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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 38/2020
Seite 3
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Kelsterbacher Kirchen sehen, hören & erleben

Herz-Jesu-Kirche und St. Martinskirche begingen gemeinsam den Tag des offenen Denkmals und den Deutschen Orgeltag.

Die Veranstaltung begann in der katholischen Herz-Jesu-Kirche. Fachkundig erläuterte Günter Schneider unter anderem, dass die katholische Kirche im protestantisch geprägten Kelsterbach noch recht jung ist, ursprünglich im neo-gotischen Stil gebaut werden sollte, dann aber in neo-barocken Bauweise realisiert wurde.

Die ersten Gottesdienste fanden 1911 statt, auch wenn der Bau offiziell erst im Jahr 1928 abgeschlossen wurde. Anschließend gab Herr Schneider eine Einführung zur Orgel und erläuterte deren Register. Zum Abschluss des ersten Teils spielte der Organist Klaus Richter romantische Werke des französischen Komponisten Léon Boëllmann.

Nach einer Pause ging es mit einem gemeinsamen Spaziergang zur St. Martinskirche. Auf halbem Weg konnten die Besucher die aufeinander abgestimmten Glocken beider Kirchen hören.

In der St. Martinskirche begrüßte Pfr. i.R. Joachim Bremer die Besucher mit den Worten: „Alles, was Sie von einer Kirche erwarten, finden Sie hier nicht!“ Im Weiteren erläuterte er, dass der Baustil sich an den Tempeln des klassischen Griechenlands orientiert und so völlig anders wirkt als die neo-barocke Herz-Jesu-Kirche.

Anschließend gab Carsten Höfer einen kurzen historischen Abriss der Orgeln in der St. Martinskirche von 1754 bis heute. Nach einer Erklärung der Register der Orgel in der St. Martinskirche spielte im Anschluss Herr Richter Stücke von Johann Sebastian Bach.

Trotz Corona-Bedingungen war es für die rund 30 Besucher ein informativer und kurzweiliger Nachmittag, bei dem über 200 Euro für das Flüchtlingsschiff „Sea-Watch“ der evangelischen Landeskirche gespendet wurden.