Umkleidebereich und häufigere Reinigungsintervalle vorsieht. „Diese Menge an Menschen mit dem vorhandenen Personal zu bewältigen war schon ein Drahtseilakt“, berichtet der Lübecker Oliver Kohnen, der seit April die Stelle des Badebetriebsleiters innehat. Er sei sehr stolz auf seine Mitarbeiter, die auch bei diesem Ansturm ihr Bestes gegeben haben, und spricht ihnen deshalb ein großes Lob für ihre gute Arbeit aus. Der Sommer habe dazu beigetragen, dass eine richtige Gruppendynamik entstehe und auch für ihn sei es „ein toller Sommer gewesen“. „Wir wissen jetzt an welchen Schräubchen wir drehen müssen“, beschreibt der studierte Sport- und Wellnessmanager den Schulungs- und Weiterentwicklungsbedarf, der diesen Sommer sichtbar wurde.

Sicherheit für Nichtschwimmer

Ein Problem das diesen Sommer sehr viel öffentliche Aufmerksamkeit findet, sind die zahlreichen, zum Teil tödlichen, Badeunfälle. Wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft im vergangenen Jahr auf ihrer Homepage veröffentlichte, sind 59 Prozent der zehnjährigen Kinder keine sicheren Schwimmer. Hierbei handelt es sich um eine Entwicklung die auch Kohnen beobachtet hat und sowohl auf „Dummheit und Selbstüberschätzung“ als auch auf die mangelnden Schwimmfähigkeiten der Elterngeneration zurückführt. Aufgrund langer Wartelisten für Schwimmkurse prognostiziert der Badebetriebsleiter aber Besserung: „Tendenz ist schon, dass sich Eltern mehr darum kümmern“. Mehr Kurse können in Kelsterbach aufgrund des Fachkräftemangels derzeit nicht angeboten werden. Um die Sicherheit der jungen Gäste auch weiterhin zu gewährleisten, wurde im Mai die Badeordnung angepasst und das Mindestalter für Kinder, die ohne ihre Eltern kommen, von acht auf zehn Jahren erhöht. Generell falle aber auf, so Kohnen, der nach den Sommerferien eine gewisse „Schwimmbad-Müdigkeit“ feststellt, dass Eltern zunehmend dazu neigen die Aufsichtspflicht für ihre Kinder an das Schwimmbadpersonal abzugeben.

Livemusik im Schwimmbad

Bevor das Sport- und Wellnessbad Ende September aufgrund von Revisionsarbeiten seine Pforten für rund zwei Wochen schließt, wird am 15. September mit einem Familienfest nochmal richtig Gas gegeben. Damit möchte das Bad seinen Gästen „danke für einen verrückten Sommer“ sagen, erläutert der Badebetriebsleiter. Die breigefächerte Livemusik, die bereits im üblichen Eintrittspreis enthalten ist, kommt von Bands wie „Acoustipop“, „Papierflieger“ und „Stimmenwerk“. Um auch dem Gesangsnachwuchs eine Plattform zu bieten, wird die Bühne zusätzlich zur „Open Stage“ umfunktioniert. Damit auch die Bedürfnisse der jüngeren Besucher nicht zu kurz kommen, wird das Spielmobil ebenfalls vor Ort sein. „Letztlich ist für alle was dabei“, fasst Kohnen, der sich auf zahlreiche Gäste freut, zusammen. (So)