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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 37/2018
Seite 3
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Altstadtfest zieht zahlreiche Besucher ins Unterdorf

Ex-Festwirt "Bubi" (2.v.l.) und das Orgateam vom Kulturamt.

Plausch I mit der Landtagsabgeordneten Kerstin Geis (SPD, Mitte).

Plausch II mit der Landestagsabgeordneten Sabine Bächle-Scholz (CDU, Mitte).

Volle Gassen am Samstag.

Die Sankt Martinskirche, perfekt farbig in Szene gesezt.

Annika und Sabrina von der Jugendförderung bastelten mit Kevin Blumentöpfe (von links).

Für die richtige Stimmung sorgte die Band „Daddy-L“.

Die „Mini Latinos“ stellten ihr tänzerisches Können unter Beweis.

Der Tierschutzverein hatte „Monster Burger“ und selbstgemachten Honig im Angebot.

Verlängerte Kerb beim Altstadtfest.

„Hip-Hop 4 Teens“ in coolem Jeans-Look.

Das Interesse entsprach der Qualität der Vorführungen.

„Enjoy“ aus dem Hause „Flair“.

„Hip-Hop 4 Kids“ erschlossen sogar die jüngste Fangruppe.

Die „Gypsys“ bei der musikalischen Schlussoffensive.

Im September jagt in Kelsterbach eine besondere Festivität die nächste. Eine Woche nach der Kerb lockte das Altstadtfest scharenweise Besucher ins Unterdorf. Zahlreiche Stände mit Schmuck, Tüchern, Traumfänger und leuchtenden Luftballons luden zum Bummeln durch die engen Gassen ein. Eine reichhaltige Auswahl gab es auch beim Essensangebot. Hier musste die schwierige Entscheidung zwischen Leckereien wie Crêpe, Souvlaki, Langos und portugiesischen Spezialitäten getroffen werden. Der Verein „Meerschweinchen in Not“ und der Tierschutzverein ergänzten das vielfältige kulinarische Angebot außerdem noch mit „Monster Burger“ und Hot Dogs. Auf der großen Bühne, die mitten auf dem Marktplatz aufgebaut wurde, unterhielten der Chor der Bürgermeister-Hardt-Schule sowie die Sänger Max Demant und Patrick Stellmach das Publikum schon am frühen Nachmittag. Am Abend dann brachte die Rüsselsheimer Rockband „Daddy-L“ die Menge mit ihrer stimmgewaltigen Performance zum Feiern. Ein ganz besonderes Highlight war außerdem die Sankt Martinskirche, auf deren Fassade in der Dunkelheit tanzende Smileys und farbenfrohe Muster projiziert wurden. Um das Fest auch für Kinder kurzweilig zu gestalten, war die Jugendförderung mit einem rund zehnköpfigen Team vor Ort. Für die ganz Kleinen veranstaltete sie ein Bobby Car-Rennen. Die größeren Kinder werkelten mit Hämmer und Nägeln an einem riesigen Labyrinth oder gestalteten an der Bastelstation Blumentöpfe aus recycelten Materialien.

Ein Sonntag wie im Bilderbuch

Ohne das beliebte Feuerwerk auskommen musste das Finale des Altstadtfestes; zumindest forderte dies ein notwendiges Zugeständnis an den Brand- und Katastrophenschutz. Vor diesem Hintergrund schienen die Gäste jedoch sich eine exklusive Möglichkeit nicht entgehen lassen zu wollen: nämlich einen Sonntagnachmittag, der im Blick auf seine Angebotsvielfalt im Ganzjahresvergleich seinesgleichen vergeblich sucht. Die Küche konnte ob der fast unerschöpflichen Angebote kalt bleiben: Vom Handkäs über Flammkuchen bis zur Pizza blieb fast kein kulinarischer Wunsch unzubereitet. Obwohl die eine oder andere Tradition den wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen Tribut zollen musste, trugen noch einige Klassiker zur lukullischen Zufriedenheit bei. Ein Beispiel dafür ist Jürgen Loos, der in familiärer Kompetenz seit Jahrzehnten mit seinen Crepé-Varianten eine generationsübergreifende Fan-Gemeinde erschließen konnte. Die zentrale Bühne stellte indes einen Schauplatz vor allem für den Kelsterbacher Nachwuchs auf, der sich einem gut gelaunten Publikum präsentierte. Die Kleinsten machten hier den Auftakt in Gestalt der“ Zappelfüsse“, so nennt die Tanzgruppe Flair ihre jüngste Abteilung. „Und alle drehen sich Schubidbubidu“ erklang es aus den Lautsprechern, deren Melodie dafür sorgte, dass ein ganzer Schwarm Bienchen dieser Aufforderung nachkam. Die älteren Jungsemester werden bei Flair von der Formation „Enjoy“ repräsentiert, die bei ihrem Auftritt noch einiges mehr zu bieten hatte als sensationelle Kostüme. Die tänzerische und choreografische Qualität entsprach somit der Optischen und der Weg für einen bunt gestimmten Nachmittag war frei. Die „Oakleaves“, in alter Verbundenheit, sind nicht nur Stammgast bei innerstädtischen Aktivitäten, sondern seit rund 35 als Verein registriert. So war es wenig verwunderlich, dass auch dieser Altstadtfest-Sonntag den Freunden von Squaredance das Herz erwärmte. Der inzwischen gut besuchte Bereich zwischen Schwanenwirt und Bühne wurde danach Schauplatz der beeindruckenden Darbietung von „Hip-Hop 4 Kids“ und „Hip-Hop 4 Teens“ Unter der Leitung von Daiva Karolyte-Stöber legten Kinder und Jugendliche eine Vorführung auf das Parkett, die sich ihren anerkennenden Applaus mehr als verdiente. In dieser aufgelockerten Atmosphäre entwickelte sich eine Aufenthaltsqualität, die den idealen Einstieg für die „Gypsys“ bot. Diese Cover-Band ist den Altstadtfest-Besuchern bestens bekannt, standen sie doch in den vergangenen Jahren für einen musikalischen veredelten Übergang zum Feuerwerk. Wer jedoch dachte, dass dieses Mal die rockigen Klänge in finsterer Nacht verpuffen, hatte offenbar das kreative Element des Veranstalters unterschätzt. Bürgermeister Manfred Ockel kündigte ein Feuerwerk an, dass Stadtbrandinspektor Thomas Heller guten Gewissens goutieren konnte. Die Martinskirche schon in vergangenen Tagen als Leinwand für die Multivision ein echter Hingucker, konnte über ihrer Eigenschaft als Wahrzeichen hinaus sogar das Feuerwerk möglich machen. In diesem Fall ein Visuelles als kleinen Trost, welches einem rundum von bester Stimmung und gutem Wetter begleiteten Altstadtfest einen würdigen Abschluss verschaffte. (Ts)

(So/Fotos: so/hb/ts)