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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 38/2020
Seite 3
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Altstadtfestfeeling auf der heimischen Couch

Nachdem bereits die Onlineausgabe der Kerb viele Zuschauer gefunden hat, zeigte das Kulturamt, dass sich auch das Altstadtfest in der „daheim“-Variante umsetzen lässt.

Ein Verzicht auf das Fest sei für die Stadt nicht in Frage gekommen, da dieses sehr beliebt sei und „eine Vielzahl von Auswärtigen in unsere Stadt lockt“, erklärte Kulturamtsleiter Robin Schmalz. Unter dem Motto „Wenn ihr nicht auf das Altstadtfest kommen könnt, kommt das Altstadtfest zu euch heim“, konnten die Kelsterbacher die Programmhighlights von der heimischen Couch aus verfolgen. Den Start machte Freitagabend Bürgermeister Manfred Ockel, der verkündete: „Auch an diesem Wochenende bieten wir ein tolles Programm für euch zu Hause und ich bin überzeugt davon, ihr werdet es genießen, mit euren Freunden, was ja beim Altstadtfest Tradition ist“. Im Anschluss verbreitete dann die Band „Riddim Posse“ mit ihrem karibischen Flair digitale Urlaubsstimmung, die perfekt zum Kaiserwetter vor der Tür passte.

„Gerade in diesem Jahr, in dem Fernreisen in exotische Gebiete doch schwer realisierbar waren, wollten wir den Urlaub in die Kelsterbacher Wohnzimmer und Gärten bringen“, erläuterte der Kulturamtschef. Der als „musikalische Überraschung“ geheimnisvoll angekündigte Showact entpuppte sich als Trio der Band „GHB Live“, die in voller Besetzung bereits bei „Kerb daheim“ für Kurzweil sorgten. Auch diesmal überzeugten die Künstler mit Stücken aus den Genres Rhythm and Blues, Soul und Pop wie etwa „Mercy“ von Duffy und „Valerie“ von Mark Ronson und Amy Winehouse. Im Gegensatz zu den anderen Parts des Onlinefestes handelte es sich bei dem Auftritt der drei Vollblutmusiker aber nicht um im Vorfeld produzierte, professionelle Videos, sondern um ein Element, das per Livestream direkt aus dem Garten einer ortsansässigen Familie ausgestrahlt wurde, „durch welches die Aufzeichnungen mit einer tatsächlichen Feier daheim verbunden wird“, so Schmalz.

Der Sonntag als Höhepunkt eines jeden Altstadtfestes wurde durch das städtische Kulturamt ebenfalls für die Onlineausstrahlung aufbereitet. Das 40. Jubiläum des Altstadtfestes, das im vergangenen Jahr gefeiert wurde, sei „eine in Umfang, Vorbereitung und Umsetzung nie dagewesene Show“. Den krönenden Abschluss machte ein Mix aus Feuerwerk und Multimediaelementen, begleitet von Violinistin Anna Maria Barth, der in einem Aftermovie für die Nachwelt festgehalten wurde. Mit der Ausstrahlung dieses rundum gelungenen Kurzfilms wurde dann auch das Onlineevent „Altstadtfest daheim“ erfolgreich abgerundet. Das Jubiläumsfest habe nach Angaben des Kulturamtes etwa 30 bis 50 Prozent mehr Besucher angezogen als üblich. „Gerade freitags mit der ‚Beatles Revival Band‘ und den ‚Rodgau Monotones‘ war der Marktplatz so voll wie ich es nie erlebt habe“, freute sich Schmalz. Für den Kulturamtschef sei „das Altstadtfest die Möglichkeit, den Besucherinnen und Besuchern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, die Grundlage zu schaffen, den persönlichen Alltagssorgen zu entfliehen und eine tolle Zeit zu bescheren“. Darüber wie gut ihm das mit der Veranstaltungsreihe „Kerb und Altstadtfest daheim“ gelungen ist, kann sich jeder auf www.kelsterbach.de/live noch rund vier Wochen selbst ein Bild machen. (So)